Auswertungen von Explorationsbohrungen sind stets eine spannende Angelegenheit, die so manche Überraschung zutage fördern kann. So auch beim Herbst-Diamantbohrprogramm, das Skyharbour Resources Ltd. (TSX-V: SYH, WKN: A2AJ7J, ISIN: CA8308166096) aktuell auf seinem Flaggschiff-Projekt „Moore Lake Uranium“ durchführt. Von dort meldet der Uranexplorer aus Vancouver außerordentliche neue Ergebnisse, durch die die bekannte Mineralisierung vor Ort neue Dimensionen gewinnt. Ein Zwischenergebnis, denn die Analysen weiterer Proben stehen noch aus!

Die erfreulichen Werte stammen aus dem Bohrloch ML20-09. Dieses schnitt eine separate, im Grundgebirge ausgerichtete Uranmineralisierung in einer Tiefe zwischen 271,5 bis 289 Metern. Der Urangehalt auf diesen 17,5 Metern betrug 0,72 Prozent Triuranoctoxid, inklusive einem hochgradigen basalen Grundintervall von 1,00 Prozent über eine Zehn-Meter-Strecke. Damit wurde die Kontinuität der hochgradigen „Maverick“-Mineralisierung bestätigt.

Ein „bahnbrechendes“ Bohrloch

Der Skyharbour-Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer Jordan Trimble bezeichnete die Resultate aus ML20-09 für Skyharbour als bahnbrechend. Es handele sich um das bislang längste Mineralisierungsloch, mit dem man eine der besten Grundgesteins-Vererzungen des Projektes entdeckt habe.

Der mineralisierte Abschnitt befindet sich vorwiegend in gescherten, durch Ton modifizierten beziehungsweise ausgetauschten graphitisch-pelistischen Ansammlungen innerhalb der Grundgesteine. („Pelit“ bezeichnet sehr feines Sedimentgestein, meist Silikat). Er ist ein Beweis für das Potenzial des zentralen Segments der östlichen Ausdehnung der Explorationsziels „Maverick East“. Die 50-Meter-Strecke im Osten ist entlang des Streichens und in der Tiefe offen und war zuvor nur unwesentlich durch Bohrungen getestet worden.

Skyharbour erhöht mit der aktuellen Entdeckung erfolgreich die Ausmaße der hochgradigen Uranzonen innerhalb des Maverick-Korridors. Die Ergebnisse sind ein Beleg für das Aufwärtspotenzial der Entdeckungen in diesem Projekt, insbesondere was die Grundgesteinszonen betrifft, die in der Vergangenheit nur durch begrenzte Bohrtests untersucht worden waren.

Es ist noch viel zu tun: Erhebliche Teile des insgesamt 4,5 Kilometer langen Maverick-Korridors müssen noch systematisch mit weiteren Bohrungen untersucht werden. Sowohl längs des Streichens als auch in der Tiefe des Grundgesteins verbirgt sich noch eine Menge Entdeckungspotenzial.

Mehr Details vom Herbst-Bohrprogramm

Die Entdeckung der Mineralisierung war indes nicht die einzige Erkenntnis, die durch Bohrungen gewonnen wurde. Zwei weit auseinander liegende Explorationsbohrlöcher wurden im Zielgebiet Maverick West angelegt und identifizierten dabei die Kontinuität des geologischen Modells in einem Gebiet, in dem die Grundgesteine örtlich geochemische Anomalien ausweisen.

Insgesamt hatte Skyharbour sieben Bohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 2.560 Metern realisiert. Zwei dieser Löcher, ML20-07 und ML20-08, testeten dabei das Gebiet Maverick West; die Löcher ML20-09, 10, 12 und 13 die östliche Zone und das Loch ML20-11 die Übergangszone zwischen den Zielen „Viper“ und „Esker“. Auswertungen von ML20-10 bis ML20-13 stehen noch aus. Skyharbour wird die Resultate veröffentlichen, sobald diese vorliegen.

