US-Kupferproduzent mit wichtigen Fortschritten für Projektentwicklung in Arizona
Gunnison Copper Corp. CA4028801088 A40TP4 hat gleich zwei relevante Meldungen veröffentlicht, die den Fortschritt des Unternehmens im Kupfergürtel Arizonas unterstreichen. Zum einen ist die Luftvermessung im Cochise-Bergbaudistrikt abgeschlossen, zum anderen hat das Unternehmen eine Vereinbarung mit den Royalty-Inhabern Triple Flag und Altius getroffen, die unter bestimmten Bedingungen eine deutliche Entlastung bei laufenden Lizenzgebühren ermöglicht.
Radartechnologie soll neue Bohrziele im Cochise-Distrikt aufdecken
Das Technologieunternehmen Lunasonde Inc. hat die Luftvermessung über Teilen des Gunnison-Konzessionsgebiets in Arizona abgeschlossen. Eingesetzt wurde dabei eine proprietäre Radartechnologie namens Airborne Georadiotomography, kurz aGRT. Diese Methode ermöglicht es, aus der Luft hochauflösende Bilder des Untergrunds zu erzeugen, ohne klassische aufwendige Bohrprogramme vorab durchführen zu müssen. Das Ziel: kupferführende Strukturen im Untergrund identifizieren und daraus konkrete Standorte für künftige Erkundungsbohrungen ableiten.
Die Datenauswertung läuft derzeit. Erste Ergebnisse erwartet Gunnison in Kürze. Das Unternehmen plant, die neuen Daten mit bereits vorhandenen geologischen und geophysikalischen Informationen zusammenzuführen, um die vielversprechendsten Zielgebiete zu priorisieren. Das Programm soll neue Explorationsmöglichkeiten schaffen und die Ressourcenbasis im gesamten Cochise-Distrikt potenziell ausweiten.
Lunasonde ist ein auf Rüstungs- und Erkundungstechnologie spezialisiertes Unternehmen, das mit seinem Radarsystem ursprünglich für den Einsatz von Luft- und Raumfahrtplattformen entwickelt worden ist. Die Kooperation mit Gunnison besteht bereits seit längerem und stellt einen weiteren Meilenstein in der technologiegestützten Distriktexploration dar.
Rückkaufoption soll Lizenzbelastung bei Übernahme reduzieren
Die zweite wichtige Nachricht betrifft die finanzielle Struktur des Unternehmens. Gunnison hat mit den Royalty-Gesellschaften Triple Flag und Altius Royalty Corporation eine Vereinbarung über ein Rückkaufrecht geschlossen. Konkret erhält Gunnison damit das Recht, die bestehende Bruttoumsatz-Lizenzgebühr von Triple Flag von derzeit 3,0 Prozent auf 2,0 Prozent zu reduzieren, die Altius-Lizenzgebühr um 0,5 Prozent zu senken.
Diese Optionen können jedoch nur gemeinsam und ausschließlich im Zusammenhang mit einer qualifizierenden Unternehmensübernahme ausgeübt werden, die bis spätestens 31. März 2028 angekündigt wird. Der Gesamtpreis für die Ausübung aller Optionen beläuft sich auf 65 Millionen US-Dollar. Lizenzgebühren, sogenannte Royalties, schmälern den Erlös eines Bergbauprojekts direkt an der Quelle, weshalb deren Reduzierung erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit eines Projekts haben kann.
Starke Projektbasis, attraktive Bewertungskennzahlen
Gunnison kontrolliert im Cochise-Bergbaudistrikt insgesamt zwölf bekannte Lagerstätten innerhalb eines wirtschaftlich sinnvollen Umkreises von acht Kilometern. Das Flaggschiff-Projekt verfügt über eine gemessene und angezeigte Mineralressource von rund 846 Millionen Tonnen bei einem Kupfergehalt von durchschnittlich 0,33 Prozent. Eine im März 2026 abgeschlossene vorläufige wirtschaftliche Bewertung (PEA) weist für das Gunnison-Projekt einen Kapitalwert nach Steuern von rund 2,0 Milliarden US-Dollar aus, bei einem internen Zinsfuß von 23 Prozent und einer Amortisationsdauer von knapp vier Jahren. Das Projekt soll als konventioneller Tagebau mit Haufenlaugung und einer SX/EW-Anlage zur Herstellung von reinen Kupferkathoden betrieben werden.
Daneben ist die Johnson Camp Mine bereits in Produktion und wird vollständig durch Nuton LLC, ein Gemeinschaftsunternehmen von Rio Tinto, finanziert. Die Anlage verfügt über eine Produktionskapazität von bis zu 25 Millionen Pfund fertiger Kupferkathode pro Jahr.
Kupfer bleibt einer der am stärksten nachgefragten Industrierohstoffe der Dekade. Energiewende, Elektromobilität, Rechenzentren und Rüstungsinvestitionen treiben den Bedarf weltweit. Gleichzeitig mangelt es an neuen, genehmigungsfähigen Projekten in politisch stabilen Regionen. Gunnison adressiert diesen Engpass mit einem vertikal integrierten Ansatz in den USA. Für Anleger, die frühzeitig in einen Kupferproduzenten mit wachsender Ressourcenbasis, bestehender Produktion und einem klaren Entwicklungspfad investieren möchten, bleibt die Aktie daher ein spannender Kandidat.