Erfolgreiche Explorationen mit Joint-Ventures: Das ist das bewährte Geschäftsmodell von Skyharbour Resources (TSX-V: SYH, WKN: A2AJ7J, ISIN: CA8308166096). Die Riege der Partner erweitert sich nun erneut – wie der Uranexplorer aus Vancouver am Montag bekannt gab, wurde mit der Black Shield Metals Corp. ein Optionsabkommen unterzeichnet. Der ebenfalls in Vancouver ansässige Junior-Explorer erhält damit eine Earn-in-Option auf den Erwerb einer 75-prozentigen Beteiligung an „Mann Lake“, einem jener Uranprojekte, das Skyharbour im in der Provinz Saskatchewan gelegenen Teil des Athabasca-Beckens besitzt.

Jordan Trimble, der Geschäftsführer von Skyharbour, zeigte sich erfreut über den Abschluss des Deals. Mit den strategischen Partnerschaften; der Erschließung neuer Grundstücke und der gezielten Exploration des Flaggschiffprojekts „Moore Lake“ werte Skyharbour sein Geschäftsmodell weiter auf. Man freue sich, so Trimble, auf die Zusammenarbeit mit Black Shield und die Weiterentwicklung von „Mann Lake“ in den kommenden Jahren. Zugleich kündigte er an, dass in Kürze Neuigkeiten zu den Explorationsplänen bekanntgegeben werden.

Earn-in in Dreijahresfrist

Black Shield Metals Corp. ist ein kanadisches Mineralexplorationsunternehmen mit Fokus auf diversifizierten Mineralressourcen. Allerdings dürften sich der Firmenname und das Börsenkürzel bald ändern, sobald die dafür ausstehende Genehmigung erteilt wird. Das Unternehmen soll in der Folge als „Basin Uranium Corp.“ firmieren. Aktuell hält Black Shields ebenfalls eine Option zum Erwerb von 60 Prozent des von Cariboo Rose Resources Ltd. gehaltenen Goldprojekts „CHG“ in British Columbia.

Das Optionsabkommen mit Skyharbour sieht vor, dass Black Shield über einen Dreijahreszeitraum Barmittel und Explorationsausgaben von insgesamt 4.850.000 als Projektkosten beisteuert. Dieser Betrag teilt sich in 850.000 CAD Barzahlungen an Skyharbour und 4.000.000 CAD Explorationsausgaben auf. Zusätzlich wird Black Shield, ebenfalls gerechnet über den dreijährigen Earn-in-Zeitraum, Aktien im Gegenwert von 1.750.000 CAD an Skyharbour ausgeben.

Sobald Black Shield diese Bedingungen erfüllt hat, gilt die Option als ausgeübt und eine 75-prozentige Beteiligung an „Mann Lake” wurde erworben. Diese wird vorbehaltlich der zweieinhalbprozentigen NSR-Lizenzgebühr (NSR: net smelter returns/ Nettohüttenrendite) übertragen, die (anteilig auf Basis der Grundstücksbeteiligung) an eine dritte Partei für die auf dem Grundstück abgebauten und entnommenen Mineralien zu entrichten ist.

Der Zeitplan für die Transaktionen

Die 850.000 CAD in bar und die Ausgabe der Aktien für 1.750.000 CAD (basierend auf einem 20-Tage VWAP (VWAP: volumengewichteter Durchschnittspreis) teilen sich wie folgt auf: Innerhalb von fünf Tagen nach Unterzeichnung werden 100.000 CAD und Aktien im Gegenwert von 250.000 CAD gezahlt. Am ersten, zweiten und dritten Jahrestag erfolgt eine Bezahlung von 250.000 CAD und Aktienabgaben im Wert von 500.000 CAD (nach 20-Tage VWAP). Die Explorationsausgaben von mindestens 4.000.000 CAD sind in Chargen zu 1.000.000 CAD am oder vor dem ersten und zweiten Jahrestag der Unterzeichnung der Optionsvereinbarung aufzuwenden; die verbleibende Zahlung von 2.000.000 CAD soll am dritten Jahrestag der Vereinbarungsunterzeichnung getätigt sein.

Gesetzt den Fall, dass Black Shield in einem der vorgesehenen Zeiträume weniger als die vorgesehene Summe ausgibt, kann es die jeweilige Differenz vor Ablauf des Zeitraums zur vollständigen Deckung der anfallenden Explorationsausgaben nachzahlen. Sollte in einem der vorgesehenen Zeiträume die Ausgabensumme überschritten werden, wird der Überschuss auf die folgenden Zeiträume angerechnet.

Die Emission der Aktien von Black Shield muss noch vom Firmenvorstand und der Canadian Securities Exchange genehmigt werden. Alle in diesem Zuge emittierten Aktien unterliegen einer Haltefrist von vier Monaten und einem Tag ab Ausgabedatum. Im Zusammenhang mit der Option kann Black Shield konform zu den geltenden Wertpapiergesetzen und Richtlinien der kanadischen Wertpapierbörse Vermittlungsgebühren beziehungsweise Provisionen an Berechtigte zahlen.

