Während Skyharbour Resources Ltd. (TSX-V: SYH, WKN: A2AJ7J, ISIN: CA8308166096) für seine bohrfertigen Uran-Projekte sukzessive neue Partnerunternehmen gewinnt – zuletzt im Oktober die Black Shield Metals Corp. für das Grundstück „Mann Lake“ – schaut der Explorer sich parallel nach weiteren aussichtsreichen Liegenschaften um. Wie das Unternehmen meldet, konnte man soeben die Reichweite für künftige Aktivitäten erheblich vergrößern. Gleich sechs neue Urangrundstücke mit zusammen 147.510 Hektar Fläche fügt der Explorer aus Vancouver seinem Portfolio hinzu. Alle neuen Areale befinden sich im oder etwas abseits des Athabasca-Beckens, das als kanadischerer Uran-Hotspot gilt. An Uran-Unternehmenswerten interessierte Anleger dürfen gespannt sein, wie sich die neuen Projekte unter Regie von Skyharbour Resources in der nächsten Zeit weiterentwickeln.

Mit den neuen Grundstücken vergrößert sich der Landbesitz von Skyharbour auf 385.934 Hektar – damit ist der Explorer aus Vancouver einer der größten Landbesitzer in der Region. Der Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzende von Skyharbour, Jordan Trimble sagte dazu, man habe aktiv Claims abgesteckt und das dominierende Uranprojekt-Portfolio im Athabasca-Becken ausgeweitet. Bei den neu erworbenen Projekten handele es sich um sowohl günstig gelegene als auch geologisch aussichtsreiche Areale, die bislang allerdings nur wenig mit modernen Methoden untersucht wurden.

Trimble bezeichnete die neuen Grundstücke als Ergänzung zu den 100-prozentigen Unternehmensprojekten, dem Flaggschiff „Moore Lake“ und dem „South Falcon Point“-Projekt; zugleich böten sie zusätzliche Möglichkeiten, als Option oder Jointventure im Rahmen des strategischen Prospektgenerator-Business weiteren Partnerunternehmen verfügbar gemacht zu werden.

Die sechs neuen Grundstücke machen sich schon jetzt vielversprechend aus. Im Folgenden ein Kurzporträt der Areale.

„Riou River“-Projekt

Die Fläche des nach dem Fluss Riou River benannten Projektes beträgt 18.227 Hektar. Das Gelände beherbergt mehr als 40 Kilometer an eigenständigen, bislang noch nicht durch Bohrungen getesteten EM-Leitern entlang eines magnetischen Tiefpunkts (in Übereinstimmung mit geochemisch anomalen Felsbrocken) sowie geochemisch anomale Geröllfelder.

Der für das Athabasca-Becken typische Sandstein überlagert auf „Riou River“ das Grundgestein der Tazin-Gneis-Gruppe aus dem Archaikum und weist eine Mächtigkeit zwischen 200 bis 300 Metern auf. Das Grundstück selbst liegt südlich einer von Osten nach Nordosten verlaufenden magnetischen Erdnaht, die Hinweise auf einen bedeutenden krustalen Ausläufer in diesem Gebiet gibt. Im nordwestlichen Teil des Grundstückes befindet sich eine Häufung von elektromagnetischen Leitern, deren Bedeutung noch nicht erforscht ist.

Historische Explorationsarbeiten gleich nördlich von „Riou River“ maßen in Sandstein und Aufschluss Werte von 72 bis 375 ppm Uran, 3 bis 7 ppm Thorium und 8,24 Prozent Diphosphorpentoxid – das sind aus geochemischer Sicht bedeutende Werte für die Uranexploration.

„Pluto Bay“-Projekt

 „Pluto Bay“, nordöstlich der Gemeinden Black Lake und Stony Rapids und etwas außerhalb des Athabasca-Beckens gelegen, misst 28.840 Hektar und wartet mit zahlreichen Uranvorkommen und mehreren EM-Leitern östlich der regionalen Black Lake-Verwerfung auf. Geologisch ist es Teil des sogenannten „Trans-Hudson Mudjatik“-Bereichs. Die vorhandenen Uranvorkommen befinden sich innerhalb von magnetischen Senken, die möglicherweise Nebenstrukturen der Verwerfung darstellen. Flankiert sind sie von unregelmäßigen, unterbrochenen EM-Leitern. Frühere Kartierungen klassifizierten die unterhalb gelegenen Gesteine als felsische Intrusivgesteine in Verbindung mit metasedimentären und amphibolitischen Gneis-Einheiten.

Auch hier gibt es Indikatoren für das Potenzial: Die nördlichen Projektteile orientieren sich nordwestlich entlang des Streichens der historischen Lagerstätte „Charlebois Lake“, wo Werte von bis zu 1,57 Prozent Triuranoctoxid gemessen wurden. Allerdings ist das Gelände seit den Siebzigerjahren kaum erforscht worden, sodass hier (noch) keine modernen geophysikalischen und geochemischen Probeentnahme-Programme und andere Explorationsmethoden vorgenommen wurden.

