Lithium ist in aller Munde und wird als eines der heißtesten und vielversprechendsten Metalle der nächste Jahre gehandelt.
Nun hat der Lithium Experte Joe Lowry von Global Lithium LLC – in der Branche auch einfach nur „Mister Lithium“ genannt – kürzlich der Investment Bank Nomura eines seiner vielbeachteten Interviews gegeben.

Untersuchungen von Lowry ergaben, dass die Lithium Lager sich weltweit verringern, vor allem in China, Südkorea und Japan. Dies sollte zur Folge haben, dass der Lithiumpreis kurzfristig nicht sinken dürfte oder zumindest auf hohem Niveau einen Boden findet. Auch im Fall eines möglichen Überangebots des Metalls, würden Lithium Konsumenten sofort ihre Lager wieder aufbauen als sich beim Kauf zurückzuhalten, so Lwory.

Obwohl die aktuell geringen Lagerbestände positiv für den Lithiumpreis zu sehen sind, ist dennoch der nachgelagerte Inventar Markt wie zum Beispiel der für Batterien oder Lithium Ionen Kathoden weniger eindeutig.

Die verschärften Umweltgesetze in China haben kürzlich zudem zu einem Rückgang der Produktion bei zwei Lithium Umwandlern geführt. Dies ist das erste Mal, dass Umweltgesetze das Angebot beeinflusst haben. Bislang sei der negative Effekt allerdings gering, aber dennoch sei dies ein neues Risiko für das Lithium Angebot.

Außerdem glaubt Lowry, dass technische Schwierigkeiten bei der Lithium Förderung, den Aufbau neuer Kapazitäten verzögern könnten. Daher dürfte es bis 2023 zu einer engen Balance zwischen Nachfrage und Angebot kommen. Neue Projekte würden im Vergleich zur großen Nachfrage zu gering mit Kapital ausgestattet werden.

Es dauert fünf bis sieben Jahre, bis in einem neuen Sole-Gebiet produziert werden kann. Bei neuen Gestein Projekten sind es bis zu 4 Jahre.

Autohersteller würden aktuell mit großem Interesse nach Unternehmen suchen, die ihnen Lithium liefern können und schließen dementsprechend längerfristige Verträge. Lowry glaubt, dass Lithium Unternehmen, die gleichzeitig das Metall fördern und verarbeiten können, einen gewissen Vorteil gegenüber Unternehmen haben, die ein integriertes Lithium Angebot nicht anbieten.

Lowry ist im Vergleich zu früher noch zuversichtlicher und glaubt, dass er mit seiner Prognose, dass bis 2025 70 KT an Lithium benötigt werden, zu konservativ sein könnte.