Die auf Vanadium spezialisierte australische Entwicklungsgesellschaft Australian Vanadium Ltd (ASX: AVL, ISIN: AU000000AVL6; WKN: A2ABRH) führt in Westaustralien das weit fortgeschrittene Projekt „The Australian Vanadium Project“ zum geplanten Produktionsstart im Jahr 2021. 3 weitere, aber untergeordnete, Projekte runden das Portfolio ab.

Die Gesellschaft

Seit 2008 besitzt das Unternehmen, damals noch als Yellow Rock Resources Ltd. geführt, das Gabanintha-Projekt, welches heute als „The Australian Vanadium Project“ im Projektportfolio geführt wird. In den Folgejahren akquirierte man auch die weiteren Projekte. Erst mit Ende 2015 wurde das Unternehmen in Australian Vanadium Ltd umbenannt, um den Marktauftritt dem priorisierten Unternehmensinhalt anzupassen.

Vanadium

Das Metall Vanadium wurde in den letzten Jahren nicht so medial forciert wie Lithium, findet jedoch zunehmend Verwendung in der modernen Energiespeichertechnik, und nimmt hier eine zukunftsweisende Stellung ein.

Abb1: aktueller Vanadiummarkt nach Verwendung, Quelle: Australian Vanadium

Die Stahlproduktion ist für Vanadium der wichtigste und größte Abnehmermarkt und wird es aufgrund der härtenden Eigenschaften auch bleiben. Die Verwendung in der Energiespeichertechnik nimmt aktuell mit 2% einen noch sehr bescheidenen Absatzmarkt ein. Dieser Anteil wird sich jedoch sukzessive vergrößern, da sich die Anwendungsbreite und Marktpräsenz von Energiespeichertechnik auf Vanadium-Basis weltweit auf dem Vormarsch befindet. Dies ist begründet in den wesentlichen und vorteilhaften Unterschieden zu der Speichertechnik durch Lithium Ionen-Akkus, die vornehmlich kleinzellig für den Automobilmarkt konzipiert ist und keine größeren Energiemengen speichern kann.

Energiespeicher auf Vanadiumbasis sind für gewerbliche, industrielle und kommunale Verwendungen vom Kilowatt- bis Gigawatt-Bereich ausgelegt und bieten wesentliche Vorzüge gegenüber den Lithiumspeichern. Keine Entflammbarkeit, nahezu unendliche Aufladbarkeit ohne Kapazitätsverlust und leicht zu recyceln sind nur die wichtigsten Argumente.

Für den großen Speicherbedarf an Energie wurde die VRFB (Vanadium-Redox- Fluss-Batterie) entwickelt, die in mit Flüssigkeit gefüllten Tanks die Energie über Elektrolyte (Kathode und Anode) speichert, und je Liter Flüssigkeit 145 g hochreines Vanadiumpentoxid benötigt. Betrachtet man die aktuell weltweit bestehenden und geplanten über 100 Speicheranlagen mit Kapazitäten von 60 Kilowatt (Portugal) bis Deutschland und China mit Kapazitäten bis zu 80 Megawatt Leistung, so kann man den zunehmenden Bedarf an Vanadium abschätzen. Denn für 1 Gigawatt Speicherkapazität werden rd. 10.000 Tonnen hochreines Vanadiumpentoxid benötigt und bis zum Jahr 2030 sind weltweit Anlagen mit einer Gesamtkapazität zwischen 3 und 5 Gigawatt kalkuliert.

Auch wenn der Stahlmarkt immer die Marktpreise diktieren wird, so besitzt der steigende Bedarf an Vanadium in der Energiespeichertechnik eine bedeutende und stabilisierende Wirkung durch den prognostizierten Marktanteil von künftig nicht 2%, sondern rd. 20% des Gesamtmarktes bei kontinuierlichem weltweiten weiteren Ausbau und Weiterentwicklung der Anwendungsgebiete. Nach Hypes und Korrekturen in der Vergangenheit wird erwartet, dass sich die Preise für 1 Pfund Vanadiumpentoxid (V2O5) im Bereich von 8 USD bis 15 USD mittelfristig einpendeln werden, jedoch mit Steigerungspotential auf langfristiger Sicht. Die Bedeutung von Vanadium kann auch davon abgelesen werden, da Vanadium sowohl in den USA als auch in Australien in die Reihe der strategischen Rohstoffe aufgenommen wurde. Für Produzenten von Vanadium zeichnet sich somit eine solide und gesicherte Marktzukunft ab.

