Der Preis von Zink bewegt sich seit Herbst 2011 in einer Seitwärtstendenz. Er schwankt zwischen 1.800 Dollar je Tonne und 2.200 Dollar je Tonne. Seit Jahresbeginn hat er um rund 15 Prozent zugelegt, die Tendenz geht derzeit nach oben. Zwischen Angebot und Nachfrage gibt es dabei kaum einen Unterschied, wie US-Quellen zeigen. 13,5 Millionen Tonnen Zink sind aus den verschiedenen Minen weltweit gefördert worden. Raffiniert wurden letztlich 13 Millionen Tonnen Zink, das ist ein Plus von 3 Prozent. Der Verbrauch lag bei 12,9 Millionen metrischen Tonnen, eine Verbesserung von 5 Prozent.

Niemand kommt an China vorbei

Eine aktuelle Statistik des US Geological Survey (USGS) schlüsselt auf, wie sich die Zinkförderung weltweit verteilt. Einsam an der Spitze steht China. Das asiatische Reich kommt 2013 auf eine Fördermenge von 5 Millionen Tonnen, 2012 waren es 4,9 Millionen Tonnen. Da der Hunger der chinesischen Verbraucher nach Produkten, in denen Zink benötigt wird, z.B. Gefriertruhen, Autos und Laptops, immer weiter steigt, kann das Angebot mit der Nachfrage nicht mithalten. Es hätten fast 120.000 Tonnen mehr aus eigener Produktion kommen können. So hoch war das chinesische Defizit seit acht Jahren nicht mehr.

Australien ist Spitzenreiter bei den Zink-Reserven

Weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz der Förderstatistik liegt Australien mit 1,4 Millionen Tonnen. Ein Jahr zuvor lag die geförderte Menge noch bei 1,51 Millionen Tonnen. Zwar hat man bei den Förderdaten nicht den Platz an der Sonne, bei den Reserven liegt man jedoch an der Spitze. 64 Millionen Tonnen Zink liegen demnach noch im australischen Boden, kein anderes Land kommt an diesen Wert heran. Zum Vergleich: China hat nur 43 Millionen Tonnen Zink in dieser Kategorie.

Drittplatzierter bei der Förderung und auch bei den Reserven ist Peru. Die Förderung von Zink hat in dem südamerikanischen Land eine jahrhundertelange Tradition. 2013 wurden dort fast unverändert 1,29 Millionen Tonnen Zink ans Licht geholt. Die Reserven von 24 Millionen Tonnen machen klar, dass die Zinkförderung in Peru kein Auslaufmodell ist.

Zinkförderung hat in Indien eine lange Tradition

Den vierten Platz in der Förderstatistik belegt Indien mit 800.000 Tonnen Zink (2012: 758.000 Tonnen). Der Subkontinent gehört ebenfalls zu den traditionellen Förderländern, wahrscheinlich wurde der Rohstoff dort erstmals vor 1.000 Jahren abgebaut. Im Erdreich sollen noch Reserven von 11 Millionen Tonnen liegen. Die USA folgen auf Indien mit 760.000 Tonnen (2012: 738.000 Tonnen). In nur vier Bundesstaaten wird dort das Metall in 14 Minen abgebaut. Bei den Reserven geben die Statistiker des USGS für die USA eine Summe von 10 Millionen Tonnen an. Der südliche Nachbar Mexiko folgt in der Abbaustatistik mit 600.000 Tonnen (2012: 630.000 Tonnen). Vor allem in Chihuahua und Zacatecas wird Zink abgebaut.

Kanada folgt mit 550.000 Tonnen (2012: 641.000 Tonnen) auf dem siebten Platz. Auch der achte Platz der Produzentenstatistik wird an ein Land auf dem amerikanischen Kontinent vergeben: Bolivien. Mit fast unveränderten 400.000 Tonnen belegt der Andenstaat einen der hinteren Plätze. Die dortigen Reserven betragen 5,2 Millionen Tonnen. Abgerundet wird die Statistik von Kasachstan mit 370.000 Tonnen (2012: 371.000 Tonnen) und Irland mit 330.000 Tonnen (2012: 338.000 Tonnen). Somit hat es zwar innerhalb der Top 10 kleinere Verschiebungen gegeben, es konnte sich jedoch kein neues Land in den erlauchten Kreis hineindrängen.

Um die künftige Versorgung mit Zink muss man sich keine zu großen Sorgen machen. Die bekannten Zinkreserven liegen bei 250 Millionen Tonnen. Hinzu kommen Ressourcen von 1,9 Milliarden Tonnen.