„Wallee“-Projekt

 „Wallee“ setzt sich aus vier Claims mit insgesamt 20.765 Hektar zusammen und ist nur etwa 35 Kilometer von der Cameco-Mine „ Eagle Point“ entfernt. Auch dieses Projekt liegt ein wenig außerhalb der zurzeit kartieren Athabasca-Sandstein-Ausdehnung. Allerdings wurden in der Gegend einige Sandstein-Ausläufer entdeckt; ein Hinweis darauf, dass das Becken sich einst bis dorthin erstreckte. Das Projekt selbst liegt unter Metasedimenten der Wollaston-Supergruppe, inklusive vielversprechender graphitischer Pelit-Gneise und archäischer Granitgneise.

„Wallee“ verfügt über zahlreiche ungetestete EM-Leiter. Diese stimmen mit magnetischen beziehungsweise Schwerkraft-Tiefs überein. Sie sind stellenweise durch Verwerfungen unterbrochen, darunter einige von Norden nach Süden verlaufende Verwerfungen im Zusammenhang mit dem „Tabbernor-Verwerfungssystem“. Dazu gibt es einige nord-östlich-orientierte Brüche.

Der Großteil der historischen Arbeiten auf „Wallee“ fand zwischen den Sechziger- und Achtzigerjahren statt. Es wurden geophysikalische Untersuchungen, Schürfungen und geochemische Probenentnahmen durchgeführt, aber noch nicht gebohrt. In der Nähe ermittelte man in Aufschlüssen und Gesteinsbrocken Grundgebirgsvorkommen mit Mineralisierungen von Uran, Thorium und Seltenerd-Äquivalenten (bis zu 1,15 Prozent Triuranoctoxid). Das könnte bedeuten, dass die auf „Wallee“ zu findenden Grundgebirgsgesteine womöglich Quellen für schichtlückengebundene Uranlagerstätten sind.

„Usam Island“-Projekt

Gleich neben „Wallee“ und 21 Kilometer nordöstlich von „Eagle Point“ liegt das 42.186 Hektar umfassende, aus acht Claims zusammengesetzte „Usam Island“-Projekt. Die dort vorhandenen elektromagnetischen Leiter stehen in Verbindung mit magnetischen Tiefpunkten des Wollaston-Bereichs. Auch „Usam Island“ liegt außerhalb der aktuell festgelegten Abgrenzungen des Athabasca-Beckens, doch wie schon im Fall von „Wallee“ erläutert gibt es hier Nachweise für die ehemalige Überlagerung durch Sandstein.

Das Grundgestein besteht aus Metasedimenten der Wollaston-Supergruppe und granitoiden archäischen Gneisen; der Hauptteil des Grundgesteins setzt sich aus vielversprechenden pelitischen und psammopelitischen Gneisen und ihrer graphitischen Varianten zusammen. Das Grundstück wird von mit dem Tabbernor-Verwerfungssystem zusammenhängenden, nordwärts verlaufenden Verwerfungen durchschnitten.

Auf „Usam Island“ wurde historisch gebohrt; insgesamt haben frühere Explorer 12 Diamantbohrlöcher niedergebracht. Weitere Arbeiten umfassten geochemische Probenentnahmen aus den See-Sedimenten und dem Boden, geologische Kartierungen, Boden- und Luftbildgeophysik, seismische Untersuchungen und Schürfungen. Allerdings geschah all das in den Siebziger- und Achtzigerjahren; nach modernen Methoden erfolgten lediglich vereinzelte geophysikalische Untersuchungen und Bodenprospektionen.

„Usam Island“ bietet daher beträchtliches Potenzial, insbesondere angesichts der Schürfproben aus mineralisiertem Pegmatit (bis zu 0,31 Prozent Triuranoctoxid) von „Cleveland Island“ und Durchteufungen von anomalem Uran auf „Gilles Island“. Das Grundgestein von „Usam Island“ dürfte eine reiche Uranquelle mit einer pegmatit- und granithaltigen Uran-Thorium-Seltenerdoxid-Mineralisierung sein. Damit nicht genug: Auf und um das Projekt sind sedimentäre Kupfer- und Zink-Vorkommen verortet, ganz ähnlich denen, die etwas weiter südlich im Bereich Wollaston (auf dem Projekt „Janice Lake“) entdeckt wurden.

