USA im Visier: Perus Bergbau nach wirtschaftsliberalem Wahlsieg vor Wandel
Der Metallexplorer Aftermath Silver CA00831V2057 A2DMFN richtet sich ebenfalls strategisch in Richtung des US-Marktes aus. Im Juni wurde ein Beratungsvertrag zwischen der neu gegründeten US-Tochtergesellschaft des Unternehmens, US Critical Minerals Corp (USCMC) und der Beratungsgesellschaft Global Frontier Advisors (GFA) abgeschlossen, die aus ehemaligen hochrangigen US-Militäroffizieren, Diplomaten und internationalen Wirtschaftsführern besteht.
Aftermath Silver mit Draht nach Washington
Die strategische Positionierung zielt auf das Aftermath-Projekt Berenguela in Peru ab. Das Silber-Kupfer-Mangan-Projekt ist laut dem Explorer eine potenzielle "Zukunftsquelle für Silber, Kupfer und Mangan der US-amerikanischen Lieferketten".
Geprüft werden Partnerschaften, Abnahmevereinbarungen und Finanzierungsstrukturen, um Berenguela im Einklang mit den Zielen der US-Regierung zur Sicherung kritischer Metallrohstoffe aus der westlichen Hemisphäre für US-amerikanische Raffineriekapazitäten weiterzuentwickeln. Aftermath Silver ist überzeugt, sich damit als strategisch bedeutende Lösung für die US-amerikanischen Lieferketten von Batterie- und Verteidigungsmaterialien in Stellung zu bringen.
Die jüngsten Entwicklungen in der Andenrepublik bestätigen den eingeschlagenen Kurs. Keiko Fujimori von der Partei "Fuerza Popular" hat die Stichwahl der peruanischen Präsidentschaftswahl in einem denkbar knappen Rennen gewonnen. Die offizielle Bekanntgabe der Ergebnisse durch die Nationale Wahlkommission (Jurado Nacional de Elecciones) ist für die kommenden Wochen vorgesehen.
Keiko Fujimori: Perus neue Präsidentin für US-Investitionen
Keiko ist die Tochter des ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori, der das Land von 1990 bis 2000 regierte. Einer ihrer Schwerpunkte im Wahlkampf war die entschiedene Verteidigung des marktwirtschaftlichen Wirtschaftsmodells Perus, das während der Amtszeit ihres Vaters eingeführt und danach durch ihre Widersacher infrage gestellt wurde.
Was bedeutet der Sieg Fujimoris für den Bergbau des Landes, der nicht zuletzt zu den größten Kupferproduzenten der Welt gehört? Der Ausgang der Wahl lässt zunächst eine verstärkte Annäherung an die USA erwarten. "Fujimori ist zweifellos der Wunschkandidat der USA", sagt Jason Marczak, Direktor des Adrienne Arsht Latin America Center des Atlantic Council.
Marczak rechnet mit einem wirtschaftsfreundlichen Kurs und beschleunigtem Wirtschaftswachstum. "Die Preise für kritische Mineralien steigen, und Peru ist ein mineralienreiches Land mit großen Kupfer-, Silber- und Molybdänreserven. Peru ist zudem geostrategisch günstig gelegen, mit einer langen Küstenlinie und Häfen, die den Zugang zu den Märkten der Nachbarländer ermöglichen." Fujimori könnte also mit der Trump-Regierung kooperieren, um die strategischen Investitionen anzuziehen, die die Vereinigten Staaten in Lateinamerika anstreben.
Aftermath Silver arbeitet mit dem Beratungsvertrag auf mehr Sichtbarkeit in Washington hin. Executive Chairman Michael Williams sagt: "In Zusammenarbeit mit GFA sind wir zuversichtlich, dass unser Berenguela-Projekt die richtigen Entscheidungsträger in Washington erreichen und als strategisch wichtiges internationales Asset anerkannt wird."
GFA-Berater Generalleutnant a.D. David Bellon sieht dieses Potenzial als gegeben an: "Die strategische Bedeutung dieses Projekts liegt auf der Hand, doch die wirtschaftliche ist ebenso überzeugend. Eine in den USA ansässige Anlage zur Verarbeitung kritischer Metalle schafft qualifizierte Arbeitsplätze und stärkt die heimische Verarbeitung für Branchen, die heute einen Großteil der benötigten kritischen Mineralien importieren müssten."
Aftermath will eigenen Angaben zufolge auch Fördermöglichkeiten auf Bundes- und Landesebene identifizieren, deren Voraussetzungen Berenguela potenziell erfüllt. Dies schließt Programme im Rahmen des Defense Production Acts und des US-Energieministeriums, der Export-Import-Bank der Vereinigten Staaten und der US International Development Finance Corporation ein.
Eine Annäherung der peruanischen Politik an die US-Regierung kann schnell in neuen Rohstoffvereinbarungen münden. Für ein solches Szenario ist Aftermath Silver durch den strategischen Schritt nun top positioniert. Konkrete Vereinbarungen mit US-Akteuren können daher auch dem Aktienkurs des Unternehmens, der sich trotz guter Explorationsfortschritte seit Januar fast halbiert hat, neuen Schwung verleihen.