Das Bohrprogramm auf dem Grundstück „East Preston“ ist beendet: Wie Skyharbour Resources Ltd. (TSX-V: SYH, WKN: A2AJ7J, ISIN: CA8308166096), Uran-Explorer aus Vancouver, am Mittwoch meldete, hat das Joint-Venture-Partnerunternehmen Azincourt Energy die Arbeiten auf der Liegenschaft nun vorerst abgeschlossen. Während das Camp abgebaut und die Bohrausrüstung demobilisiert wird, stehen die Auswertungen der Bohrungen allerdings momentan noch aus; erste Details werden Ende April erwartet. Nichtsdestotrotz können die vorläufigen Erkenntnisse aus dem Programm sich bereits sehen lassen.

Am Projekt „East Preston“ sind die beiden Partner von Azincourt, Skyharbour und Dixie Gold Inc., zu jeweils 15 Prozent beteiligt; seinen Mehrheitsanteil von 70 Prozent hatte Azincourt durch Explorationsausgaben, Barzahlungen und Aktienemissionen schon vor einiger Zeit erworben. Das Projektareal befindet sich unweit des südlichen Randes des westlichen Athabasca-Beckens in der kanadischen Provinz Saskatchewan, entlang eines parallelen Leitertrends zwischen dem „PLS-Arrow“-Trend und der Lagerstätte „Centennial“ („Virgin River – Dufferin Lake“-Trend).

Das Winter-Bohrprogramm

In der sich dem Ende zuneigenden Wintersaison 2022 hatte Azincourt Energy seit Ende Januar neunzehn Bohrlöcher niedergebracht; insgesamt wurden 5.004 Bohrmeter vorangetrieben. Dabei fokussierte man sich auf die Bohrziele in den Zonen „G“, „K“ und „H“. Die Bohrungen wurden in der „G-Zone“ aufgenommen und konzentrierten sich auf die Trends A-G und K-H-Q. Ausgeführt wurde das Bohrprogramm unter Leitung und Aufsicht von Trevor Perkins, Vizepräsident für Exploration bei Azincourt, und Jarrod Brown, dem Chefgeologen und Projektmanger das Explorationsdienstleisters TerraLogic Exploration Inc. Das Bohrprogramm musste aufgrund des einsetzenden warmen Wetters ein wenig verkürzt werden. Auch die Zufahrtsstraße wird im Zuge dessen nun stillgelegt.

Es steht bereits fest, dass die Alteration (das heißt, die chemische oder mineralogische Umwandlung des Erzkörpers) sich in der „K-Zone“ über 1.200 Meter, in der „H-Zone“ über 500 Meter erstreckt. Die detaillierten Auswertungen der Bohrungen stehen allerdings noch aus. Es waren insgesamt 420 Proben entnommen worden, die nun vom geoanalytischen Labor des Saskatchewan Research Council in Saskatoon ausgewertet werden. Die jeweiligen Resultate dürften sukzessive zwischen Ende April bis in den Monat Juni hinein eintreffen. Sie werden in der Folge nach Überprüfung und Verifizierung durch Azincourt kommuniziert. Es steht also spannender Newsflow bevor.

Vorläufige Erkenntnisse spornen an

Das, was sich bereits an Rückschlüssen aus dem Bohrprogramm ziehen lässt, bezeichnete Alex Klenman, der Geschäftsführer und Präsident von Azincourt Energy, als „sehr bedeutend“. Er bezieht sich dabei auf die Entdeckung der beiden Alterationszonen, die sich innerhalb separater Gebiete erstrecken, beide entlang desselben Trends verlaufen und sich über eine Spanne von fast zwei Kilometern hinziehen. Hinzu kommt, dass beinahe 35 Prozent der gebohrten Meter Alteration durchteuften. Es ist bekannt, dass diese Alterationen einen Zusammenhang mit der Uran-Ablagerung haben und als Halo in deren Nähe wirken. Damit, so Klenman weiter, gewinne das Gebiet eine klare Priorität für weitere Bohrungen. Man sei gespannt auf die Laborergebnisse, die eine gute Vorstellung davon vermitteln sollten, worauf man dabei stoßen werde.

Trevor Perkins bestätigte ebenfalls, dass die Ergebnisse des Winterbohrprogramms ermutigend seien und die ausgedehnten Alterationszonen mit erhöhter Radioaktivität den eingeschlagenen Kurs des Unternehmens bestätigten. Die Alteration und die Radioaktivität würden auf die Funde hinlenken, die Ergebnisse bei der Ausrichtung der Zonen helfen.