Die Projekte von Australian Vanadium

Auch wenn das Projektportfolio neben dem Hauptprojekt mit dem Vanadiumprojekt ‚Coates‘ in Australien, dem Lithium-Tantal-Projekt ‚Blesberg‘ in Südafrika und dem Uran-Vanadium-Projekt ‚Nowthanna Hill‘ in Westaustralien Potential besitzt, so richtet sich der Unternehmensfokus vollends auf den Übergang zum Produzenten auf seiner Promärliegenschaft.

The Australian Vanadium Project

Seit 2008 verfügt das Unternehmen nahe der Stadt Meekatharra in Westaustralien über 11 Konzessionsteile auf einer Projektfläche von ca. 260 km². Das Projekt enthält neben Vanadium auch bedeutende Vorkommen an Eisen und Titan.

Abb2: Standort, Quelle: Australian Vanadium

Projektentwicklung

Nach erfolgreicher Feldarbeit und umfangreichen Bohrprogrammen konnte bereits mit Januar 2009 eine werthaltige Ressource über 151 Mio. Tonnen erstellt werden, deren Durchschnittsgehalte noch bei rd. 0,6% Vanadium lag, aber damals bereits bedeutende Anteile an Eisen und Titan enthielt. Nach weiteren Feldarbeiten, Bohrungen und metallurgischen Testreihen wurde mit 10. November 2015, noch unter dem Namen Yellow Rock Resources Ltd. eine in allen Kategorien verbesserte Ressource ermittelt, die nun bereits die mineralisierte Trendrichtung über rd. 11 km anzeigte und in den hohen Kategorien ‚measured‘ und ‚indicated‘ 24,7 Mio. Tonnen zu 0,8% V2O5 auswies. Innerhalb dieser Ressource befand sich auch ein hochgradiger Anteil von 11,3 Mio. Tonnen zu 1,1% V205, womit bereits zu dieser Zeit das Projekt zu den weltweiten Topprojekten mit den höchsten Graden zählte.

Abb3: Ressourcenentwicklung per November 2015, Quelle: Australian Vanadium

Das riesige Projektareal beherbergt neben Vanadium, Titan und Eisen auch Edel- und Basismetalle, das in historischen Explorationen nachgewiesen wurde. Die Edel- und Basismetalle, die nicht im Entwicklungsfokus von Australian Vanadium liegen, hat das Management im Jänner 2017 an Bryah Resources Limited übertragen. Dafür erhielt man 5 Mio. Aktien von Bryah Resources und eine Schmelzabgabe von 0,75% bei einer kommenden Produktion. Bryah Resources selbst ging mit April 2017 an die australische Börse und explorierte mit Hochdruck diese aussichtsreichen Projektteile. Wie rasch Bryah Resources entwickelt, sieht man daran, dass per Dezember 2018 bereits eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie angefertigt werden konnte, und das Unternehmen zügig an der DFS (definitive Wirtschaftlichkeitsstudie) arbeitet. Je rascher Bryah Resources diese Projektteile Richtung Produktion entwickelt, desto schneller kommt Australian Vanadium in den Genuss der vereinbarten Schmelzabgabe.

Entscheidende Meilensteine für das „The Australian Vanadium Project“ im Dezember 2018 erreicht

Neben einer neuen exzellenten Ressourcenschätzung konnte eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie veröffentlicht werden.

Neue Ressource

Erstmals konnte eine Reserve von 18,24Mt mit 1.04% V2O5 ausgewiesen werden, die in Tagebauweise abbaubar ist.

