Nachdem der Uran-Markt als solcher in den vergangenen Wochen sowohl bei Spotpreisen als auch Unternehmenskursen einen beachtlichen Aufschwung erfahren hat, meldet sich Skyharbour Resources (TSX-V: SYH, WKN: A2AJ7J, ISIN: CA8308166096) aus Vancouver ebenfalls mit erfreulichen News. Am Dienstag verkündete das Unternehmen die ersten Ergebnisse aus seinem Sommerbohrprogramm auf seinem Flaggschiffprojekt „Moore Lake Uranium“. Dort wurde unter anderem in der „Maverick“-Zone eine zusätzliche, hochgradige Uranmineralisierung im Grundgestein entdeckt und neue beachtliche Uran-Gehalte aus der laufenden Bohrkampagne gemeldet. Außerdem wurden am Ziel „Grid 19“ geologische Merkmale festgestellt, die mögliche Hinweise auf Uranmineralisierungen geben.

Jordan Trimble, der Vorsitzende und Geschäftsführer von Skyharbour, zeigte sich in einem Statement besonders von den Resultaten aus dem Bohrloch ML21-03 begeistert, die er als bis dato besten Abschnitt im Grundgestein der „Maverick East“-Zone bezeichnete. Skyharbour sei erfolgreich dabei, die Ausmaße der hochgradigen Zonen zu erweitern. Die aktuellen Ergebnisse verdeutlichten das auf „Moore“ gegebene beachtliche Entdeckungspotenzial, speziell in den bisher nur in sehr eingeschränktem Umfang erprobten Zubringerzonen im Grundgestein. Man beabsichtige, auch andere hochrangige Ziele auf dem gesamten Areal weiter zu verfolgen.

Das geologische Team von Skyharbour setzt nun die Exploration nach hochgradigen Uranmineralisierungen entlang des Streichens und in der Tiefe mit erweiterten Bohrungen fort. Bei den regionalen Zielen gibt es gute Fortschritte. Die anstehenden Untersuchungsergebnisse aus dem bisherigen Bohrprogramm dürften in den kommenden Monaten und vor dem Hintergrund der Erholung des Uranmarktes für weitere Neuigkeiten sorgen.

Das Bohrprogramm 2021: der Zwischenstand

Insgesamt wurden im laufenden Jahr auf „Moore“ 4.578 Bohrmeter, verteilt auf dreizehn Löcher vorgetrieben. Sieben davon, nämlich ML21-01 bis -05, -12 und -13 waren in der Zone „Maverick East“ niedergebracht worden, drei (ML21-06, -10 und -11) am Ziel „Esker“ und die verbleibenden beiden (ML21-07 bis -09) bei „Grid 19“. Die Ergebnisse der Löcher ML21-01 bis -05 liegen bereits vor, die restlichen sieben werden derzeit in den Laboratorien von SRC in Saskatoon geoanalytisch ausgewertet.

Derweil haben nach einer kurzen Unterbrechung die Arbeiten an vier bis fünf weiteren Löchern mit einer Gesamtbohrstrecke zwischen 1.500 und 2.000 Metern begonnen. Mit ihnen sollen Ziele erprobt werden, die durch vorangegangene Modellierungen unterhalb der Zone „Maverick East“ identifiziert wurden;  außerdem eine noch nicht beprobte Lücke zwischen „Main Maverick“ und „Maverick East“ und Bereiche am Westende von „Main Maverick“. Dort gibt es starke geochemische und geologische Hinweise auf ein möglicherweise uranhaltiges Mineralisierungssystem.

Loch für Loch:  „Maverick East“-Bohrungen

Wesentliche Teile des insgesamt 4,7 Kilometer langen „Maverick-Korridors“ müssen weiterhin durch systematische Bohrungen erprobt werden. Sowohl entlang des Streichens als auch im Grundgestein besteht großes Entdeckungspotenzial.

