Analysten sehen in Perus Bergbau einen dauerhaften Wachstumstreiber
Der Metallexplorer Aftermath Silver CA00831V2057 A2DMFN sucht im Süden Perus nach Kupfer, Silber und Mangan. Die Suche verläuft bislang erfolgreich: Auf dem Projekt Berenguela in der Provinz Puno läuft bereits eine Vorstudie, deren Veröffentlichung für Anfang 2027 geplant ist.
Die Geologen des Explorers konnten im Laufe des Jahres mehrfach vielversprechende Bohrergebnisse vorlegen. Im März etwa erbrachte eine Bohrung ab 26,5 Metern Tiefe einen 48,5 Meter langen Abschnitt mit 438 Gramm Silber pro Tonne, 2,22 % Kupfer und 24,9% Mangan. Im Mai meldete das Unternehmen einen weiteren hochgradigen Abschnitt ab der Oberfläche. Darin enthalten: 184 Gramm Silber pro Tonne, 1,39 % Kupfer und 19,1 % Mangan. Im Juni folgten weitere, hochgradige Bohrungen.
Berenguela-Projekt: Hochgradige Bohrungen nahe der Oberfläche
CEO Ralph Rushton sieht das Potenzial der "vielfältigen Wertschöpfungsquellen von Berenguela" durch die Bohrungen bestätigt. Dieses Potenzial lässt sich dem gesamten Sektor im Land bescheinigen: Der Aufschwung in Perus Bergbau hält an. Die politische Ausgangslage gilt unter Investoren als gut. Trotz zahlreicher Präsidentenwechsel und politischer Instabilität verzeichnete das Land in den letzten fünf Jahren ein solides durchschnittliches Wachstum.
Mit der jüngsten Wahl von Keiko Fujimori zur Präsidentin sehen Marktteilnehmer nun ein noch positiveres Geschäftsumfeld. Die Hoffnung wächst, dass das Land seine wirtschaftliche Leistung in den kommenden Jahren deutlich steigern kann.
Die Ratingagentur Moody´s bestätigte im Oktober das Investment-Grade-Rating bei Baa1 samt stabilem Ausblick. Die Analysten erwarten demnach, "dass die Verbesserung der politischen Stabilität eine effektivere Politikgestaltung unterstützen und das Risiko von Regierungsunterbrechungen verringern wird – mit positiven Auswirkungen auf Investitionen und Wachstum durch größere politische Vorhersehbarkeit."
Das von der Ratingagentur für Peru durchschnittlich erwartete Wachstum liegt zwischen 2028 und 2031 bei 3,5 %, getragen von Investitionen in Bergbau und Infrastruktur.
Moody´s bestätigt Rating: Analysten für Peru optimistisch
Auch andere Analysten sehen den Bergbau im Land optimistisch. Augusto Ruiloba, Partner der internationalen Anwaltskanzlei A&O Shearman, verwies in einem Interview auf Besonderheiten des Landes. In Perus Bergbau gebe es immer noch viele Eigentümer und eine relativ diversifizierte Eigentümerstruktur, die weniger stark von einzelnen Rohstoffriesen abhängig sei. "Peru hat eine größere Zahl kleinerer Akteure. Das kann Chancen schaffen, dass Vermögenswerte den Besitzer wechseln oder dass Unternehmen, die wachsen und in ein Land investieren wollen, das seit einiger Zeit unterinvestiert ist, größere Investitionen tätigen."
Erik Strevel, Lateinamerika-Manager von Loadscan (einem neuseeländischen Unternehmen für Ladungsscan-Technologie), sieht "Veränderungen im politischen und wirtschaftlichen Umfeld, die zur Sicherheit langfristiger Investitionen ausländischer Bergbauunternehmen beitragen können."
Die Ambitionen im Bergbau wurden zuletzt sehr konkret. Der Präsident des Ministerrats, Luis Galarreta, erklärte in einer Präsentation vor der Abgeordnetenkammer, wie das Ziel, im Jahr 2026 insgesamt 240 Projekte für Exploration, Abbau und Aufbereitungskonzessionen zu genehmigen, erreicht werden soll. Er nannte die Reduzierung von Verzögerungen, die Beseitigung von Doppelarbeit bei den Formalitäten und eine schnellere Entscheidungsfindung Hauptziele bei der Beschleunigung von Projekten.
Regierung Fujimori will bis 2031 das halbe Bergbauportfolio regulatorisch umsetzen
Galarreta zufolge will die Regierung Fujimori bis 2031 die Umsetzung von Bergbauprojekten im Wert von 33 Mrd. USD realisieren. Das entspräche fast der Hälfte des gesamten peruanischen Projektportfolios von 64 Mrd. USD. Insgesamt umfasst das Portfolio 66 Projekte in19 Regionen.
Rund 70 % der geplanten Investitionen entfallen auf Kupfer. Das Land will die jährliche Produktion des Metalls innerhalb von 5-7 Jahren um eine Million Tonnen steigern. Dazu müssen Investitionen über Projekte hinausgehen, die auf die Aufrechterhaltung des Betriebs oder die Verlängerung der Minenlebensdauer ausgerichtet sind.
Aftermath Silver CEO Ralph Rushton sieht sein Unternehmen bei der wichtigen Vorstudie im Zeit- und Kostenrahmen. Doch die Studie ist nur ein Meilenstein, das Potenzial könnte weit über die bisherige Mineralressourcenschätzung aus November 2025 hinausgehen. "Wir führen derzeit Folgebohrungen an den zuvor festgestellten hochgradigen Kupfervorkommen in der östlichen Zone durch und erwarten, in Kürze mit den Bohrungen am vielversprechenden Zielgebiet South-West Skarn Intrusive beginnen zu können", erläutert Rushton die nächsten Explorationsziele.
Eine oberflächennahe, hochgradige Lagerstätte mit anstehender Vorstudie und Erweiterungspotenzial im zunehmend bergbaufreundlichen Peru: Die Perspektiven für Aftermath scheinen günstig. Der Aktienkurs spiegelt dies nicht wider: Seit dem Bruch des langfristigen Aufwärtstrends im März hat die Aktie um etwa 50 % korrigiert.