Wir hatten im Januar dieses Jahres festgestellt, dass man auch weiterhin viel Kupfer benötigen wird. Im letzten Bericht haben wir kurz die deutsche Strompolitik erklärt und auch, dass der Ausstieg aus dem Atomstromprogramm viele Kupferkabel benötigen wird, um in Deutschland die flächendeckende Stromversorgung von Nord nach Süd sicher zustellen.

Viele Analysten schauen natürlich auch immer wieder nach China, denn der Rohstoffhunger wird nicht weniger werden. Erst kürzlich berichtete man, dass die Inflationsrate in China auf dem Rückzug ist. Dies könnte die Preise und die Nachfrage aller Rohstoffe, somit auch für Kupfer, wieder ansteigen lassen.

Wie sieht die mögliche Preisentwicklung aus?

Betrachten wir das untere Chartbild vom 07.01.2013. Dort liefen wir seit ca. Mitte 2011 in ein „bullisches Dreieck“ hinein. In diesem Zeitraum wurde die untere Unterstützungslinie mehrmals getestet, aber auch die erste obere Widerstandslinie hat gehalten. Zuletzt prallte der Kupferpreis am 15.02.2013 an dieser ersten oberen blauen Linie bei einem Preis von 8.275 USD ab.

Vergleichen wir jetzt das obere Chartbild (07.01.2013) mit dem Aktuellen. Das „bullische Dreieck“ wurde nach unten durchbrochen, der Widerstand hat nicht gehalten und der Kupferpreis sackte bis zum 04.03.2013 auf 7401 USD im Tief ab.

Mit dem Abrutschen auf 7.401 USD hat Kupfer die obere Unterstützungslinie der bestehenden Widerstandszone getestet – siehe nachfolgenden Chart. Ab diesem Zeitpunkt ist das rote Metall wieder auf 7.566 USD angestiegen.

Im Augenblick stehen die Ampeln aus charttechnischer Sicht für einen weiteren Preisanstieg auf grün. Allerdings hat sich nun die untere Linie des Dreiecks als Widerstandslinie entwickelt. Der Kupferpreis könnte jetzt bis auf ca. 7.800 USD ansteigen. Dann jedoch wird sich die stärkere Nachfrage bei Kupfer beweisen müssen. Sollte dieser erste Widerstand nach oben durchbrochen werden, wäre auf längere Frist ein Anstieg bis 8.150 USD zu erwarten. Scheitert jedoch Kupfer an dieser Widerstandslinie, dann ist ein Rückfall bis auf die untere Widerstandszone sehr wahrscheinlich. Wir bleiben am Ball und werden den erneuten Anstieg und parallel dazu die Chartentwicklung aufmerksam beobachten.