„Mann Lake“: Projekt in bester Lage

„Mann Lake”, zu 100 Prozent im Besitz von Skyharbour, erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 3.473 Hektar. Das Areal liegt im östlichen Athabasca-Becken im Norden von Saskatchewan, und das in strategisch hervorragender Lage. „Mann Lake“ befindet nur 25 Kilometer südwestlich der MacArthur River“-Mine (der größten hochgradigen Uranlagerstätte der Welt) und 15 Kilometer nordöstlich der Lagerstätte „Millennium“ (Cameco). Unmittelbar an „Mann Lake“ angrenzend befindet sich weiterhin das „Mann Lake Joint Venture“, das sich anteilig zu 52,5 Prozent auf Cameco, 17,5 Prozent auf Orano Canada und 30 Prozent auf Denison Mines aufteilt. Denison hatte seinen Anteil seinerzeit durch den Erwerb von International Enexco Ltd. erhalten. 2014 hatte ein Bohrprogramm im Grundgebirge auf dem „Mann Lake Joint Venture“-Gelände eine hochgradige Uranmineralisierung ermittelt.

Historische Explorationen belegen Uranvorkommen

Im selben Jahr hatte Skyharbour eine bodengestützte EM-Untersuchung auf seinem Projektareal durchgeführt, deren Schwerpunkt auf einem Gebiet mit einem etwa zwei Kilometer langen aeromagnetischen Tief mit Grundgebirgsleitern übereinstimmte, die bereits aus vorangegangenen EM-Untersuchungen bekannt waren.

Mit Erfolg: Das Programm bestätigte die Existenz eines von Nordosten nach Südwesten orientierten breiten Korridors mit leitfähigem Grundgestein. Wahrscheinlich handelt es sich um graphitische Metapelite (das sind metamorphe Gesteine, deren Zusammensetzung der von tonigen Sedimenten entspricht).

Auf dem „Mann Lake“-Areal waren von Triex Minerals Corp. in den Jahren 2006 und 2008 sowohl geophysikalische Untersuchungen als auch zwei Diamantbohrprogramme über eine Gesamtstrecke von 5.400 Metern durchgeführt und insgesamt drei Millionen CAD an Explorationskosten aufgewendet worden.

Die geophysikalischen Untersuchungen hatten graphitische Grundgebirgsleiter und strukturelle Korridore mit reaktivierten Grundgebirgsverwerfungen identifiziert. Die Merkmale dafür verlaufen in Richtung des angrenzenden, von Cameco betriebenen Projektgrundstücks.

Attraktive Bohrloch-Auswertungen

Beim Diamantbohrprogramm von 2006 hatte zudem ein Bohrloch (MN06-005) eine viereinhalb Meter breite Zone mit anomalen Bor-Werten (Spitze: 1.758 ppm) oberhalb der Diskordanz im Sandstein durchteuft. Eine solche Anreicherung von Bor kommt auch in der „McArthur River“-Mine häufig vor. Zusammen mit Illit- und Chlorit-Alternationen ist es ein Anzeiger-Element für Uranlagerstätten im Athabasca-Becken.

Dasselbe Bohrloch kreuzte etwa 7,6 Meter unterhalb der Diskordanz alternierten Gneis mit Ton, Chlorit, Hämatit und Kalksilikat-Mineralien. Darin enthalten war auch anomales Uran. (Spitze: 73,6 ppm über einen 1,5-Meter-Abschnitt. Übliche Hintergrundwerte liegen im Bereich zwischen einem und fünf ppm.)

Mit Partnerschaften effektiv

Skyharbour exploriert in Kooperation mit Partnern bereits einige weitere Projekte im Athabasca-Becken. Die Exploration der Uran-Grundstücke mit Projektpartnern ist ein erfolgreiches Modell: Joint-Ventures beziehungsweise Earn-in-Abkommen bestehen aktuell mit Orano Canada (Projekt „Preston”, dort hält Orano 51 Prozent, Skyharbour und Dixie Gold jeweils 24,5 Prozent), Azincourt Energy (Projekt „East Preston“ – Azincourt: 70 Prozent, Dixie Gold und Skyharbour je 15 Prozent) sowie Valor Resources (Projekt „Hook Lake“; daran kann Valor 80 Prozent erwerben).

Das zu 100 Prozent selbst gehaltene und explorierte Projekt „Moore Lake“ hatte Skyharbour von Denison Mines – einem wichtigen Anteilseigner – erworben und treibt es derzeit mit einem Bohrprogramm aktiv voran. Das „Moore“-Projekt beherbergt in der „Maverick“-Zone eine hochgradige Uranmineralisierung (Spitzenwert: 6,0 Prozent Triuranoctoxid über 5,9 Meter inklusive 20,8 Prozent Triuranoctoxid über 1,5 Meter aus 265 Meter Vertikaltiefe). Daneben besitzt Skyharbour ebenfalls zu 100 Prozent das Uran- und Thorium-Projekt „South Falcon Point“ (abgeleitete Ressource gemäß NI 43-101: insgesamt 7,0 Millionen Pfund Triuranoctoxid mit 0,03 Prozent und 5,3 Millionen Pfund Thoriumdioxid mit 0,023 Prozent).