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TMX greift nach Australiens Rohstoff-Nische

TMX greift nach Australiens Rohstoff-Nische picture alliance / empics / Tijana Martin

Die TMX will den australischen Markt für Rohstoffwerte aus der Nische holen. Der Betreiber der Toronto Stock Exchange hat für 300 Millionen US-Dollar die australischen und kanadischen Einheiten von der Chicago Board Options Exchange (CBOE) übernommen, der weltweit größten Optionsbörse für Handel mit Optionen, Futures, Aktien und digitalen Assets in Nordamerika, Europa und Asien. CBO betrieb in Australien und Kanada jeweils eine eigene Börse – also konkret lizenzierte Handelsplattformen mit Technik, Zulassungen, Kundenstamm und Marktinfrastruktur. TMX hat diese beiden Börsen gekauft und damit seinen Footprint von Kanada auf Australien ausgeweitet. Man sieht darin Marktpotenzial bei Unternehmen, die für ein Börsenlisting an der australischen Wertpapierbörse ASX oft noch zu klein sind. Gerade der Bergbau soll ein zentraler Hebel für den Ausbau des Geschäfts werden, wie TMX-Chef John McKenzie der Financial Times sagte.

Australiens Rohstoffsektor ist groß, doch ein eigenständiges Segment für Nebenwerte – vergleichbar dem Londoner AIM-Markt – fehlt bislang. McKenzie verweist darauf, dass kleinere Gesellschaften aus den Bereichen Metalle, kritische Rohstoffe und Seltene Erden an den Anforderungen der ASX scheitern oder erst spät Zugang zu Kapital bekommen.

QMines: Vom Explorer zum Entwickler mit staatlicher Rückendeckung

QMines AU0000141533 A2QSAM ist bereits an der ASX unter dem Kürzel QML notiert und entwickelt mit Mount Chalmers in Queensland eine ehemalige Kupfer-Gold-Mine nordöstlich von Rockhampton. Das Unternehmen steht damit in jener Schnittmenge aus australischer Projektentwicklung im Junior-Bereich und Kapitalbedarf, die TMX in den Vordergrund rückt.

Das Projekt hat zuletzt an Fahrt gewonnen: Der staatliche QIC Critical Minerals and Battery Technology Fund stellte 15 Millionen AUD bereit, um die endgültige Machbarkeitsstudie, technische Detailplanung und Bauvorbereitung zu beschleunigen. QMines ist damit kein reiner Explorer mehr, sondern ein Entwickler mit konkretem Finanzierungspfad.

Die Vormachbarkeitsstudie weist einen Nettobarwert von 373 Millionen AUD aus – das Entscheidende dabei: Der interne Zinsfuß von 54 % deutet auf eine vergleichsweise kurze Amortisationszeit hin, was das Projekt für Kapitalgeber attraktiv macht und den Sprung vom reinen Rohstoffvorkommen zur möglichen Minenentwicklung greifbarer macht.

Aftermath Silver: Silber, Kupfer, Mangan – ein Projekt für die Energiewende

Aftermath Silver CA00831V2057 A2DMFN ist an der TSX Venture Exchange notiert und zusätzlich am OTCQX-Markt präsent. Genau diese Börsenstruktur hebt TMX hervor, wenn es um kleinere Rohstofffirmen geht, die unterhalb der großen Hauptsegmente Kapital aufnehmen wollen.

Das Flaggschiff-Projekt Berenguela in Peru ist mehr als eine klassische Silber-Story: Es kombiniert Silber, Kupfer und Mangan – drei Metalle, die alle als kritisch für Batterielieferketten und die Energiewende gelten.

Anfang 2026 übernahm Aftermath Berenguela vollständig, startete eine Vormachbarkeitsstudie und beauftragte den australischen Bergbaudienstleister DRA Global mit deren Leitung. Im März folgten Bohrergebnisse mit hochgradigen Silber- und Kupferabschnitten. Das Unternehmen hat die reine Explorationsphase damit hinter sich gelassen und ist in eine technische Entwicklungsphase eingetreten – ein Muster, das TMX für sein australisches Modell als Blaupause sieht.

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Expertise bei Junior-Mining Finanzierungen

McKenzie bezifferte das bisherige Engagement: TMX hat 1.110 Bergbaufirmen bei Kapitalaufnahmen von zusammen einer Billion CAD begleitet, darunter 27 Gesellschaften mit Zweitnotierung in Kanada und Australien. Das eigentliche Argument ist damit nicht die Infrastruktur, sondern die Expertise mit kleineren Bergbauwerten – einem Segment, das in Australien bislang nur ein begrenztes Börsenfenster hatte.

QMines und Aftermath Silver machen diese Strategie anschaulich: Das eine Unternehmen steht für australische Projekte, die mit institutionellem Kapital Richtung Produktionsentscheidung rücken. Das andere illustriert das kanadische Junior-Börsenmodell mit einem Projekt, das Silber mit Kupfer und Mangan verbindet. Ob daraus tatsächlich ein neuer Listing-Boom entsteht, bleibt offen. Klarer geworden ist aber, welche Art von Gesellschaften TMX in Australien anziehen will – und dass die Marktlücke, auf die sie zielen, real ist.