„Foster River“- Projekt

Sieben Claims im Wollaston-Gebiet mit insgesamt  37.529 Hektar bilden das „Foster River“-Projekt, das unmittelbar an das südwestliche Ende des Skyharbour-Projekts „South Falcon Point“ angrenzt. Die Key-Lake-Mine ist von dort aus betrachtet nur 20 Kilometer entfernt. Auch hier weisen einige kleine Sandsteinausläufer auf den Zusammenhang mit dem derzeit definierten Athabasca-Becken hin. Die Geologie des Grundgebirges wird von der Daly-Lake-Gruppe bestimmt und setzt sich aus Psammopelit, Kalksilikat, pelitischem und graphit-pelitischem Gneis sowie geringfügigem felsischen Orthogneis zusammen. An der Oberfläche liegen graphitische Pelitgneis-Pakete frei.

Auf „Foster River“ gibt es diverse Uran-Vorkommen, beispielsweise an den Zielen „Tojo“, „Burd Lake“ und „BUP“. Dort ermittelten Schürfproben in Pechblende-Adern Werte zwischen 262 ppm Uran und 1,25 Prozent Triuranoctoxid. Ein bemerkenswertes Bohrergebnis aus den Fünfzigerjahren ergab ein 27,7-Meter-Intervall mit erhöhten Uranwerten von 0,012 Prozent Triuranoctoxid.

„Foster River“ hält erhebliches, aber noch unerprobtes Potenzial für schichtlückengebundene Uranlagerstätten im Grundgebirge bereit, so ähnlich wie bei „Eagle Point“, „Rabbit Lake“ und „Key Lake“ weiter nördlich.

„South Dufferin“-Projekt

Das kleinste der neuen Projektareale ist „South Dufferin“, 13 Kilometer außerhalb des Südrandes des Athabasca-Beckens“ gelegen. Das Gelände besteht nur aus einem einzigen, 922 Hektar abdeckenden Claim entlang der Virgin River-Scherung, 15 Kilometer südlich der Dufferin Lake-Zone und 32 Kilometer südlich der Lagerstätte „Centennial“ von Cameco. Die Scherung als solche gilt als hochergiebiger „Urankorridor“, der so bekannte Ablagerungen wie „Centennial“ und „Dufferin Lake“ beherbergt. „South Dufferin“ liegt innerhalb der von der Scherungszone begrenzten tektonischen Zone „Snowbird“.

Mafische beziehungsweise felsische Gneise des Taltson-Bereichs aus dem Archaikum bilden hier das Grundgestein; die Gneise waren von einer mittleren und retrograden Amphibolit-Fazies betroffen, die die Granulit-Fazies der regionalen Metamorphose überlagerte.

Anomale Uranwerte aus Gesteinsproben ergaben bis zu 0,099 Prozent Triuranoctoxid; in Aufschlussproben unweit des Projektareals ermittelte man anomale Goldmineralisierung mit Spitzenwerten von 1 Gramm Gold je Tonne. „South Dufferin“ hat mehrere bohrfertige Ziele, die auf Grundlage von luftgestützten und VTEM-Untersuchungen aus den Zweitausenderjahren basieren.

Über Skyharbour Resources Ltd:

Mit den neuen Grundstückskäufen verbessert Skyharbour Resources erneut seine Positionierung am florierenden Uran-Markt. Dabei setzt das Unternehmen auch auf die in Eigenregie geführte Erkundung seiner zu 100 Prozent gehaltenen Projekte. Das ist zum einen das Flaggschiff „Moore Lake“ (hochgradige Mineralisierung in der Maverick-Zone: 6,0 Prozent Triuranoctoxid auf 5,9 Metern inklusive 20,8 Prozent Triuranoctoxid auf 1,5 Metern in 265 Metern Tiefe), wo Skyharbour aktuell Explorationsarbeiten durchführt. Das zweite 100-Prozent-Projekt ist „South Falcon Point“ am östlichen Rand des Beckens(abgeleitete Ressource gemäß NI 43-101: 7,0 Millionen Pfund Triuranoctoxid mit 0,03 Prozent, 5,3 Millionen Pfund Thoriumdioxid mit 0,023 Prozent).

Eine Reihe weiterer Projekte seines Portfolios exploriert Skyharbour im Earn-in- oder Joint-Venture-Verhältnis. Zu nennen sind hier die Minderheitsbeteiligungen an „Preston“ (Skyharbour: 24,5 Prozent, Partner: Orano Canada (51 Prozent)und Dixie Gold (24,5 Prozent)) sowie „East Preston“ (Skyharbour: 15 Prozent; Partner: Azincourt Energy (70 Prozent) und Dixie Gold (15 Prozent). Andere Partnerschaften bestehen bei den Projekten „Hook Lake“ (Laufendes Earn-in-Verfahren: Partner Valor Resources kann 80 Prozent erwerben), „Mann Lake“ (ebenfalls Earn-in mit der Basin Uranium Corp., die 75 Prozent erreichen kann) und „Yurchison“ (Partner Medaro Mining Corp. kann zunächst 70 Prozent erwerben, mit Option auf 100-prozentiger Übernahme).

Welche Weiterentwicklung die neuen Projektareale erwartet, verspricht spannend zu werden.