Die Nutzung von Kohle als Energiequelle geht in Europa weiter zurück. Laut einer britischen Studie gewinnen sauberere Energiequellen, wie Erdgas und erneuerbare Energien immer mehr an Bedeutung. Mit unter 25 Prozent ist England bei der Abhängigkeit von Kohle für die Energieversorgung Vorreiter dieses „Clean-Energy“-Trends in Europa.

Kohle hält derzeit in der EU insgesamt nur noch 25 Prozent des Energiemixes. Tendenz weiter fallend. Nur bei einigen osteuropäischen Ländern dominiert auch heute noch die Kohle bei der Energiegeversorgung. Polen ist mit 80 Prozent Spitzenreiter und auch in der Tschechischen Republik trägt Kohle noch rund 50 Prozent zur Energieversorgung des Landes bei.

Der politische Wille, die Erderwärmung zu stoppen und Emissionen zu reduzieren, ist mittlerweile nicht mehr nur ein Projekt europäischer Regierungen, sondern zum weltumspannendes Comitment für nachhaltige Energieversorgung geworden. Sogar China, das immer noch der Spitzenverbraucher von Kohle ist, sieht sich gezwungen umzudenken. Die Luftverschmutzung in den großen Städten und Ballungszentren haben inzwischen Ausmaße angenommen, die die Lebensqualität der Menschen in Mitleidenschaft ziehen.

Die Zahlen zur Erderwärmung sind deutlich: Soll die Erderwärmung zwei Grad Celsius mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent nicht überschreiten, dürfen weltweit nicht mehr als 890 Gigatonnen Kohlendioxid ausgestoßen werden. Nimmt man den Anteil Deutschlands an der Weltbevölkerung zur Grundlage, dürfen zehn Milliarden Tonnen des Treibhausgases nicht überschritten werden. Nach einer neuen Studie des WWF wäre dieses Budget im Jahr 2028 aufgebraucht. Spätestens dann müssten eigentlich alle dann noch im Betrieb stehenden fossilen Kraftwerke abgeschaltet werden.

Eine Aussicht, die nicht gerade stimulierend auf den schon seit längerem unter Druck stehenden Kohlepreis wirkt.