Ein Ausbruch von COVID-19 hatte in Brasilien die Erkundungsbohrungen in „Indio“, einem zuvor noch ungetesteten Ziel im Goldprojekt „Cuiú Cuiú“, temporär ausgebremst. Nun endlich gibt es die ersten Auswertungen. Der kanadische Goldexplorer Cabral Gold Inc. (TSX-V: CBR, WKN: A2JC8S; ISIN: CA1271061022) konnte darüber hinaus weitere Daten aus Folgebohrungen am Ziel „Machichie“ verkünden. Dort hatte das Unternehmen bereits seit längerem eine Erweiterung der mineralisierten Zone vorgesehen. Zudem wurde und wird an diversen anderen Stellen gebohrt: Der richtige Zeitpunkt, um mit einem Ergebnis-Update etwas Übersicht in das Voranschreiten der vielen parallel laufenden Programme zu bringen.

Cuiú Cuiú, jenes Goldprojekt, das zwischen den Siebziger- und Neunzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts der größte Garimpo des Distrikts war, birgt noch viele unentdeckte Chancen. Um die verborgenen Schätze in der brasilianischen Goldregion Tapajós zu erforschen, unternimmt Cabral Gold auf dem Areal gleich an mehreren Stellen Explorationsbohrungen, wobei die Auswertungen zeitversetzt eintreffen.

Erfreuliche Ergebnisse bestätigen Goldsysteme

Unterdessen zeigt sich Alan Carter, Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzender von Cabral, hocherfreut über die ermutigenden Ergebnisse aus „Indio“, weisen sie doch deutlich auf das Vorhandensein einer weiteren, hochgradig vererzten Struktur auf Cuiú Cuiú hin, die mit ihrer hochgradigen Kontinuität besticht. Die Folgebohrungen am Explorationsziel „Machichie“ bestätigen weiterhin die Existenz eines mineralisierten Systems, das dem der nur einen halben Kilometer südlich gelegenen „Moreira-Gomes“-Ziels sehr ähnlich ist und das durch die Folgebohrungen im Osten und Westen erheblich erweitert werden konnte. Man freue sich, so Carter, auf die Ergebnisse der laufenden Bohrungen von den hochgradigen Teilen der „Moreira-Gomes“-Lagerstätte und den weiteren Zielen.

Im „Moreira Gomes“ hatten Oberflächenproben 0,9 Meter zu 35 Gramm Gold pro Tonne ergeben; einzelne Grabproben erreichten beachtliche 700,2 Gramm Gold pro Tonne.

„Indio“: Ergebnisse weisen aus unentdeckte Ader hin

Auf dem etwa 1,5 Kilometer südlich der Lagerstätte „Moreira Gomes“ gelegenen Ziel „Indio“ wurden seit dem 18. Februar mit einem ASV ST-50 RC-Bohrgerät sechs Löcher (RC54, RC55, RC70, RC71, RC72 und RC73) fertiggestellt. Zwar gibt es bei „Indio“ keine Adern, die an der Oberfläche zutage treten; allerdings haben Proben von mineralisiertem Quarzader-Float Goldwerte zwischen 1,5 und 137,8 Gramm Gold pro Tonne ergeben.

Angelegt wurden die Löcher in zwei Bereichen mit 150 Metern Abstand voneinander. Allerdings hat keines der sechs „Indio“-Löcher die projizierte abwärts abfallende Ausdehnung des Hauptziels erreicht. Praktische Ursache dafür war das Wetter: Die Regenzeit und die damit verbundenen Wassermengen setzten den Eindringtiefen der Bohrgeräte technische Grenzen. Nichtsdestotrotz: Einige Löcher stießen auf gänzlich unerwartete vererzte Zonen. Im April beginnt die Trockenzeit. Cabral Gold wird dies nutzen, um weitere Bohrungen in dieser Zone durchzuführen.

Im südwestlichen Bereich wurden die drei Löcher mit den Ordnungsnummern RC70, RC71 und RC72 gebohrt. RC71 gab vier Meter zu 2,45 Gramm Gold pro Tonne aus einer Tiefe von 35 Metern aus, inklusive einem Ein-Meter-Intervall von 8,7 Gramm Gold pro Tonne. Loch RC72, vierzig Meter weiter südöstlich, stieß in 36 Metern Tiefe auf fünf Meter zu 2,6 Gramm Gold pro Tonne inklusive zwei Metern mit 5,7 Gramm Gold pro Tonne.

Die drei anderen Löcher, RC 54, RC55 und RC73 befinden sich im Nordwesten des Areals. RC54 durchteufte einen Meter zu 1,8 Gramm Gold pro Tonne, während die beiden anderen nur schwach vererzte Zonen ausforschten.

Die ersten Bohrungen sind möglicherweise ein Hinweis auf das Vorhandensein einer zuvor noch unentdeckten hochgradigen Ader. Um dies zu prüfen, sind weitere Bohrungen erforderlich. Abhängig von der Interpretation und Zusammenstellung der ermittelten Resultate werden die Aufklärungsbohrungen zu einem späteren Zeitpunkt erweitert.