Das bereits beschriebene Bohrloch ML20-09 wurde vom zentralen und erst spärlich erbohrten Teil der erweiterten Maverick-Ost-Zone entgegengesetzt der Fallrichtung der älteren Bohrung ML20-06 angesetzt, wo vier moderate Intervalle der Mineralisierung über der Abweichung durchteuft wurden. Es schnitt ein abgetrenntes, im Grundgestein befindliches Intervall der Uranmineralisierung mit einer geringfügigen Sandsteinkomponente. Sand- und Grundgestein sind stark mit Indikatormetallen mit bis zu 22.330 Millionstel Nickel und 5.250 Millionstel Kobalt angereichert, in Verbindung mit einem 0,5-Meter-Intervall von 5,00 Prozent Triuranoctoxid in den Grundgesteinen.

Bohrungen zur Sondierung der Geologie

Die Bohrungen in Maverick West dienten zuvorderst der Verbesserung des geologischen Verständnisses. ML20-07 wurde etwa zehn Meter oberhalb des 2007 gebohrten Lochs ML-209 angelegt. Es zielte auf einen signifikant niedrigen spezifischen Widerstand, der als eine geochemische Anomalie in strukturell zerstörten, graphitisch-pelitischen Gneispaketen identifiziert worden war, inklusive 0,5 Metern zu 0,078 Prozent Triuranoctoxid im historischen Loch.

ML20-07 kreuzte über 65 Meter den pelitischen Gneis unterhalb der Anomalie und brachte abnorme Werte von Bor, Vanadium, Kupfer und Nickel in lokalisierten Graphitfehlern im Grundgestein zutage. Das Loch durchschnitt insgesamt zwar keine nennenswerte Uran-Mineralisierung, erbrachte aber neue Erkenntnisse über die Struktur und Geologie des Areals.

Das Bohrloch ML20-08 schließlich wurde in etwa 125 Meter ostsüdöstlicher Richtung gebohrt, um die komplexe Beziehung eines bereits in den 90er-Jahren von AREVA (heute Orano) zum aktuell identifizierten Maverick-West-Leiter zu interpretieren. Das Loch wies anomale Uran-Anzeiger-Elemente auf, während der Grundsandstein strukturell verändert und stark zerstört war.

Die nächsten Schritte

Skyharbour hat das Genehmigungsverfahren für denkbare geophysikalische Bohrungen und Diamantbohrprogramme in der Winter- und Sommersaison 2021 eingeleitet. Mit diesen Bohrprogrammen sollen Ziele getestet werden, die entweder durch das geophysikalische Programm identifiziert wurden oder bei denen es sich um Nichtkonformitäts- oder Grundgesteinsziele entlang des hochgradigen Maverick-Korridors beziehungsweise um ungetestete, potenziell leitende Korridore handelt. Der Interessensschwerpunkt liegt auf Grundgesteins-Feeder-Zonen für das nicht konform gehostete hochgradige Uran aus dem Maverick-Korridor.

Über das Moore-Projekt

 Das im Athabasca-Becken in der kanadischen Provinz Saskatchewan gelegene Projekt „Moore Lake Uranium“ befindet sich zu 100 Prozent im Besitz von Skyharbour. Es liegt nur etwa 15 Kilometer entfernt vom Wheeler-River-Projektes von Denison und nahe der regionalen Infrastruktur von Key Lake und McArthur River von Cameco. Das Projekt besteht aus insgesamt zwölf verbundenen Claims und hat eine Gesamtfläche von 35.705 Hektar. Es ist über Winter- und Eisstraßen gut zugänglich; ein Faktor, der sowohl die Logistik vereinfacht als auch die Kosten senkt.

Bereits im April 2001 war in der Maverick-Zone auf dem Projekt eine nichtkonforme Uranmineralisierung entdeckt worden. Skyharbour hatte sich von Denison Mines Corp. im Sommer 2016 eine Option zum Erwerb des Projekts gesichert und entsprechende Earn-in-Anforderungen erfüllt.

2017 konnte Skyharbour erste Bohrergebnisse bekanntgeben, darunter 6,0 Prozent Triuranoctoxid über 5,9 Meter, einschließlich 20,8 Prozent Triuranoctoxid über 1,5 Meter in einer vertikalen Tiefe von 265 Metern. Neben der Maverick-Zone beherbergt das Projekt eine Reihe weiterer Ziele mit hohem Potenzial, die durch zukünftige Bohrprogramme getestet werden sollen.

