Während Skyharbour Resources Ltd. (TSX-V: SYH, WKN: A2AJ7J, ISIN: CA8308166096) Anfang des Monats den Beginn des eigenen Winterbohrprogramms auf dem Flaggschiffprojekt „Moore“ meldete, gibt es erneut Neues von Joint-Venture-Partnern. Auf dem Projekt „East Preston“ hatte Azincourt Energy im Rahmen seiner aktuellen Bohrkampagne mit mehreren Löchern eine ausgedehnte Hämatit-Alteration durchteuft. Die Auswertungen lassen darauf schließen, dass die Ausmaße dieser Zone größer sind als zunächst angenommen. Im Augenblick geht man von mindestens 1.200 Metern Länge aus.

„East Preston“ ist eines von zwei Joint-Venture-Uranprojekten, die Skyharbour gemeinsam mit einem dritten Partner, Dixie Gold Inc., betreibt. Azincourt hatte im Rahmen einer Optionsvereinbarung durch Explorationsausgaben, Barzahlungen und Emission von Stammaktien einen Anteil von 70 Prozent an „East Preston“ erworben und ist damit nun Mehrheitseigner. Dixie Gold und Skyharbour halten zurzeit einen Anteil von jeweils 15 Prozent.

Das Projektgelände befindet sich unweit des Südrandes des westlichen Athabasca-Beckens. Die Ziele dort sind oberflächennah, können aber eine beachtliche Tiefenausdehnung aufweisen. Sie sind nicht vom für diese Region typischen Sandstein bedeckt.

Eine große Alterationszone

„Alteration“ bezeichnet fachsprachlich die chemischen und mineralogischen Umwandlungen eines Erzkörpers oder seiner Nebengesteine, zum Beispiel durch Lösungen hydrothermalen Ursprungs. Das wiederum sind Wasseransammlungen im Gestein, die aufgrund der Druckverhältnisse dort auch bei Temperaturen über dem Siedepunkt flüssig bleiben.

Die Bohrungen, die Azincourt auf „East Preston“ in der „Zone K“ niedergebracht hat, haben sämtlich eine solche ausgedehnte hydrothermale Hämatit-Alteration geschnitten. Im Rückschluss bedeutet das, dass diese Zone sich über wenigstens 1.200 Meter Länge erstreckt.

Man sei ermutigt durch die in der „Zone K“ vorgefundene umfangreiche Alteration, äußerte sich Trevor Perkins, der Vizepräsident für Exploration von Azincourt. Nun ist man gespannt darauf, welche Ergebnisse die Untersuchungen in der „Zone H“ erbringen werden und welche möglichen Zusammenhänge mit der „Zone K“ bestehen. Es sei notwendig, so Perkins weiter, sich nun ausgiebig auf diese Gebiete zu konzentrieren.

Die Bedeutung der Alterationszone

Die Wichtigkeit, die Azincourt den Bohrergebnissen beimisst, gründet sich auf Erfahrungen. Wichtige Uranentdeckungen im Athabasca-Becken, etwa die Projekte „McArthur River“, „Key Lake“ und „Millennium“, basierten nämlich ebenfalls auf Bohrungen, bei denen starke Alterationszonen in Verbindung mit Leiterstrukturen entdeckt wurden. Die Identifikation einer solchen Alterationszone ist somit ein wichtiger Schritt zur Beurteilung der Schlüsselgebiete längs der Leiter-Trends. Diesen muss folglich mehr Aufmerksamkeit zukommen.

Viele der Löcher wurden angesichts der vielversprechenden Resultate tiefer als ursprünglich geplant vorangetrieben, weitere werden benötigt, um die Ergebnisse zusätzlich zu verfolgen. Als Folge wird die ursprünglich veranschlagte Gesamtmeterzahl der Kampagne wahrscheinlich erreicht, allerdings verteilt auf insgesamt weniger Löcher als geplant. Zudem wurden die vorgesehenen Bohrungen in der „Q-Zone“ zugunsten der Evaluierung der Ergebnisse aus „Zone K“ und „Zone H“ verschoben. Das Budget wurde aufgestockt, um die Wirkung des Programms zu maximieren.