Abb4: Reserven und Ressourcen , Stand: Dezember 2018, Quelle: Australian Vanadium

Neben den Reserven konnten auch die vermuteten (inferred) Ressourcenteile auf Gehalte von 0,9% bis 1% V2O5 verbessert werden. Spätestens jetzt wurde nachhaltig bewiesen, dass das „The Australian Vanadium Project“ tatsächlich zu den Topprojekten dieser Welt zählt. Wie die Bohrkampagnen im Jahr 2019 aufzeigen, besteht auf der Liegenschaft noch enormes Erweiterungspotential für die Ressource und die Lebensdauer der Produktion. 18m mit 1,17% V2O5 und 73.4% Fe2O3 aus 109m Tiefe und 11,67m mit 1,20% V2O5 und 75.5% Fe2O3 aus 129.65m sind nur einige Beispiele der hochgradigen Vorkommen außerhalb der aktuellen Ressource. All diese und noch kommenden Bohrergebnisse werden in die DFS  (definitive Wirtschaftlichkeitsstudie) einfließen, mit deren Bearbeitung bereits begonnen wurde.

Vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie (PFS)

Diese ausgezeichnete Ressource bildete die Basis für die Wirtschaftlichkeitsstudie, die ebenfalls sehr gute wirtschaftliche Werte enthielt. Eine geplante Raffinerie würde aus 900.000 Tonnen Materialumsatz jährlich rd. 22,5 Mio. Pfund V2O5 produzieren lassen. Die Lebensdauer der Produktion wird mit mindestens 17 Jahre angegeben. Produktionskosten wurden auf Cashbasis (C1) mit 4,15 USD je Pfund ermittelt, womit Australian Vanadium zu den kostengünstigsten Produzenten weltzweit zählen würde.

An Kapitalkosten für die Produktion wurden 354 Mio. USD (+/- 25%) angeführt. Diese beinhalten neben den üblichen Nebenkosten auch Anteile an einer zu errichtenden Gaspipeline für die Energieversorgung. Auch wenn derzeit der Vanadiumpreis bei 22 USD je Pfund V2O5 steht, so wurden nur konservative 8,67 USD für das Finanzmodell herangezogen, da mögliche Marktschwankungen bis zum Jahr 2025 eingerechnet werden mussten.

Verarbeitungsstandort

Die PFS bezieht sich auf eine Entscheidung des Unternehmens, die Verarbeitung nicht am Projektstandort, sondern auf einer, ebenfalls im Jahr 2018, optionierten Fläche nahe der Hafenstadt Geraldton, zu errichten.

Abb5: Standort der Verarbeitung für Konzentrat, Quelle: Australian Vanadium

Am Projektstandort würde neben dem Abbau lediglich eine Konzentratoranlage errichtet und das Material die rd. 800 km zum Verarbeitungsstandort verbracht werden. Trotz der Entfernung zum Projektstandort hat diese Entscheidung bedeutende Vorteile:

  • Am Projektstandort würden wesentlich geringere Energie- und Wasserkosten anfallen.
  • Die Studie zum Verarbeitungsstandort hat gezeigt, dass durch die Nähe zur Dampier-Bunbury Gas-Pipeline und den wesentlich günstigeren örtlichen Gaspreisen hohe Kostenvorteile bei Produktion entstünden.
  • Der Standort bietet neben den Vorteilen bei Gas auch enorme Infrastrukturvorteile bei Wasser, Straßen- und Schienennetz, sowie bei der Mitarbeitersuche. Nicht zu unterschätzen ist die Nähe zum Hafen für den Verkauf des Nebenprodukts Eisen, der einen wesentlichen Beitrag zu den Unternehmenserlösen beitragen kann.

Im Konzept würde die Verarbeitungsanlage folgendes Bild haben:

Abb6: 3-D Modell der konzipierten Verarbeitungsanlage, Quelle: Australian Vanadium

Aktuell werden noch alle Optionen zum Standort überprüft bevor eine endgültige Entscheidung getroffen werden kann.