Exkurs: Die aktuelle Lage am Uran-Markt

Uran verzeichnet in letzter Zeit einen Aufwärtstrend mit steigenden Kursen und einer insgesamt verbesserten Marktstimmung. Analysten sehen darin Anzeichen für einen anhaltenden Aufschwung. Einige Fundamentaldaten stellen sich aktuell besser dar als noch in der Zeit vor der Fukushima-Katastrophe. All das sollte höhere Uranpreise unterstützen, zumal sich auch die Nachfrage nach Uran erhöht. Aktuell sind weltweit 443 Atom-Reaktoren in Betrieb, 53 im Bau und viele weitere in Planung. Die Top-Nachfrage nach Uran zur Energieerzeugung erfolgt seitens China und Indien.

Die Spotpreise für Uran liegen bei etwa 30 USD pro Pfund und damit noch unterhalb der durchschnittlichen weltweiten Produktionskosten. Um die Erzeugung zu rechtfertigen und neue Minen für eine sichere und nachhaltige Versorgung zu entwickeln, müssten die Preise erheblich ansteigen.

Die Angebotsseite wird derweil durch die Schließung von Minen und Einschränkungen der Produktion, unter anderem durch die COVID-19-Pandemie, beeinflusst. Eben dieses Defizit in der Versorgung wird zur Erhöhung der Preise führen: 2020 wurden etwa 122 Million Pfund produziert, während die Nachfrage bei etwa 182 Millionen Pfund lag. Selbst Großversorger wie Cameco und Kazatoprom mussten Bereits Uran zukaufen, um ihre Vertragslieferungen erfüllen zu können.

Bemerkenswert ist, dass die Nachfrage nach Uran und der Betrieb kleinerer modularer Reaktoren ein positives Medienecho erfahren. Ein wichtiger Hintergrund hierfür ist das globale Bestreben, CO2-Emissionen zu reduzieren. Emissionsfreier Atomstrom ist ein wichtiger Faktor für den Klimaschutz.

Skyharbour ist mit seinem Portfolio an Uran- und Thorium-Explorationsprojekten im Athabasca-Becken gut aufgestellt: Mit sechs bereits bohrfertigen Projekten kann das Unternehmen unmittelbar von den Verbesserungen am Uranmarkt profitieren.

Das Uran-Portfolio von Skyharbour

Skyharbour will für seine Shareholder Wertschöpfung aus neuen Mineralentdeckungen, langfristigen Partnerschaften und Projekten in geopolitisch sicheren Umfeldern generieren.

Neben seinem 100prozentig autark explorierten Flaggschiffprojekt Moore hält Skyharbour separate Optionsvereinbarungen mit Orano Canada Inc. und Azincourt Energy, die durch kombinierte Explorationsausgaben von 9.800.000 CAD sowie Barzahlungen in Höhe von insgesamt 1.700.000 CAD 70 Prozent der Anteile an dem Projekt Preston beziehungsweise East-Preston verdienen können. Das Preston-Projekt liegt in der Nachbarschaft der Lagerstätten Triple-R (Fission Uranium) und Arrow (NexGen Energy)

Skyharbour ist außerdem zu 100 Prozent am South Falcon Uranium-Projekt am Ostrand des Athabasca-Beckens beteiligt (abgeleitete Ressource laut NI 43-101: 7,0 Millionen Pfund Triuranoctoxid mit 0,03 Prozent Triuranoctoxid und 5,3 Millionen Pfund Thoriumdioxid mit 0,023 Prozent Thoriumdioxid. Erst kürzlich hatte Skyharbour mit Pitchblende Energy aus Australien (wird von Valor Resources übernommen) eine Absichtserklärung für den Nordteil des Falcon-Projektes unterzeichnet, nach der Pitchblende 80 Prozent des Projektes durch Explorationsausgaben in Höhe von insgesamt 3.500.000 USD und insgesamt 425.000 USD verdienen kann.