Loch ML21-01 wurde westlich von der Vorjahresbohrung ML20-12 niedergebracht. Diese war im Winter 2020 auf 0,28 Prozent Triuranoctoxid auf 17,9 Metern gestoßen. Die neue Bohrung ergab nun einen breiten Abschnitt mit 0,07 Prozent Triuranoctoxid über 18,2 Meter, beginnend bei 268,8 Metern. Dieser Abschnitt umfasst sowohl Sandstein- als auch Grundgebirgslithologien (der Terminus „Lithologie“ bezeichnet in diesem Kontext Sedimentgefüge). Das Bohrloch erstreckte sich weit ins Liegendes und schnitt dabei strukturell getrennte und tonhaltige Gesteine, Sandstein, Granit und eine Uranmineralisierung. Das Bohrloch zeigte eine typische, geochemische Signatur des Liegendes, im Sandstein stark mit Bor angereichert (bis zu 8.060 ppm) sowie mit erhöhten Werten von Uran, Nickel und anderen Anzeigern in Sand- und Grundgestein.

Loch ML21-02 sollte die Kontinuität der Uranvererzung im zentralen Bereich von „Maverick East“ überprüfen. Der mineralisierte Abschnitt, auf den diese Bohrung traf, erstreckt sich über eine breite Zone zwischen 271,8 bis 283,5 Meter (insgesamt 11,7 Meter) mit einem Gehalt von 0,19 Prozent Triuranoctoxid. Zu etwa zwei Dritteln überspannt dieser er die Diskordanz innerhalb des Grundgesteins, das aus abgescherten, tonveränderten bis verdrängten felsischen (das sind helle Minerale magmatischer Gesteine) Intrusionen besteht. Das Bohrloch durchteufte die Hauptverwerfung von „Maverick“ in Richtung Liegendes, worauf die Geochemie – stark anomales Bor in Grund- und Sandgestein – hinweist. Damit ist die Kontinuität innerhalb des zentralen Bereichs von „Maverick East“ nachgewiesen.

Loch ML21-03 war zum Test der Durchgängigkeit in der östlichen Hälfte der „Maverick East“-Zone gebohrt worden. Dazu wurde es zehn Meter nordöstlich von Bohrloch ML20-09 niedergebracht. Dieses Loch hatte seinerzeit 0,72 Prozent Triuranoctoxid über 17,5 Meter ausgegeben. Die neue Bohrung schnitt einen der hochgradigsten bis dato in „Maverick East“ entdeckten Abschnitt, inklusive der höchsten Gehalte, die bislang im Grundgestein ermittelt wurden. Es handelt sich um 2,54 Prozent Triuranoctoxid in einem Sechs-Meter-Intervall zwischen 276,0 bis 282,0 Metern. Darin enthalten ist ein Zwei-Meter-Intervall zu 6,80 Prozent zwischen 278,5 bis 280,5 Metern.

Diese Vererzung befindet sich vorwiegend im Grundgebirge und ist sowohl von einer intensiven Tonalteration von pelitischen Assemblagen (das sind Ansammlungen von feinklastischen Sedimentgesteinen) unterhalb der Diskordanz und Probenabschnitten von einem halben Meter mit bis zu 0,83 Prozent Kupfer und 0,73 Prozent Nickel begleitet. Diese hochgradige Zone bleibt in der Tiefe offen.

Die Bohrlöcher ML21-04 und ML01-05 sollten die Kontinuität zwischen den Vorjahres-Bohrungen ML20-04 und ML20-13 erproben; allerdings ging ML21-04 etwas oberhalb seines Ziels und der Diskordanz der „Maverick“-Verwerfung bei 238 Metern verloren. ML21-05 hingegen testete erfolgreich die Diskordanz, ohne jedoch eine nennenswerte Uranmineralisierung zu durchteufen. Die getesteten Bohrloch-Lithologien haben innerhalb der tonveränderten bis tonverdrängten Granite intrusiven Charakter. Der Sandstein ist mit Anzeiger-Elementen, vornehmlich Bor angereichert; sehr typisch für die Bohrungen in Liegendes längs der „Maverick“-Verwerfung.

