Zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren sinkt bei BHP Billiton der Gewinn. Nach den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres meldet der Bergbaugigant einen Gewinn von 9,94 Milliarden Dollar. Das sind 5,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Analysten hatten nicht mit einem so deutlichen Rückgang gerechnet, man war von mehr als 10 Milliarden Dollar ausgegangen. Kritisiert wird von ihnen zudem der Schuldenanstieg von 15,6 Milliarden Dollar auf 21,5 Milliarden Dollar.

Verschiedene Gründe sorgen für das Gewinnminus und lassen auch die Zukunft zunächst etwas gedämpfter erscheinen. Die Wachstumsdynamik in China wird langsamer. Das macht sich bei der Nachfrage bemerkbar. Außerdem sind die Rohstoffpreise in den vergangenen Monaten an der Börse in London um 20 Prozent gefallen. Zudem musste BHP an einigen Förderstätten Produktionsausfälle hinnehmen. All dies drückt auf die Zahlen.

Trotzdem ist der Konzern langfristig optimistisch. So wird das Investitionsprogramm bestätigt. 27 Milliarden Dollar sollen in Wachstumsprojekte investiert werden. Langfristig werden sogar Investitionen von 120 Milliarden Dollar erwartet. Nicht davon profitieren sollen die Nickel- und Aluminiumsparten. Die Diamantensparte könnte sogar verkauft werden. Trotz der schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit sind auch Übernahmen bei BHP weiter ein Thema. Am Geld sollte dies nicht scheitern.

Dennoch erwarten australische Beobachter, dass Analysten Veränderungen an ihren Modellen durchführen werden. Es könnte durchaus sein, dass die Aktie von BHP in den kommenden Tagen von verschiedenen Analystenhäusern abgestuft wird.