Nächste Schritte

Auch wenn sich das Projekt in einem bereits sehr weit fortgeschrittenen Stadium befindet, so stehen noch wesentliche Aufgaben an, die vor dem Produktionsstart zu erledigen sind.

Auf Explorationsseite ist im November 2019 ein Folgebohrprogramm mit 13 Bohrungen über 1.334 Meter abgeschlossen worden, das zum Ziel hat, nicht nur die Ressource zu vergrößern, sondern auch weitere Teile als Reserven auszuweisen. Ergebnisse werden noch vor dem Jahresende erwartet.

In einem Pilottest läuft aktuell die Verarbeitung von 30 Tonnen Material zur technischen Vorbereitung für die große Verarbeitungsanlage. Wenn die Ergebnisse eingelangt sein werden, starten die Designstudien für die große Anlage. Wobei auch hier dies als Vorbereitungsarbeiten für die definitive Wirtschaftlichkeitsstudie zu sehen ist.

Bei Tests wurden für das Endprodukt Vanadiumpentoxid Reinheitsgrade von 99,4% erzielt, was künftig bei Produktion Standard sein wird. Dennoch laufen weitere Tests, um die Konzentration beim Nebenprodukt Eisen zu erhöhen. Man möchte das verkaufbare Eisenkonzentrat von 54% auf 66% Gehalt erhöhen, um die Aufpreise am Markt für hohe Eisenkonzentrate zu erhalten, die bei Überschreiten des Standards von 64% bezahlt werden.

Alle Einzelstudien, die integrierter Bestandteil der definitiven Wirtschaftlichkeitsstudie sind, müssen noch zügig abgearbeitet werden, wobei das Management davon ausgeht, dass wesentliche Einsparungen gegenüber der PFS erzielt werden können. Dadurch würde sich die gesamte Wirtschaftlichkeit des Projektes weiter verbessern.

Die wohl wichtigsten Punkte stellen die Finanzierung und die Verträge mit potentiellen Abnehmern der Produkte dar. Auch wenn bereits seit geraumer Zeit daran gearbeitet wird, so sind dies noch zu erledigende Themen für die kommenden Monate. Einen wichtigen Schritt bedeutet die bereits im Juni 2018 unterfertigte Absichtserklärung mit der chinesischen Win-Win Developement Group, einem namhaften Stahlproduzenten. Diese Vereinbarung sieht nicht nur eine finanzielle Beteiligung bei der Errichtung der Verarbeitungsstätte von Australian Vanadium vor, sondern auch die Abnahme von Vanadium für eine in Bau befindliche Betriebsstätte der Chinesen. An den Details für eine endgültige Kooperation und Zeitplanung wird noch gearbeitet.

Einen genauen „Fahrplan“ bis zur Produktion stellt das Management mit der nachfolgenden Grafik zur Verfügung.

Abb7: aktueller Verlauf der Vorbereitungen zur Produktion, Quelle: Australian Vanadium

Summiert man alle noch ausstehenden Arbeiten vor dem Produktionsstart, so erkennt man, dass für Australian Vanadium noch extrem arbeitsreiche Monate anstehen, die jedoch den Aktionären einen guten Newsflow bieten.

Unternehmensphilosophie

Australian Vanadium sieht sich nicht nur als reines Bergbauunternehmen, sondern als „Breitbandanbieter“ für alle Varianten der Energiespeicherung auf Basis Vanadium, die der aufstrebende Markt verlangt und wo innovative Lösungen entwickelt werden sollen.

Bereits 2015 startete das Management daher mit der Suche nach geeigneten Technologiepartnern und Vertriebspartnern sowie mit dem Aufbau der internen Unternehmensstruktur.