Die beiden Löcher ML21-12 und ML21-13 waren Folgebohrungen am Ostende von „Maverick East“. Beide wurden bis in die Tiefe vorgetrieben und durchschnitten dort die aussichtsreiche Verwerfung und Geologie, die bislang in der Zone identifiziert wurde.

Sobald die endgültigen geochemischen Auswertungen vorliegen und mit den ermittelten geologischen Merkmalen korreliert sind, sollen Updates erfolgen.

Die „Grid-19“-Bohrungen

Das neue Zielgebiet „Grid 19“ befindet sich etwa zehn Kilometer nordöstlich der Zone „Main Maverick“. Im SML-EM-Programm wurden dort während des vergangenen Winters zwei subparallel nordwärts verlaufende Leiter identifiziert.

Die Bohrlöcher ML21-07 bis ML21-09 waren die ersten Bohrungen am Ziel „Grid 19“ niedergebracht worden. Sie wurden auf dem westlichsten Leiter im Abstand von 400 Metern zueinander entlang des Streichens angelegt, durchschnitten beide bedeutende graphitische Leiter und Sulfide und Verwerfungen im Grundgebirge. ML21-07 durchteufte eine anomale Radioaktivität, ML21-08 eine vielversprechende Grundgebirgsgeologie.

Die Diskordanz bei „Grid 19“ tritt bereits in der geringen Tiefe von etwa 190 Metern auf. Die endgültigen geochemischen Untersuchungsergebnisse für diese Bohrungen sind ebenfalls noch ausstehend. Mit ihrer Hilfe sollen die Aussichten durch eine Nachbohrung im Winter näher definiert werden. Gefrorener Boden erleichtert die Bohrungen.

Die „Esker“-Bohrungen

Das Ziel „Esker“ liegt etwa fünf Kilometer nordöstlich von „Main Maverick“. Die Bohrlöcher ML21-06, ML21-10 und ML21-12 wurden dort im Anschluss an die historischen Löcher MT04 und MT-10 aus den Achtzigerjahren gebohrt – damals wurden anomale geochemische und Uran-Werte ermittelt. Allerdings ging auch Loch ML21-06 oberhalb von Ziel und Diskordanz verloren. Die Bohrlöcher ML21-10 und ML21-11 durchteuften bedeutende graphitische Leiter im Zusammenhang mit Verwerfungen und pelitischem Gestein.

Auch hier heißt es: Die Laborergebnisse sind noch in Arbeit.

Erfreuliches vom Uran-Markt

Der Uranmarkt erlebt in der jüngsten Vergangenheit einen erfreulichen Aufschwung. Die Spotpreise ziehen wieder an und es gibt förderliche Entwicklungen im Sektor. Analysten sind davon überzeugt, dass der Aufschwung anhalten dürfte, nachdem die aktuellen Fundamentaldaten, gemessen an der Zeit vor dem Fukushima-Reaktorunglück, sehr gute Werte darstellen. Die Nachfrage an Uran verbessert sich, zudem setzt eine angebotsseitige Reaktion ein.

Minenschließungen, Reduktionen der Produktion und nicht zuletzt die COVID-19-Pandemie haben das Risiko der Versorgungssicherheit verschärft. Das führt nun auch zu einem Preisanstieg auf dem Spotmarkt, nachdem die stetige Abnahme der Reserven und die Produktionskürzungen sich bemerkbar machen. Selbst die Markführer Cameco und Kazatoprom müssen aktuell Uran zukaufen, um Lieferverpflichtungen angesichts der zurückgeschraubten Produktion zu erfüllen.

