Marktbeobachter sehen weiter steigende Kurse für eine Reihe von Rohstoffen voraus. Kupfer, Rohöl und Gold stehen bei vielen Investoren derzeit ganz oben auf der Liste. So glaubt Barclays Capital, dass diese Rohstoffe im laufenden Jahr besondere Aufmerksamkeit verdienen. Doch auch die Kurschancen bei anderen Edelmetallen, bei Lithium, Baumwolle und verschiedenen Nahrungsmitteln wie Kaffee oder Zucker werden als gut angesehen.

Der Kupferpreis ist seit Jahren äußerst volatil. Anfang 2004 war das Pfund Kupfer für 1,00 Dollar zu haben. In der Folge stieg der Preis bis auf 4,00 Dollar an. Die Finanzkrise in 2008 ließ den Kurs auf 1,50 Dollar abrutschen. In der Folge schaffte Kupfer einen Wert von 4,50 Dollar, inzwischen wird das Pfund für 3,50 Dollar bis 4,00 Dollar gehandelt.

Vor allem die boomenden Industrien in Indien und China sorgen für eine weiter steigende Nachfrage nach dem rötlichen Metall. Dabei stehen Förderer vor dem Problem, dass seit fast 100 Jahren keine wirklich große neue Mine mehr entdeckt wurde. Das macht die Versorgung für die Zukunft nicht einfacher und kann den Preis beeinflussen.

Auch Rohöl ist derzeit auf einem Höhenflug. Bis zum absoluten Top bei rund 147 Dollar je Barrel, das im Juli 2008 erreicht wurde, hat der schwarze Rohstoff jedoch noch deutlich Luft. Daher ist der entsprechende Widerstand bisher gering. Gleichzeitig wächst die Nachfrage. Treibend sind erneut China und Indien. Beim Öl kommen die wachsenden Spannungen im Mittleren Osten hinzu, die sich ebenfalls auf den Preis auswirken.

Die Nachfrage nach Gold wird vor allem durch Zentralbanken, Fonds und private Investoren getrieben. Man will sich so gegen die Vielzahl der Unsicherheiten absichern. Neben der Schuldenkrise werden Inflationsgefahren und auch Aufstände immer wieder als Treiber für den Goldpreis genannt. Bei der künftigen Entwicklung scheint der Markt eher bullisch ausgerichtet zu sein. Auch wenn der Goldpreis mit 1.917 Dollar im August 2011 einen Höchststand geschafft hat, ist er vom inflationsbereinigten Hoch noch weit entfernt. Dieses liegt bei 2.400 Dollar und wurde im Januar 1980 erreicht. Damals war die Geiselhaft von US-Bürgern im Iran auf ihrem Höhepunkt, zudem waren die sowjetischen Truppen kurz zuvor in Afghanistan einmarschiert. Weitere Treiber des Goldpreises ergaben sich aus den hohen Inflationswerten in den USA.
 

Hinweis: Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die GOLDINVEST Media GmbH und ihre Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Zwischen der GOLDINVEST Media GmbH und den Lesern dieser Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis, da sich unsere Artikel lediglich auf das jeweilige Unternehmen, nicht aber auf die Anlageentscheidung, beziehen. Wir weisen darauf hin, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter der GOLDINVEST Media GmbH Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Wir können nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns empfohlenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen.