In Saskatchewan setzen sich die Bohrer in Bewegung: Skyharbour Resources Ltd. (TSX-V: SYH, WKN: A2AJ7J, ISIN: CA8308166096), Uran-Explorer mit Sitz in Vancouver, hat die Winterbohrkampagne auf seinem zu 100 Prozent unternehmenseigenen Flaggschiffprojekt „Moore“ begonnen. Die winterlichen Bedingungen erleichtern die Arbeiten auf dem Areal im kanadischen Athabasca-Becken an regionalen Zielen und der hochgradigen Zone „Maverick“. Mit den Diamantbohrungen über mindestens 2.500 Meter will der Explorer an die Erfolge des Sommer- und Herbstprogramms im vergangenen Jahr anknüpfen.

Im Gegensatz zu anderen Projekten seines Portfolios exploriert Skyharbour „Moore“ in Eigenregie. Das 35.705 Hektar große Areal befindet sich im zur Provinz Saskatchewan gehörenden Teil des Athabasca-Beckens, unweit des Projekts „Wheeler River“ von Denison Mine (Vorbesitzer von „Moore“ und wichtiger Anteilseigner an Skyharbour) und in der Nähe der regionalen Infrastruktur der Cameco-Betriebe „Key Lake“ und „McArthur River“.

Details zur Bohrkampagne

Im Rahmen des Winterbohrprogramms sollen sieben bis neun Diamant-Bohrlöcher eine Gesamtstrecke von mindestens 2.500 Metern abdecken. Das Unternehmen knüpft dabei an die Erfolge des erfolgreichen Sommerbohrprogramms des Vorjahres an den Zielen „Maverick East“ und „Grid 19“ an. Außerdem sollen auf dem insgesamt 4,7 Kilometer langen strukturellen „Maverick“-Korridor, der zu beträchtlichen Teilen noch systematisch mit Bohrungen erprobt werden muss, weitere Ziele untersucht werden. Skyharbour hat dabei speziell das Gebiet „Viper“ im Blick. Längs des Streichens und im Grundgestein erwartet man robustes Entdeckungspotenzial.

Die Geschäftsleitung zeigt sich erwartungsvoll

Der Vorsitzende und Geschäftsführer von Skyharbour Resources, Jordan Trimble betonte, man freue sich darauf, weitere Entdeckungen in Verbindung mit dem hochgradigen „Maverick“-Strukturkorridor zu machen und einige der regionalen Ziele bebohren zu können. Dies werde durch die winterlichen Bedingungen vor Ort erleichtert. Mit dem zu erwartenden Nachrichtenfluss, der sich aus den Bohrungen auf „Moore“ ergeben wird, sowie von den partnerfinanzierten Projekten biete Skyharbours Portfolio starkes Entdeckungspotenzial und sei gut aufgestellt, um von der Erholung des Uranmarktes vor der steigenden Nachfrage und der angespannten Angebotslage zu profitieren.

Einige Partnerunternehmen, wie Azincourt Energy auf „East Preston“ und Valor Resources auf „Hook Lake“ hätten ebenfalls kürzlich Bohrprogramme aufgenommen. Die Gesamtbohrmeterzahl auf Projekten aus dem Skyharbour-Portfolio erhöhe sich dabei auf über 11.000 Meter.

„Grid 19“: die Untersuchung von „Slice Pond“

Bei „Grid 19“, einem regionalen Ziel 9,5 Kilometer nordöstlich der Zone „Main Maverick“ sollen die Bohrungen an den beiden ersten, auf dem nordwärts verlaufenden Leiter „Slice Pond“ niedergebrachten Löchern (ML21-07 und -09) anschließen. Diese Bohrungen hatten im vergangenen Sommer geochemisch anomale, alterierte, graphitische und sulfidhaltige Grundgebirgslithologien durchschnitten, die unterhalb der Diskordanz (dem winkeligen beziehungsweise unregelmäßige Aufeinanderliegen von Gesteinsschichten) von erhöhten Uranwerten begleitet waren.

ML21-07 war im zentralen Teil des Leiters niedergebracht worden, Es hatte dort eine gebleichte und stellenweise zerklüftete Sandsteinsäule geschnitten, die von cordierithaltigem graphitischem Pelitgneis überlagert und von Verwerfungen sowie sulfidreichen Abschnitten begleitet wurde. Sandstein und Grundgebirge sind mit Bor angereichert (bis 1.290 ppm). Etwa 70 Meter unterhalb der Diskordanz war in 263,1 Meter Tiefe ein Abschnitt mit 0,05 Prozent Triuranoctoxid ermittelt worden.

Das Bohrloch ML21-09 am Südende des „Slice Pond“-Leiters hatte ein ausgedehntes Paket von zerklüftetem, verworfenem beziehungsweise graphitischem pelitischem Gneis 65 Meter unterhalb der Diskordanz geschnitten. Dabei zeigte die darüber liegende Sandsteinsäule in den oberen 70 Metern  eine bemerkenswerte Geochemie mit stark anomalen Uran- und Borwerten. (Mischproben wiesen durchschnittlich 7,54 ppm Uran und 161 ppm Bor aus.) Diese anomale Anreicherung des Sandsteins wird im Athabasca-Becken üblicherweise mit bedeutenden Uranmineralisierungen assoziiert.

Mit den nun anstehenden Bohrungen sollen neigungsaufwärts und entlang des Streichens Ziele überprüft werden, die im Zusammenhang mit diesen beiden Bohrlöchern stehen.

 „Viper“: historischen Ergebnissen auf der Spur

Etwa 1,5 Kilometer nordöstlich von „Main Maverick“ liegt im Gebiet „Viper“ das Ziel „525“. Dort sollen die Explorationsbohrungen einen Abschnitt in einem historischen Bohrloch aus dem Jahr 2005 weiterverfolgen. Die Bohrung ML-525 hatte seinerzeit 4,5 Meter mit 0,27 Prozent Triuranoctoxid durchteuft. Die Mineralisierung befand sich direkt oberhalb der Diskordanz in einer Sandsteinsäule, die ihrerseits ein ausgedehntes Paket mit graphitischem Pelitgneis überlagerte. Dies wurde aber seit 2006 nicht weiter untersucht. Die wenigen Folgebohrungen hatten zwar schwache Mineralisierungen lokalisiert, aber keine weiteren ausgedehnten Mineralisierungen ermittelt.

Neu entwickelte geologische Modelle machen „Viper“ zu einem Explorationsziel, das für Skyharbour hohe Priorität einnimmt: Die Bor-Geochemie als Vektor deutet eine gewisse Wahrscheinlichkeit an, dass sich nordwestlich entlang des Streichens und oberhalb der vorherigen Bohrungen eine zusätzliche Mineralisierung befinden könnte. Dies soll im Winterbohrprogramm mit zwei oder drei Löchern überprüft werden.

Anschlussarbeiten bei „Maverick East“

Schließlich stehen in der Zone Maverick East Nachfolgebohrungen an. Im vergangenen Jahr hatte das Bohrloch ML21-19 dort einen breiten Abschnitt am nördlichen Rand der mineralisierten Zone durchteuft. Die Auswertung ergab zwischen 269,5 und 289 Metern Tiefe 19,5 Meter mit 0,54 Prozent Triuranoctoxid, inklusive 4,0 Metern mit 2,07 Prozent Triuranoctoxid. Diese Mineralisierung erstreckt sich über die Diskordanz und es wurden anomale Werte von Nickel (bis 2.140 ppm), Kobalt (bis 1.760 ppm) und Bor (bis 11.600 ppm) gemessen.

Das Bohrloch hatte die Ton überlagernde, stark gebleichte und zerklüftete Sandsteinsäule durchteuft, in die von graphitischem Pelit- und Granitgneis alteriert wurde, wobei diese in einer nicht erwarteten Mächtigkeit vorliegt. Das Bohrloch hatte somit die Komplexität der örtlichen Geologie und Struktur im Umkreis bestätigt. Für Skyharbour unterstreicht das die Notwendigkeit, das neigungsaufwärts gerichtete Potential von „Maverick East“ näher zu untersuchen.

Kurzporträt des Projektes „Moore“

„Moore“ liegt im südöstlichen Teil des Athabasca-Beckens. Für den Erwerb des 35.705 Hektar großen, aus zwölf zusammenhängenden Claims bestehenden Uranprojekts hatte Skyharbour Resources bei Denison Mines eine Option gesichert und diese zwischenzeitlich erfüllt.

Bereits im April 2001 war in der Zone „Maverick“ eine diskordanz-gebundene Uranmineralisierung entdeckt worden. Ermittelte Highlights stammen aus einer historischen Bohrung (zehn Meter mit 4,03 Prozent Triuranoctoxid inklusive 1,4 Meter mit 20 Prozent Triuranoctoxid) und einer Skyharbour-Bohrung von 2017 (5,9 Meter mit 6,0 Prozent Triuranoctoxid einschließlich 1,5 Metern mit 20,8 Prozent Triuranoctoxid). Abgesehen von „Maverick“ beherbergt das Gelände weitere Ziele mit hohem Entdeckungspotenzial. Das Projekt ist zu großen Teilen auch im Sommer zugänglich und im Winter vollständig über Eis- und Winterstraßen zugänglich.

Über Skyharbour Resources Ltd.

Neben „Moore“ befinden sich im Portfolio von Skyharbour derzeit dreizehn weitere, überwiegend bohrbereite Projekte auf insgesamt 385.000 Hektar Fläche. Einige der Projekte werden im Rahmen von Earn-in- beziehungsweise Joint-Venture-Agreements exploriert. Jeweils zusammen mit dem dritten Partner Dixie Gold Inc. sind dies Orano Canada Inc. („Preston“) und Azincourt Energy Corp. („East Preston“); Skyharbour hält an diesen Projekten aktuell 24,5 beziehungsweise 15 Prozent.

Aktive Optionsvereinbarungen, bei denen die Partner durch Explorations- und Barausgaben sowie Aktienemissionen Anteile an Projekten erwerben können, bestehen mit Valor Resources Ldt. („Hook Lake“, Erwerbsoption über 80 Prozent), Basin Uranium Corp. („Mann Lake“, 75 Prozent) und Medaro Mining Corp. („Yurchison“, 70 Prozent mit Folgeoption zum Erwerb des verbleibenden Anteils).

Zu 100 Prozent beteiligt ist Skyharbour Resources an dem am Ostrand des Athabasca-Beckens gelegenen Uranprojekts „South Falcon Point“ (abgeleitete (inferred) Ressource laut NI 43-101: 7,0 Millionen Pfund Triuranoctoxid mit 0,03 Prozent und 5,3 Millionen Pfund Thoriumdioxid mit 0,023 Prozent.