Eines der Probleme, denen sich potenzielle Goldanleger gegenüber sehen, die von einem langfristigen Anstieg des Goldpreises überzeugt sind, ist zu entscheiden, wann sie nun wirklich Gold, Goldaktien oder Anlageprodukte auf Gold kaufen sollten. Der renommierte New Yorker Goldanalyst Jeff Nichols glaubt, dass dieser Zeitpunkt genau jetzt gekommen sein könnte.

Nichols empfiehlt, einen Teil des Investmentportfolios – vielleicht 5 bis 10% – in physisches Gold zu investieren, was seiner Ansicht nach gleich mehrere Vorteile bietet: Wertsteigerung, Diversifizierung, eine sinkende Volatilität, Risikominderung und Schutz gegen Inflation, um nur einige zu nennen. Obwohl Nichols sich nicht als absoluten Fan von Gold („gold bug“) sieht, ist der Experte nämlich langfristig „super bullish“ für das gelbe Metall eingestellt.

Seine positiven Erwartungen für Gold beruhen dabei vor allem auf der wachsenden Mittelklasse Chinas und Indiens, die seiner Ansicht nach auch über immer weiter steigende Einkommen verfügen wird. Zumal jüngste Untersuchungen darauf hindeuten, dass China und Indien zusammen bereits jetzt quasi das gesamte neu produzierte Gold aufnehmen.

Kurzfristig dürfte es unter anderem auf Grund geopolitscher Faktoren nach Ansicht von Nichols zwar zu Schwankungen im Goldpreis kommen, er glaubt aber, dass die grundlegenden Entwicklungen der Grund sein werden, dass Gold langfristig steigen wird. Er führt den stetig steigenden Verbrauch in den Ländern Asiens und des Nahen Ostens an bei einer gleichzeitig auch in den kommenden Jahren kaum steigenden Goldproduktion.

Die schwache Performance des Goldpreises in den letzten zwei, drei Jahren führt der Experte vor allem auf die Meinung vieler Anleger zurück, dass kurzfristig in den breiten Aktienmärkten höhere Gewinne zu erzielen seien. Das aber dürfte sich ändern, glaubt der Experte. Das Gefühl unter den Marktteilnehmern nehme zu, dass die Aktienmärkte erst einmal an ihrem Hoch angekommen sind oder zumindest kurz davor stehen. Insbesondere die US-amerikanischen Aktienmärkte seien schneller gestiegen, als es durch den Anstieg der Unternehmensgewinne gerechtfertigt sei und die US-Wirtschaft als Ganzes habe sich auch nicht so positiv entwickelt, wie von der Regierung vorausgesagt. Und in der Eurozone sei noch immer kein wirkliches Wirtschaftswachstum zu erkennen und die Arbeitslosenquote weiterhin inakzeptabel hoch.

Nichols ist der Ansicht, dass der breite Aktienmarkt vor einem Umschwung der relativen Performance steht. Er glaubt, dass verschiedene Kennzahlen zur Bewertung der Aktienmärkte wie das S&P 500 Kurs-Gewinn-Verhältnis auf oder über einem Niveau liegen, das in der Vergangenheit einer Trendumkehr vorausgegangen sei. Hinzu komme, dass die Mittelabflüsse aus Gold-ETFs scheinbar langsam zum erliegen gekommen seien. Zuletzt seien sogar Zuflüsse zu beobachten gewesen.

Nach Ansicht von Nichols also könnte es gut sein, dass der Aufschwung der Aktienmärkte in naher Zukunft zu Ende gehen und damit wieder verstärkt Kapital in den Goldmarkt fließen könnte.

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