„Jerimum do Meio“: Erste Umkehrbohrlöcher sollen Aufschluss bringen

Nachdem die sechs Löcher in “Indio” vollendet waren, wurde das Bohrgerät nach „Jerimum do Meio“ (bei Cabral als „JM“ abgekürzt) verlegt. Dort ergaben Probeentnahmen aus dem Oberflächenkanal 5,3 Meter mit 24 Gramm Gold pro Tonne. Hier stehen Ergebnisse ebenfalls noch aus. JM liegt etwa 2,5 Kilometer nordwestlich der „Moreira Gomes“-Goldlagerstätte.

Insgesamt sechs Umkehrbohrlöcher (RC74 bis RC79) sind in „Jerimum do Meio“ fertiggestellt; die Ergebnisse werden mit Spannung erwartet.

Aktuelle Bohrungen im „JN“-Ziel

Für das Bohrgerät ging es anschließend weiter ans Ziel „JN“, wo es derzeit weitere Löcher vorantreibt. „JN“ ist ebenfalls ein noch ungetesteter Bereich, liegt etwa vier Kilometer nordwestlich von „Moreira Gomes“ und am Hang der angeblich ergiebigsten Seifengold-Strömung auf dem Projektgrundstück.

Ende 2020 hatte Cabral im Zuge von Kartierung und Oberflächenprobenentnahmen einen Nordosttrend der zutage kommenden Ader festgestellt. Eine im 90-Grad-Winkel zur Venenachse entnommene Kanalprobe ergab 5,3 Meter zu 240 Gramm Gold pro Tonne. Auch das muss weiter untersucht werden: Weitere sechs Aufklärungslöcher sind in „JN“ geplant.

Folgebohrungen in „Machichie“

In „Machichie“ ist für die Folgebohrungen schwereres Gerät im Einsatz. Ein angemieteter Bohrer der Marke Prospector W750RC arbeitet in der Hauptmineralisierungszone und an einigen neuen Zielen im südwestlichen Gebiet.

Die Löcher RC47, RC48, RC49 und RC56 sind als Folgebohrungen zu den beiden ursprünglichen Step-Out-Bohrungen RC40 und RC41 konzipiert, aus denen vor kurzem vielversprechende Werte von 34 Metern zu 5,4 Gramm Gold pro Tonne beziehungsweise 20 Metern zu 12 Gramm Gold pro Tonne gemeldet wurden.

Die Löcher wurden über eine Streichenlänge von 200 Metern gebohrt. Dabei stieß das erste Ausscherloch RC47 auf acht Meter zu 1,3 Gramm Gold pro Tonne aus 43 Metern Tiefe, inklusive zwei Metern zu 4,0 Gramm Gold pro Tonne. RC48 kreuzte nur eine schwache Vererzung von zwei Metern mit 0,5 Gramm Gold pro Tonne aus 51 Metern, das östlich davon gebohrte Loch RC49 immerhin zwei Meter mit 1,8 Gramm Gold. Das am weitesten östlich gelegene Loch RC 565 hingegen stieß nicht auf bedeutsame Werte.

Im Westen der Machichie-Struktur sehen die Werte der drei zusätzlichen Löcher RC57, RC58 und RC60 vielversprechend aus. RC60 ergab fünf Meter mit 1,4 Gramm Gold aus 71 Metern Tiefe, inklusive einem Meter mit 4,7 Gramm Gold. RC 58 durchschnitt einen Meter mit 2,5 Gramm Gold pro Tonne aus 87 Metern Tiefe. Das am weitesten westlich gelegene Loch am Machichie-Ziel, RC57, kreuzte einen Meter mit 3,0 Gramm Gold pro Tonne aus 132 Metern Tiefe.

Die Ergebnisse, die aus den vererzten Bereichen in „Machichie” ausgegeben wurden, deuten auf hochgradige Zonen oder Austriebe hin, die wiederum mit Zonen von geringerer Qualität durchsetzt sind, welche der nur 500 Meter südlich gelegenen „Moreira Gomes“-Lagerstätte sehr ähnlich sind. Die höhergradigen Zonen könnten durch Überschneidungen der Nordost-Trendstruktur kontrolliert werden. Auch hier gilt: Es sind weitere Bohrungen erforderlich, um dies zu überprüfen.

Bohrergebnisse aus „Machichie Nord-Ost“

Weiterhin liegen schließlich die Ergebnisse aus dem letzten Bohrloch RC46 am Ziel Machichie Nordost vor, das 60 Meter nordöstlich von RC45 gebohrt worden war. Dieses Loch hatte 28 Meter mit 1,0 Gramm Gold pro Tonne von der Oberfläche inklusive 8 Metern mit 3,3 Gramm Gold pro Tonne aus nur 10 Metern Tiefe durchteuft. RC46 wurde angelegt, um parallele Strukturen unmittelbar im Norden zu untersuchen, stieß aber auf keine interessante Mineralisierung.