Im Juni 2016 konnte das Unternehmen mit dem Kauf einer Pilotanlage von der britischen C-Tech Innovation Limited (“C-Tech”) einen wichtigen Erfolg vermelden. Diese Anlage ist die erste ihrer Art in Australien und fähig, Vanadiumelektrolyte über einen elektrochemischen Prozess herzustellen. Sie ist seither aktiv damit beschäftigt Materialtests von verschiedenen Stellen des Areals durchzuführen. C-Tech steht als innovativer Partner auch für die Planung der Verarbeitungsanlage dem Unternehmen zur Verfügung, da sie die Technologie für die Herstellung von Elektrolyten für die Energiespeicher selbst entwickelt haben.

Um verstärkt auch am Vertriebsmarkt tätig sein zu können, wurde die 100%ige Tochter VSUN Energy ins Leben gerufen, die ihrerseits mit Kooperationspartnern Lösungen für den Endverbrauchermarkt erarbeiten soll. Die Gesellschaft hat in den Folgejahren konsequent den Markt bearbeitet und konnte bereits Anlagen auf Farmen und für ein Schulgebäude platzieren, und steht darüber hinaus in Verhandlungen mit kommunalen Organisationen für Projektarbeit und Umsetzung in deren Bedarfsbereichen. Interessante Details zu dem umfangreichen Aufgabengebieten von VSUN können direkt auf deren Homepage abgerufen werden. VSUN ist somit hausinterner Technologie- und Vertriebsapparat von Australian Vanadium und ein wichtiges Bindeglied zum Markt.

Dieses Netzwerk wurde im Mai 2017 mit Absichtserklärungen erweitert. Mit GENiUX Pty Ltd, einem starken Partner bei Implementierung von nachhaltiger und grüner Energie bei kommunalen und industriellen Projekten, sowie mit EPC Technologies, einer Gesellschaft, die mit vielen Produkten das Ziel verfolgt, Optimierung und Kostenreduktion beim Stromverbrauch zu erreichen, wurden zukunftsweisende Partner gewonnen.

Weitere Projekte des Unternehmens

Auch wenn die Hauptliegenschaft eindeutig den Vorzug genießt, so besitzt das Unternehmen noch 3 weitere Projekte, die jedoch nicht vorrangig aber dennoch bearbeitet werden.

Coates

Wie das Hauptprojekt ein Vanadiumprojekt in Westaustralien, nahe der Stadt Perth

Abb8: Lage des Projekts Coates, Quelle: Australian Vanadium

Das Projekt wurde nach seiner Entdeckung in den 60er Jahren in den 70ern exploriert und soll, historisch gemessen, Vorkommen von zumindest 39 Mio. Tonnen zu durchschnittlich 0,51% V2O5 besitzen. Metallurgische Tests aus dem Jahr 1975 bescheinigen gute mögliche Gewinnungsraten. Aktuell ist dieses Projekt jedoch als Vorhalteprojekt für spätere Entwicklung zu sehen.

Nowthanna Hill

Das Projekt liegt 47 km südlich der Stadt Meekatharra und in der Nähe des Flagschiff-Projektes von Australian Vanadium.

Abb9: Lage der Konzessionsflächen von Nowthanna Hill, Quelle: Australian Vanadium

Die das Areal dominierenden geologischen Verhältnisse zeigen uranhaltige Dome sowie mit Vanadium angereicherte Verwitterungsformationen. In den 90er Jahren hat Acclaim Uranium NL das Areal auf Uran exploriert und eine historische Ressource erarbeitet, die im Jahr 2012 von Yellow Rock Resources mit 3,059,000t zu 0.437 kg/t U3O8 bestätigt wurde.

Im Mai 2019 konnte zwar eine Erstressource zu Uran und Vanadium erstellt werden, da die beiden Rohstoffe gemeinsam vorkommen, jedoch strebt das Unternehmen entweder einen Verkauf des Projektes oder ein Joint-Venture-Verhältnis an.

Blesberg

Das Lithium und Tantal führende Projekt liegt in Südafrika, in der Nordkap-Provinz, rd. 80 km von Springbok entfernt.

