Valor Resources Limited, australischer Projektpartner des kanadischen Uran-Explorers Skyharbour Resources (TSX-V: SYH, WKN: A2AJ7J, ISIN: CA8308166096), steht mit seinem geplanten Explorations-Bohrprogramm auf dem Projekt „Hook Lake” quasi in den Startlöchern. In einigen Wochen wird dort – luftgestützt durch Hubschrauber – eine Bohrkampagne über mindestens 2.500 Meter beginnen. Wie Skyharbour Resources am Mittwochmorgen meldete, gab das Partnerunternehmen auch ein Update zum Feldprogramm und geplanten weiteren Schritten.

Gebohrt werden soll in der Tiefe und entlang des Streichens des historischen Grabens am Ziel „Hook Lake/ Zone S“. Dort hatten kürzlich Oberflächenproben Bestwerte von bis zu 59,2 Prozent Triuranoctoxid, 5,05 Prozent Seltenerdoxid, 507 Gramm Silber pro Tonne und 14,5 Prozent Blei ausgegeben. Außerdem sollen Bohrungen am Ziel „West Way“ niedergebracht werden. Dort hatte das Unternehmen, ebenfalls im August, aus Oberflächenproben Werte von 0,64 Prozent Triuranoctoxid und 3,4 Prozent Molybdän ermittelt.

Uran-Rush im Athabasca-Becken: Landnahme durch Explorer

George Bauk, der geschäftsführende Vorstandsvorsitzende von Valor Resources betonte, man freue sich im Anschluss an die Probenauswertungen von August und die bislang vom Schreibtisch aus durchgeführten Bewertungen bereits auf die Ausführung des Bohrprogramms im Dezember. Man werde eingangs drei Schlüsselgebiete ins Visier nehmen.

Bauk erwähnt in seinem Statement ferner, dass der in der letzten Zeit ansteigende Uran-Spotpreis zu regen Aktivitäten in der Region geführt habe, mit der Folge, dass der größte Teil des Athabasca-Beckens im Zuge von Landnahmen nun bereits abgesteckt sei. Das, so Bauk, unterstreiche die Aussichten für „Hook Lake“. Valor exploriert insgesamt sieben Projekte im und um das Athabasca-Becken.

Bohrkampagne ab Dezember

Die erforderlichen behördlichen Genehmigungen vom Umweltministerium der Provinz Saskatchewan liegen bereits vor. Alle wichtigen Interessengruppen und ortsansässigen First-Nations-Gemeinden sind über das Bohrprogramm informiert. Der Startschuss soll im kommenden Dezember fallen. Die Kampagne sieht eingangs einen Umfang von 10 bis 15 Bohrlöchern auf einer Gesamtlänge von 2.500 bis 4.500 Metern vor.

Die hochgradige Uran-Seltenerdoxid-Vererzung von „Hook Lake“ befindet sich laut Interpretation innerhalb einer Dilatationsfalle oder eines Dilatationsfehlers am Schnittpunkt einer von Nordost nach Südwest verlaufenden Scherzone und einer (mutmaßlich) von Norden nach Süden verlaufenden Struktur, die möglicherweise eine reaktivierte Tabbernor-Verwerfungsstruktur darstellt. Neben dem neigungsab- und –unabhängigen Potenzial von „Hook Lake“ bestehen Aussichten für weitere, ähnlich geartete strukturelle Ziele entlang des Streichens in nordöstlicher und südwestlicher Richtung des Grundstücks.

Im Augenblick werden die historischen Bohrdaten digitalisiert, zusammengeführt und in ein geologisches 3-D-Modell des „Zone S“-Zielgebiets integriert, um anhand dessen die Standorte der Bohrlöcher zu definieren.

Um die Umweltauswirkungen am Bohrziel zu minimieren, operiert Valor aus der Luft: Die Bohrungen werden durch Hubschrauber unterstützt.

Was steckt im Graben von „Zone S“?

Wie bereits Ende August gemeldet, hatten Probenentnahmen vom Gebiet rings um den historischen Graben hochgradige Werte offenbart. So steckten in einer Schwebeprobe 59,2 Prozent Triuranoctoxid, 499 Gramm Silber pro Tonne, 14,4 Prozent Blei und 5,05 Prozent Seltenerdoxid.

Drei besonders spektakuläre Gesteinssplitterproben ergaben im Einzelnen 57,4 Prozent Triuranoctoxid, 507 Gramm Silber pro Tonne, 3,68 Prozent Seltenerdoxid, 14,5 Prozent Blei sowie – aus einem anderen Sample – 46,1 Prozent Triuranoctoxid, 435 Gramm Silber pro Tonne, 2,88 Prozent Seltenerdoxid, 8,8 Prozent Blei. Eine dritte Probe enthielt 6,92 Prozent Triuranoctoxid, 0,81 Prozent Seltenerdoxid, 2 Prozent Blei sowie 6,42 Prozent Triuranoctoxid, 1,17 Prozent Seltenerdoxid und 1,8 Prozent Blei.

Unter „Seltenerdoxide“ ist in dieser Aufschlüsselung der Gesamtgehalt (TREO: total rare earth oxides) zu verstehen. In den Proben waren verschiedene Gehalte von Neodym(III)-oxid, Praseodym(III,IV)-oxid und Dysprosium(III)-oxid) vorhanden.