Das laufende Bohrprogramm auf „East Preston“

Die aktuelle Bohrkampagne hatte Azincourt am 24. Januar aufgenommen. Durchgeführt wird das Diamantbohrprogramm im Winter 2022 von TerraLogic Exploration unter Aufsicht von Trevor Perkins und dem Chefgeologen und Projektmanager bei TerraLogic, Jarrod Brown. Im Einsatz sind zwei Diamantbohrgeräte von Full Force Drilling Ltd.

Zwischenzeitlich wurden 4.301 Bohrmeter vorangetrieben, die sich auf fünfzehn abgeschlossene und zwei in Entstehen begriffene Löcher in der „Zone K“ und „Zone H“ aufteilen. Ein einzelnes Loch musste aufgegeben werden. Die Bohrungen fokussierten sich auf die Trends A bis G sowie K-H-Q.

Ausgewählt worden waren diese Trends auf Grundlage der bodengestützten EM- und Gravitationsuntersuchungen der Jahre 2018 bis 2020 sowie der VTEM- und magnetischen Untersuchungen sowie den Bohrungen der Jahre 2019 bis 2021. Diese Bohrprogramme hatten auf dem Trend A bis G erwiesen, dass die geophysikalischen Leiter dort strukturell gestörte Zonen mit Ansammlungen von Graphit, Sulfiden und Karbonaten umfassen. Innerhalb dieser Unterbrechungen wurde anomale Radioaktivität festgestellt.

Das diesjährige Bohrprogramm soll ähnlich geartete Bereiche untersuchen, die aufgrund ihrer elektromagnetischen, magnetischen und gravimetrischen geophysikalischen Abweichungen Priorität genießen.

Zum Abschluss der geplanten Arbeiten bis zum Winter 2022 liegen alle notwendigen Genehmigungen vor. Azincourt führt dabei kontinuierlich Beratungen mit den ortsansässigen First Nations und weiteren Rechteinhabern weiter. Damit wird sichergestellt, dass alle potenziellen Auswirkungen und Interessen berücksichtigt werden und die Exploration von „East Preston“ von Vorteil für alle Beteiligten ist. Dazu gehört unter anderem die Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort oder in der Infrastruktur.

Die Zonen im Detail

In der gen Nordosten verlaufenden „Zone G“ waren neun Löcher angelegt worden. In deren südlichen Bereich waren ausgedehnte hydrothermale Alterationen durchteuft worden sowie Hinweise auf ost-westlich ausgerichtete Querungen aufgetaucht: In den Bohrlöchern EP0030 und EP0037 wird die Alteration durch Intervalle mit hydrothermaler Hämatit-Alteration betont; eine steile Ost-West-Verwerfung durchschneidet die Hauptstruktur und graphitische Lithologien.

Es wird nun eine Auswertung der Struktur- und der geochemischen Daten durchgeführt, welche die Planung für zusätzliche Folgebohrungen und eine Bewertung des Gebiets für die kommenden Bohrprogramme stützen soll.

In der nord-südlich orientierten „Zone K“ wurden fünf Bohrungen vollendet, eine ist in Ausführung und eine weitere endete in einem mit Sand gefüllten Verwerfungsbereich am Nordende der Zone. Alle Löcher schnitten die erwähnte ausgedehnte Alteration mit hydrothermalem Hämatit und einer Ton-Alteration. Daraus folgt, dass diese Zone mindestens 1.200 Länge aufweist. Weitere Bohrungen sollen die Bedeutung dieses Alterationsbereichs und die festgestellte erhöhte Radioaktivität bewerten. Bereits Anfang des Monats hatte Azincourt mit Szintillometern und einer Gammasonde festgestellt, dass die Hintergrundwerte in diesem Bohrloch um das Zehnfache überstiegen werden. Ein Labor untersucht nun die Bedeutung der erhöhten Werte.