Primärminen haben im vergangenen Jahr 125 Millionen Pfund Triuranoctoxid bereitgestellt, dem gegenüber stand eine Nachfrage von 180 Millionen Pfund. Der Spotpreis für Uran hat zwischenzeitlich die Marke von 40 USD pro Pfund erreicht. Zu dieser Preiserhöhung haben unter anderem auch Finanzunternehmen wie der „Sprott Physical Uranium Trust“ durch den Kauf erheblicher Mengen von Uran beigetragen. Das ist zwar eine deutliche Verbesserung, liegt aber immer noch unterhalb des Levels, das als Anreiz für die Erschließung neuer Vorräte benötigt würde, die wiederum eine nachhaltige und sichere Deckung der globalen Nachfrage sichern könnten.

Die ist nach wie vor stark und wächst sogar: Aktuell sind auf der Welt 443 Kernkraftwerke am Netz, 51 sind im Bau und Hunderte in Planung, wobei China und Indien die größte Nachfrage erzeugen. Auf positives Interesse stößt zudem die Entwicklung von kleinen, modularen Reaktoren; auch befeuert durch den weltweiten Druck zur Verringerung der CO2-Emissionen. Kernkraft kann eine kontinuierliche Versorgung mit emissionsfreien Grundstrom gewährleisten.

Über „Moore Lake Uranium“

Moore Lake Uranium“ erstreckt sich über 35.705 Hektar und besteht aus zwölf zusammenhängenden Claims. Das zu 100 Prozent gehaltene Projekt befindet sich in unmittelbarer Nähe der regionalen Infrastruktur der Cameco-Betriebe „Key Lake“ (42 Kilometer nordöstlich) und „Mc Arthur River“ (39 Kilometer südlich) sowie 15 Kilometer östlich von „Wheeler River“ (Denison) und der „McArthur River“-Uranmine. Über Winter- und Eisstraßen ist das Gelände ganzjährig zugänglich. Skyharbour hatte das Areal am südöstlichen Rand des Athabasca-Beckens (Provinz Saskatchewan) im Sommer 2016 von Denison Mines übernommen. „

Die diskordanzähnliche Uranmineralisierung in der „Maverick“-Zone war bereits 2001 entdeckt worden und ergab bei historischen Bohrungen 4,03 Prozent Triuranoctoxid auf 10 Metern, einschließlich 20 Prozent Triuranoctoxid auf 1,4 Metern. Mit eigenen Bohrungen ermittelte Skyharbour 2017 6,0 Prozent Triuranoctoxid auf 5,9 Metern, einschließlich 20,8 Prozent Triuranoctoxid auf 1,5 Metern in 265 Metern Tiefe.

Abgesehen von der „Maverick“-Zone gibt es auf „Moore Lake Uranium“ eine Reihe weiterer Ziele mit hohem Potenzial für bedeutende Funde.

Weitere Projekte mit Partnern

Neben dem Flaggschiff „Moore“ und dem ebenfalls zu 100 Prozent gehaltenen Projekt „South Falcon Point“ am Ostrand des Athabasca-Beckens (abgeleitete Ressource gemäß NI 43-101: 7,0 Millionen Pfund Triuranoctoxid mit 0,03 Prozent und 5,3 Millionen Pfund Thoriumdioxid mit 0,023 Prozent) hat Skyharbour Resources einige Partnerprojekte im Portfolio. Mit dem Branchenführer Orano Canada Inc. besteht ein Joint-Venture bei Projekt „Preston“ (24,5 Prozent Skyharbour-Anteil), mit Azincourt Energy beim benachbarten Projekt „East Preston“ (15 Prozent Skyharbour-Anteil). Bei diesen beiden Projekten ist als dritter Projektpartner Dixie Gold an Bord.

Mit dem australischen unternehmen Valor Resources wiederum existiert eine endgültige Vereinbarung, nach der Valor 80 Prozent am Projekt „Hook Lake“ (vormals „North Falcon Point“) erwerben kann.V