Die neuesten Bohrergebnisse vom „Machichie Nord-Ost“ deuten auf das Vorliegen einer anderen, zur „Machichie“-Hauptstruktur subparallelen, vererzten Struktur hin. Die mineralisierte Zone bleibt im Osten und Westen offen und erfordert weitere Bohrungen, damit ihr Ausmaß vollständig bewertet werden kann.

Probebohrungen in „Hamilton Novo“ und „Marahao-West“

Die Testergebnisse für noch weiter südlich von „Machichie“ gelegene Ziele stehen ebenfalls noch aus.

Mit den drei weiteren Löchern RC61, RC62 und RC63 wird die hochgradige, von Norden nach Osten verlaufende sogenannte „Hamilton Novo“-Aderstruktur untersucht. Die Bohrungen sollen die Kontinuität der Goldmineralisierung prüfen, die von einem einzelnen älteren Loch geschnitten wurde und drei Meter zu 7,4 Gramm Gold pro Tonne ausgab. Oberflächenkanalproben ergaben am selben Ort 5,8 Meter zu 16,0 Gramm Gold pro Tonne. Die Testergebnisse stehen allerdings noch aus.

Ganz aktuell testet das Prospector-Bohrgerät eine weitere Nord-Ost-Trendaderstruktur namens „Maranhao West“. 75 Meter südöstlich von „Hamilton Novo“ wurde Loch RC64 angelegt; Oberflächen-Grabproben hatten dort Werte zwischen 15,3 und 20,4 Gramm Gold pro Tonne ergeben.

„Moreira Gomes“: Ergänzungs-Bohrprogramm dauert an

Des Weiteren werden auf „Moreira Gomes“ Ergänzungs-Diamantbohrungen durchgeführt, die hochgradige Bereiche dieser Lagerstätte nachverfolgen sollen. Auch hier wartet man bei Cabral Gold noch auf frische Zahlen. Das Bohrprogramm zielt parallel zu diesen Bohrungen auf Erweiterungen der bestehenden hochgradigen Zone ab. Die Testergebnisse für die sechs bisher fertiggestellten Löcher liegen allerdings noch nicht vor.

Technische Details zur Wertermittlung

Cabral klärt bei dieser Gelegenheit auch über das Zustandekommen de Zahlenwerte auf. Demnach wurden die Tests mit einem Brandtest (SGS: FAA505) bestimmt und die analytische Qualität durch zertifizierte Standards und Leerproben überwacht. Die Proben wurden bis zum Versand an das Prüflabor durch ein kommerzielles Speditionsunternehmen im überwachten Explorationsbüro aufbewahrt. Pulpe und Ausschuss aus Rücksendungen werden bei Cabral archiviert.

Das „Indio“-Bohrprogamm wird mit Cabrals eigenem ASV Scout ST-50 durchgeführt, das ist ein Umlaufbohrgerät mit zwei Kompressoren und einem Booster. Die Proben wurden in Ein-Meter-Intervallen gesammelt, durch einen Jones Riffle Splitter und Kegel aufgeteilt und im Fall von Feuchtigkeit geviertelt.

Das „Machichie“-Programm wird von der Firma GEOSEDNA Perfurações Especiais S / A aus Lagoa Santa unter Verwendung eines Foremost Prospector W750 Umkehrbohrgeräts mit Kompressor und Booster durchgeführt, wobei die Proben mit einem Metzke Riffle Splitter aufgeteilt werden. Die Entnahme der Proben durch Alterationszonen erfolgt ebenfalls in Ein-Meter-Intervallen.

Über Cabral Gold Inc.

Cabral Gold aus Vancouver ist ein Junior-Rohstoffunternehmen, das sich mit Schwerpunkt auf Goldgrundstücken in Brasilien mit deren Identifizierung, Erforschung und Erschließung befasst. Cabral ist zu 100 Prozent am Goldprojekt „Cuiú Cuiú“ in der im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará gelegenen Goldregion Tapajós beteiligt. Dort wurden bislang zwei Goldvorkommen („Central“ und „Moreira Gomes“) definiert, die National-Instrument 43-101-konform angezeigte Ressourcen von 5,9 Millionen Tonnen mit 0,90 Gramm Gold pro Tonne (200.00 Unzen) und abgeleitete Ressourcen von 19,5 Millionen Tonnen zu 1,24 Gramm pro Tonne (800.000 Unzen) enthalten.

Die Region Tapajós war Schauplatz des großen brasilianischen Goldrausches zwischen 1978 und 1995. Damals wurden zwischen 30 und 50 Millionen Unzen produziert, davon allein geschätzte zwei Millionen Unzen aus „Cuiú Cuiú“. Das Projektgebiet war damals der größte Garimpo (eine semioffizielle Abbaustätte) der Region.