In der „Zone H“ wiederum ließ sich eine Änderung der Ausrichtung des strukturellen, leitfähigen Trends von Nord nach Süd hin nach Südwest feststellen. Im nördlichen Teil des Trends ist eine Bohrung bereits vollendet. Sie durchteufte eine mächtige Zone mit hydrothermaler Alteration sowie eine intensive graphitische Verwerfungszone. Ein zweites Bohrloch ist zurzeit ist in Arbeit. Es soll festgestellt werden, ob dieser Bereich eine Fortsetzung der zuvor geschilderten „Zone K“ oder davon unabhängig ist.

Über East Preston

Das Areal von „East Preston“ liegt entlang einem parallel verlaufenden Leitertrend zwischen dem „PLS – Arrow“- und dem „Virgin-River – Dufferin Lake Trend“ mit der Lagerstätte „Centennial“ (Cameco). Das Gelände umfasst drei leitfähige Korridore mit einer Gesamtstreichenlänge von mehr als 25 Kilometern, die jeweils mehrere Leitertrends mit Biegeveränderungen und versetzten Unterbrechungen enthalten. Bei Bodenerkundungen und durch Proben wurden verschiedene Anomalien identifiziert, die wichtige Anzeiger für diskordante Uranlagerstätten im Grundgebirge sind. Es bestehen Ähnlichkeiten mit der Lagerstätte „Arrow“ (NexGen) und „Eagle Point“ (Cameco).

Das Gelände ist über eine Winterstraße direkt ab dem Highway 955 aus erreichbar, die von der Firma Accurate Industries instandgehalten wird.

Skyharbour Resources und seine Partnerprojekte

Neben dem Joint Venture mit Azincourt Energy besteht eine ähnliche Partnerschaft für das angrenzende Projekt „Preston“. Hier hat der Branchenführer Orano Canada Inc. durch eine Optionsvereinbarung eine 51-prozentige Mehrheitsbeteiligung erworben; auf die Partner Dixie Gold und Skyharbour Resources entfallen je 24,5 Prozent.

Weitere Earn-in-Vereinbarungen bestehen aktuell mit dem australischen ASX-notierten Unternehmen Valor Resources, das 80 Prozent am Projekt „Hook Lake“ verdienen kann. Am Projekt „Mann Lake“ will Basin Uranium binnen eines Dreijahreszeitraums 75 Prozent erwerben, die Medaro Mining Corp. hat eine Option auf zunächst 70 Prozent an „Yurchison“ mit Möglichkeit des anschließenden Resterwerbs. Letztgenannte Unternehmen sind an der CSE notiert.

Insgesamt besitzt Skyharbour vierzehn Projekte im und am Athabasca-Becken mit insgesamt über 385.000 Hektar Fläche, neun davon sind bohrbereit. Neben der hundertprozentigen Beteiligung am Uran-Thorium-Projekt „South Falcon Point“ (abgeleitete („inferred“) Ressource: 7,0 Millionen Pfund Triuranoctoxid mit 0,03 Prozentund 5,3 Millionen Pfund Thoriumdioxid mit 0,023 Prozent) liegt der Unternehmensfokus zurzeit auf der Exploration des Vorzeigeprojekts „Moore“, nur 15 Kilometer östlich des „Wheeler River“-Projekts von Denison Mines. Dieses Unternehmen ist Vorbesitzer von „Moore“ und zugleich ein wichtiger strategischer Anteilseigner von Skyharbour. Das Projekt im fortgeschrittenen Explorationsstadium verfügt unter anderem in der Zone „Maverick“ eine hochgradige Uranmineralisierung (bis 6,0 Prozent Triuranoctoxid auf 5,9 Metern einschließlich 20,8 Prozent Triuranoctoxid auf 1,5 Metern).