Ähnlichkeiten zu wichtigen Funden

Tatsächlich kann die Feststellung von mindestens 1.700 Metern ausgedehnter hydrothermaler Alteration und anomaler Radioaktivität als bedeutend bezeichnet werden. Auch andere bekannte Lagerstätten im Athabasca-Becken, wie etwa „McArthur River“, „Key Lake“ und „Millennium“ wurden im Kontext der Erprobung starker Alterationszonen in Verbindung mit Leitertrends entdeckt. Somit können auch die Alterationen auf „East Preston“ eine wichtige Rolle bei der Aufspürung von Schlüsselbereichen entlang der leitenden Trends spielen. Azincourt widmet diesem Umstand erhöhte Aufmerksamkeit. So wurden im Winterbohrprogramm einige der Bohrlöcher tiefer vorgetrieben als ursprünglich geplant, um die Durchteufungen der Alterationen und Strukturen näher zu erkunden. Des Weiteren wurden zur Verfolgung wichtiger Ergebnisse zusätzliche Löcher niedergebracht.

Geologisches über „East Preston“

Die Ziele auf „East Preston“ liegen nahe an der Oberfläche, können jedoch eine erhebliche Tiefenausdehnung haben. Erwähnenswert ist auch, dass die Ziele nicht von dem für diesen Bereich des Athabasca-Beckens typischen Sandstein bedeckt sind.

Auf dem Areal gibt es drei aussichtsreiche Leiter-Korridore mit geringer magnetischer Signatur. Diese erstrecken sich über eine Streichenlänge von insgesamt 25 Kilometern, in jedem Korridor gibt es mehrere lange lineare Leiter mit Biegeveränderungen in ihrer Ausrichtung und versetzten Unterbrechungen in der Nähe interpretierter Verwerfungslinien. Bei Probenentnahmen und Bodenerkundungen wurden Aufschluss-, Boden-, Radon- und geochemische Anomalien erkannt. Anomalien und Leiterstrukturen werden als klassische Anzeiger für Diskordanz-gebundene Uranlagerstätten im Grundgestein interpretiert, etwa wie jene bei der Lagerstätte „Arrow“ (NexGen) oder der „Eagle Point“-Mine (Cameco). Aufgrund ihrer strukturellen Komplexität handelt es sich bei den Leitern um vorrangige Prospektivitätsziele.

Die Zielgebiete

Die ursprünglichen Ziele auf „East Preston“ stellen die leitfähigen Korridore von der „A-Zone“ bis zur „G-Zone“ (der sogenannte „A-G“-Trend) und von der „K-Zone“ bis zur „H-Zone“ und „Q-Zone“ dar (der „K-H-Q“-Trend). Die Auswahl der Trends fußt auf den Ergebnissen der bodengestützten EM- und Gravitationsuntersuchungen aus den Jahren von 2018 bis 2020 sowie der grundstücksweiten VTEM- und magnetischen Untersuchungen und Bohrprogramme zwischen 2019 und 2022. Auch die HLEM-Untersuchung, die 2020 durchgeführt wurde, ergab Hinweise auf verschiedene Leiter und strukturelle Komplexität entlang der Korridore.

Die bisher auf „East Preston“ durchgeführten Bohrprogramme konnten bestätigen, dass die bereits identifizierten geophysikalischen Leiter strukturell gestörte Zonen beinhalten, in denen Ansammlungen von Graphit, Sulfiden und Karbonate zu finden sind. Auch hydrothermale Alteration und anomale Radioaktivität wurden dort festgestellt.

Abgesehen von den beiden erwähnten Trends gibt es östlich und westlich davon zahlreiche weitere Trends und Zonen. Um die Standorte der Leiter einzugrenzen und ihr Potenzial zu bewerten, sind jedoch geophysikalische Bodenuntersuchungen und Bohrungen erforderlich.

Die Bohrungen der Zonen „G“, „K“ und „H“

Insgesamt neun Bohrlöcher waren in der gen Nordosten verlaufenden „G-Zone“ niedergebracht worden. Sie hatten dabei entlang des südlichen Bereiches der Zone umfangreiche hydrothermale Alterationen und Hinweise auf von Ost nach West verlaufende Querstrukturen durchteuft. In den Löchern EP0030 und EP0037 wurden Abschnitte hydrothermaler Hämatit-Alterationen sowie starke Hinweise auf eine steile, von Osten nach Westen verlaufende Verwerfung festgestellt, welche die nach Nordosten orientierte Hauptstruktur sowie graphitische Lithologien schneidet. Es wird nun eine Bewertung der Struktur- und geochemischen Daten vorgenommen, um in Hinblick auf das kommende Bohrprogramm die Planung für Folgebohrungen und eine Einschätzung des Gebietes vorzunehmen.