Weitere Unterstützung durch Spezialisten

Für die Unternehmung wurde ein Projektgeologe von der Firma Dahrouge Geological Consulting aus Edmonton (Alberta) abgestellt. Dieser Geologe unterstützt das technische Vor-Ort-Team ab Oktober für mindestens drei Monate.

Zusätzlicher Support kommt aus Australien: Das geowissenschaftliche Beratungsunternehmen Terra Resources aus O’Connor (Western Australia) wird für Valor geophysikalische Dienstleistungen erbringen, die Zusammenstellung der historischen Daten für sämtliche Projekte im Athabasca-Becken durchführen und dabei mit „Hook Lake“ beginnen. Die Daten werden digitalisiert und mit anderen geowissenschaftlichen Datensätzen integriert, um geologische 3D-Modelle und Ziele zu entwickeln.

Derweil führen die geoanalytischen Laboratorien des Saskatchewan Research Council (SRC) in Saskatoon eine mineralogische Charakterisierungsstudie der hochgradigen Proben aus „Zone S“ durch. Vorgesehen ist eine QEMSCAN-Analyse („Quantitative Evaluation of Minerals by Scanning Electron Microscopy”, also eine quantitative Bewertung von Mineralien durch Rasterelektronenmikroskopie).

Aussichtsreiche Ziele auf „Hook Lake“

Das „Hook Lake“-Projekt (ehemals „North Falcon Point“) besteht aus insgesamt sechzehn Claims mit einer Gesamtfläche von 25.846 Hektar. Es befindet sich 60 Kilometer östlich der Uranmine „Key Lake“ in Nord-Saskatchewan, unweit zweier Allwetter-Autobahnen und dem Stromnetz. Die bisherigen Explorationen auf dem Gelände bedienten sich Methoden wie luft- und bodengestützten geophysikalischen Untersuchungen, mehrstufigen Diamantbohrkampagnen, geochemischen Probenentnahmen und Schürfungen. Die Ergebnisse mündeten in einer umfangreichen geologischen Datenbank für das Projektgebiet.

Neben den erwähnten Zielen „Zone S“ und „West Way“ gibt es auf dem „Hook Lake“-Projekt weitere aussichtsreiche Gebiete. Hervorzuheben sind etwa eine oberflächennahe, bruchgesteuerte Uranmineralisierung bei „Nob Hill“ (Schürfproben mit 0,130 bis 0,141 Prozent Triuranoctoxid; Diamantbohrungs-Durchteufungen von 422 ppm Uran über 0,5 Meter) sowie „Grid T“ (100 mal 20 Meter große Zone mit anomaler Radioaktivität, Schürfproben mit bis zu 800 ppm Uran).

Weiterhin befinden sich an den Zielen „Alexander Lake Boulder Field“, „NE Alexander Lake“ und „Thompson Lake Boulder Field“ diverse Felsblöcke, die interessante Werte aufweisen, etwa 738 ppm Uran aus einem Granitfelsen bei „Thomson Lake“ oder Bestwerte von 4.800 ppm Uran, 7.600 ppm Molybdän und 1.220 ppm Nickel aus Blöcken auf „NE Alexander Lake“.

Es besteht eine endgültige Vereinbarung zwischen Valor und Skyharbour, nach der Valor 80 Prozent des Projekts durch 3.500.000 CAD Explorationsausgaben, 475.000 CAD Barzahlungen über drei Jahre und eine Aktienemission von 233.333.333 Valor-Aktien erwerben kann.

Skyharbour Resources: Stark durch strategische Partnerschaften

„Hook Lake“ ist nur eines der Projekte, die Skyharbour Resources zusammen mit einem Partnerunternehmen exploriert. Insgesamt besitzt das Unternehmen ein Portfolio von sechs bohrfertigen Projekten im Athabasca-Becken, die insgesamt 250.000 Hektar Land umfassen.

Bei den Projekten „Preston“ und „East Preston“ bestehen Joint-Venture-Partnerschaften mit dem Mitbesitzer Dixie Gold sowie dem Branchenführer Orano Canada Inc. („Preston“) beziehungsweise Azincourt Energy („East Preston“). Beide Projekte sind große, aussichtsreiche Areale unweit der Lagerstätte „Triple R“ (Fission Uranium) und der Lagerstätte Arrow“ (NexGen Energy). Skyharbour ist aktuell zu 24,5 Prozent an „Preston“ und 15 Prozent an „East Preston“ beteiligt.

Hinzu kommen die beiden zu 100 Prozent von Skyharbour gehaltene Projekten: Zum Einen das Flaggschiff „Moore Lake“, 39 Kilometer südlich des der Uranmine „McArthur River“ (Cameco) und 15 Kilometer östlich vom „Wheeler River“ Projekt des „Moore“-Vorbesitzers und wichtigen Skyharbour-Anteilseigners Denison Mines. Skyharbour führt auf „Moore“ aktuell ein Bohrprogramm durch. Die dortige hochgradige „Maverick“-Zone ergab zuvor Bohrergebnisse von bis zu 6,0 Prozent Triuranoctoxid auf 5,9 Metern einschließlich 20,8 Prozent Triuranoctoxid auf 1,5 Metern in 265 Metern vertikaler Tiefe.

Das zweite 100-Prozent-Projekt „South Falcon Point“ am Ostrand des Athabasca-Beckens verfügt über eine abgeleitete („inferred“) Ressource von insgesamt 7,0 Millionen Pfund Triuranoctoxid mit 0,03 Prozent und 5,3 Millionen Pfund Thoriumdioxid mit 0,023 Prozent.