Lateinamerikas Triangle- Chile, Bolivien, Argentinien – ist weltweit die Region mit den geringsten Kosten in Bezug auf der Förderung von Lithium. Zudem befinden sich dort zweidrittel der globalen Lithium Vorkommen. Kein Wunder also, dass viele Unternehmen, die mittlerweile fast schon verzweifelt Möglichkeiten suchen, um an das begehrte Metall zu gelangen, ein Auge auf die Region geworfen haben. Allerdings gibt es immer noch hohe politische Hürden, welche enorme Investitionen von ausländischen Unternehmen erfordern.

China will Fuß fassen

Auch China als weltweit größter Lithium Investor hat Probleme, Fuß in Bolivien, Chile oder Argentinien zu fassen. Dennoch gehen Experten davon aus, dass vor allem Südkorea und Japan diese Region penetrieren werden. Entscheidend für den Erfolg wird sein, welches Land am besten mit den politischen Gegebenheiten umgehen kann. Firmen wie Panasonic (Japan) und Samsung (Südkorea), die alle an langfristigen Verträgen interessiert sind, kämpfen weiter um Anteile.

Südkoreanische und japanische Unternehmen waren lange Zeit stark von Lithium aus Lateinamerika abhängig und haben langjährige Beziehungen mit dortigen Herstellern. So hat auch der japanische Autohersteller Toyota in ein Lithium Projekt in Argentinien investiert. Nun beginnen diese Beziehungen aufgrund Chinas neuer Strategie allerdings zu wackeln.

Park Jin-soo, Chief Exectuvie von LG Chem, äußerte sich kürzlich: „Wir bemühen uns mit Lithium Unternehmen in Südamerika zu kooperieren und planen bereits für die nächsten Jahre.“

Im Februar war eine Delegation von 12 japanischen Unternehmen in Argentinien, dem Land mit dem größten Lithium Vorkommen, um dort Gespräche zu führen. China hat vor allem in anderen Regionen wie Australien, Kanada und Afrika Lithium Verträge abgeschlossen.

In Lateinamerika tut sich das Land der Mitte noch schwer. So verhinderte die chilenische Regierung bis jetzt einen Vertrag des chinesischen Lithium Giganten Tianqi. Das Unternehmen plant 32% der chilenischen SQM zu erwerben. SQM gilt als der kostengünstigste Hersteller von Lithium. Noch finden Gespräche statt, die eine Übernahme von Tianqi aber ermöglichen könnten.

Für Südkorea und Japan wäre die Übernahme fatal. Sie haben langjährige Beziehungen mit SQM aufgebaut, die dann in Gefahr geraten würden. Samsung plant bereits den Bau einer Batterie Produktion in Chile. Trotz der Tatsache, dass dies eventuell teurer als im eigenen Land sein wird. Es geht den Unternehmen einzig und allein darum, das Lithium Angebot zu sichern.

Der Kampf um Lithium geht uneingeschränkt weiter und wird sich über Jahre fortsetzen. Profiteure dürften vor allem Minenunternehmen in Lateinamerika sein.