Weitere sechs Bohrungen fanden in der von Norden nach Süden verlaufenden „K-Zone“ statt. Eines dieser Löcher ging am Nordende der Zone in einem sandgefüllten Verwerfungsbereich verloren. In allen Löchern wurde ebenfalls eine ausgedehnte hydrothermale Hämatit-Alteration geschnitten. Das deutet darauf hin, dass diese Alterationszone mindestens 1.200 Meter Länge aufweist. Es ist ebenfalls in allen Löchern eine Ton-Alteration vorhanden. Hervorzuheben ist das Loch EP0035, wo mit Hand-Szintillometern und einer Gammasonde ein Bereich mit lokal erhöhter Radioaktivität festgestellt wurde, die das Zehnfache der Hintergrundwerte beträgt. Die Bedeutung dieser Anomalie soll anhand von bereits ans Labor verschickten Proben bewertet werden.

In der „H-Zone“ schließlich findet eine Änderung der Ausrichtung des strukturellen, leitenden Trends von Nord-Süd hin nach Südwesten statt. Im nördlichen Teil wurden drei Bohrungen niedergebracht, die eine mächtige Zone mit hydrothermaler Alteration sowie eine intensive graphitische Verwerfungszone durchteuften. Es muss noch ermittelt werden, ob es sich hierbei um eine Fortsetzung der „K-Zone“ oder eine separate Alterationszone handelt.

Gut geplante Folgeprogramme

Aufgrund der eingangs erwähnten Verkürzung des Bohrprogrammes konnte nur das nördliche Ende der „H-Zone“ erprobt werden. Auch die geplanten Bohrungen für die „Q-Zone“ wurden auf das nachfolgende Bohrprogramm verschoben. In den kommenden Monaten erfolgt nun die ausführliche Überprüfung und Interpretation der Bohrergebnisse. Auf deren Grundlage werden die Vorbereitungen für dieses Anschlussprogramm getroffen. In dessen Rahmen sollen die Alteration und die Struktur der Zonen „G“, „K“ und „H“ evaluiert und die Erprobung der Zone „Q“ aufgenommen werden.

Auch weiterhin nimmt Azincourt Energy an den Treffen mit der örtlichen Clearwater River Dene Nation und weiteren Rechteinhabern teil. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass alle Belange der lokalen Gemeinden Berücksichtigung finden und diese von den Aktivitäten auf dem Gebiet profitieren können. Das schließt unter anderem die Unterstützung der lokalen Wirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Zusammenhang mit dem Explorationsprogramm ein.

Über Skyharbour Resources Ltd.

Skyharbour Resources besitzt in und am Athasbasca-Becken vierzehn Uranprojekte auf insgesamt 385.000 Hektar Landfläche; neun dieser Projekte sind bohrbereit. Ein Teil davon wird in Zusammenarbeit mit Joint-Venture-Partnern beziehungsweise im Rahmen von Earn-in-Agreements betrieben.

So existiert analog zur Projektpartnerschaft mit Azincourt Energy ein ähnliches Modell zwischen Skyharbour, Dixie Gold und Orano Canada Inc. für das benachbarte Projekt „Preston“; hier hält Orano 51 Prozent, auf Skyharbour und Dixie entfallen jeweils 24,5 Prozent. Sowohl „East Preston“ als auch „Preston“ sind geologisch aussichtsreiche Liegenschaften in der Nähe der Lagerstätten „Triple R“ (Fission Uranium) und „Arrow“ (NexGen). Das ASX-notierte australische Unternehmen Valor Resources optioniert auf 80 Prozent des Projektes „Hook Lake“, die beiden CSE-notierten Optionspartner Basin Uranium Corp. und Medaro Mining Corp. sind dabei, 75 Prozent an „Mann Lake“ (Basin Uranium) beziehungsweise 70 Prozent an „Yurchison“ (Medaro Mining) zu erwerben. Letztgenanntes Unternehmen hat darüber hinaus eine Folgeoption zum Erwerb der restlichen Anteile der Liegenschaft.

Das Prestigeprojekt „Moore“, 15 Kilometer östlich des „Wheeler River“-Projekts von Denison Mines (Vorbesitzer von „Moore“ und wichtiger Anteilseigner von Skyharbour) exploriert Skyharbour Resources in Eigenregie. „Moore“ ist bereits in fortgeschrittenem Explorationsstadium und verfügt in der Zone „Maverick“ über eine hochgradige Uranmineralisierung (bis 6,0 Prozent Triuranoctoxid auf 5,9 Metern inklusive 20,8 Prozent Triuranoctoxid auf 1,5 Metern).

Des Weiteren ist Skyharbour zu 100 Prozent am Uranprojekt „South Falcon Point“ beteiligt. Eine abgeleitete (inferred) Ressource gemäß NI 43-101 beziffert dafür 7,0 Millionen Pfund Triuranoctoxid mit 0,03 Prozent und 5,3 Millionen Pfund Thoriumdioxid mit 0,023 Prozent.