Abb10: Lage des Projekts Blesberg, Quelle: Australian Vanadium

Das Projekt liegt am westlichen Ende des ‚Nordcup‘-Pegmatitgürtels. Die Region ist bekannt für seine hochgradigen Lithiumgehalte im Boden sowie für Feldspatvorkommen, auch wenn das Projekt bereits 1929 auf Wismuth exploriert wurde. Den Nachweis von guten Lithiumgehalten brachte eine Probeanalyse von 150 Tonnen, die neben Feldspat auch Lithium mit sehr guten 1,74% dokumentierte. Australian Vanadium hat zwar im Jahr 2017 bereits 41 Bohrlöcher niedergebracht, die die Existenz und Ausdehnung der Pegmatite bestätigt hatten, befindet sich aber nach wie vor in Verhandlungen mit den Verkäufern über eine Neuordnung der getroffenen Vereinbarung. Ist diese erfolgreich abgeschlossen, strebt das Management die Erstellung einer Erstressource an.

Das Management

Vincent Algar, Managing Director

Ein promovierter Geologe mit über 25 Jahren Erfahrung im Bergbau, gesammelt in Australien und Afrika. Seine Stärken liegen im Management von börsengelisteten Unternehmen inkl. Akquisition von Projekte, Exploration und administrativem Management.

Daniel Harris, Technical Director

Mr. Harris besitzt umfangreiche Erfahrungen in der Vanadiumindustrie und im Ressourcenbereich, sowohl auf technischer wie auch auf finanzieller Basis. Die beeindruckende Karriere als CEO bei Atlas Iron, CEO und COO bei Atlantic, Vizepräsident der Vanadiumassets der Evraz Group und viele bedeutende Funktionen mehr zeigen seine Kompetenz.

Leslie Ingraham, Executive Director

Seit über 26 Jahren aktiv als erfolgreicher Berater für Privatunternehmen und börsengelisteten Gesellschaften in Australien bei Prospecting und Exploration in Australien, Kapitalbeschaffung und Netzwerkaufbau zu hochrangigen Investoren weltweit.

Fazit

Die Entwicklung von Australian Vanadium zeigt die Handschrift eines erfahrenen und umsichtigen Managements, das die vielfältigen Aufgaben in den einzelnen Entwicklungsstufen jederzeit im Griff hat. Daher ist auch zu erwarten, dass die finalen Schritte bis zur Produktion und danach ebenso erfolgreich gemeistert werden.

Das Projekt, das durch seine enorme Qualität zu den weltbesten Vanadiumprojekten zählt, sollte dem Unternehmen eine gesicherte wirtschaftliche Zukunft bieten. Die definitive Wirtschaftlichkeitsstudie wird dies sicherlich dokumentieren und erneut zur Risikominimierung für das Unternehmen und die Anleger beitragen.

Für den normalen weiteren Verlauf der Arbeiten dürfte die aktuelle Kapitaldecke von rd. 8 Mio. AUD ausreichend sein, die hohen Kosten der definitiven Wirtschaftlichkeitsstudie werden aber noch eine weitere Kapitalaufnahme nötig machen. Aus Anlegersicht ist die hohe Anzahl an ausgegebenen Aktien zu beachten, die bei weiteren Kapitalmaßnahmen Erhöhungen und damit eine Verwässerung des Aktienkapitals voraussieht. Australian Vanadium hat sich trotzdessen eine international positive Reputation und Resonanz dank seiner Arbeits- und Projektqualität durchaus verdient.

Zusammengefasst kann Australian Vanadium als ein mehr als aussichtsreicher kommender Vanadiumproduzent mit wertvollen Nebenprodukten angesehen werden, der durch seine Firmenphilosophie über die Grenzen des reinen Bergbaus auch im Bereich Marktaufbau für Energiespeicher auf Vanadiumtechnologie durchaus zusätzliche Erfolgschancen besitzt. Risikotolerante Anleger finden daher auf aktuellem Preisniveau hervorragende Einstiegschancen bei einem aussichtsreichen Kandidaten im Trendmetallmarkt Vanadium vor.