Aufregende Werte aus dem „Moore“-Projekt, der Pitchblende-Deal zu „North Falcon Point“, mögliche Zukunftsziele in „Mann Lake“ und „Yurchison“ – Skyharbour Resources Ltd. (TSX-V: SYH, WKN: A2AJ7J, ISIN: CA8308166096) hat so viele Projekte rund ums Uran zu bieten, dass man die Übersicht verlieren könnte. Ein Teil der Explorationen wird von Joint-Venture-Partnern unternommen, und hier gibt es News: In „East Preston“ mobilisiert Azincourt Energy Corp ein technisches Team, um Mineralisierungstrends genauer zu identifizieren.

Wie Skyharbour am Montag meldete, beginnt das kanadische Partnerunternehmen Azincourt sein bodengestütztes geophysikalisches Explorationsprogramm im Uranprojekt „East Preston“. Eigentlich hätte diese Untersuchung bereits im Sommer stattfinden sollen; jedoch führten die Einschränkungen durch die COVID-19-Krise zu erheblichen Verzögerungen. Ende November geht es nun endlich los.

Untersuchungen mit Elektrizität und Diamantbohrer

Mit der Durchführung des Explorationsprogramms wurde die Firma Patterson Geophysics aus La Ronge, Saskatchewan betraut. Bereits in den Vorjahren hatte Patterson geophysikalische Untersuchungen auf East Preston durchgeführt und ist somit bestens mit dem Gelände vertraut.

Bestandteile des Ablaufs sind eine elektromagnetische Vermessung mit einer horizontalen Schleife (oder kurz HLEM: „horizontal loop electromagnetic survey“). Insgesamt sind 33 Linienkilometer HLEM-Untersuchungen geplant. Damit sollen jene Bereiche, in denen ungetestete Korridore durch die vorangegangene liegenschaftsweite luftgestützte VTEM (Versatile Time Domain Electromagnetic) -Vermessung identifiziert wurden, verfeinert und gewichtet werden.

Höchstwahrscheinlich wird zudem ein Diamantbohrprogramm durchgeführt, um zusätzliche potentielle Leitertrends auf dem Gelände zu testen. Deren Zielauswahl richtet sich nach der Interpretation der HLEM-Auswertung. Trevor Perkins, zuständiger Explorationsmanager bei Azincourt, betonte, dass durch die genannten Voruntersuchungen die Ziele mit höchster Priorität effektiv angestrebt und getestet werden können.

Das East-Preston-Projekt

East Preston befindet sich nahe des Südrandes des westlichen Athabasca-Beckens in der kanadischen Provinz Saskatchewan. Die Mineralisierungsziele liegen oberflächennah und ohne Abdeckung durch den regional typischen Sandstein. Es handelt sich um flache Ziele, die jedoch bei näherer Untersuchung eine große Tiefenausdehnung aufweisen könnten. Das Projektgelände erstreckt sich entlang eines parallelen Leitertrends zwischen PLS-Arrow-Trend und der Centennial-Lagerstäte von Cameco, auch bekannt als „Virgin River Dufferin Lake-Trend“.

Deutliche Hinweise auf das Uran

Bereits 2013 und 2014 waren in East Preston umfangreiche lokale Explorationsarbeiten durchgeführt worden. Diese umfassten luftgestützte elektromagnetische, magnetische und radiometrische Untersuchungen. Auf dem Areal wurden damals drei potenzielle leitende Korridore mit geringerer magnetischer Signatur entdeckt, die sich über eine Gesamt-Streichenlänge von mehr als 25 Kilometern erstrecken. Mehrere elektromagnetische Leitertrends sind bereits identifiziert. Bisher abgeschlossene Bodenuntersuchungen und Probenentnahmen dienten der Auswertung von Bodenaufschlüssen,  Erdreich, biochemischen und Radonanomalien; sämtlich wichtige Anzeiger für Schichtlücken-Uranlagerstätten.

Im Januar und Februar 2018 hatte Azincourt ein geophysikalisches Wintererkundungsprogramm abgeschlossen. Dabei wurde eine erhebliche Anzahl neuer Bohrziele in den vorher ungetesteten Korridoren generiert und weitere Ziele nahe früherer Bohrungen entlang eines nach dem Ziel „Shwoosh“ benannten Korridors entdeckt. Weitere Bodenuntersuchungen hatten die luftgestützt identifizierten Leitfähigkeitstrends bestätigt und die Leiterachsen für künftige Bohrungen genauer abgesteckt. Eine Schwerkraftuntersuchung identifizierte Bereiche mit niedriger Signatur entlang der Leiter. Solche Werte stehen häufig im Zusammenhang mit Veränderungen und Verwerfungen beziehungsweise strukturellen Störungen, die mit Uranmineralisierungen verbunden sein können. Die Kombination und Anhäufung solcher Merkmale trägt zur Gewichtung der Ziele bei.

Das Hauptraster zeigt verschiedene lange lineare Leiter mit Biegeänderungen in ihrer Ausrichtung sowie versetzten Brüchen in der Nähe interpretierter Fehlerlinien. Das sind klassische Ziele für vom Grundgestein gehostete Schichtlücken-Uranablagerungen. Es handelt sich nicht einfach um Grundgebirge-Leiter; die strukturelle Komplexität identifiziert sie eindeutig als erweiterte und verbesserte Prospektivitätsziele.

Höchst interessant an alldem: Die Ziele sind den Uranmineralisierungen in den Lagerstätte Arx (NexGen) und Eagle Point (Cameco) ausgesprochen ähnlich.

Azincourts Rolle im Preston-Projekt

Skyharbour ist mit 50 Prozent am Preston Uranium Project beteiligt, der andere Projektanteil gehört der ebenfalls in Vancouver ansässigen Firma Dixie Gold Inc. Skyharbour und Dixie Gold hatten eine Optionsvereinbarung getroffen, nach der Azincourt eine Earn-In-Option zum Erwerb einer 70-prozentigen Beteiligung am East Preston-Grundstück hält. (Für den westlichen Teil des Areals besteht eine ähnliche Vereinbarung mit Orano Canada Inc. (vormals Areva). Beide Firmen können bis zu 70 Prozent des Preston-Projekts durch kombinierte Explorationsausgaben in Höhe von 9.800.000 USD sowie Barzahlungen in Höhe von 1.700.000 USD und Azincourt-Anteile erwerben).

Im Zuge dieser Vereinbarung hatte Azincourt Stammaktien ausgegeben und investiert über drei Jahre hin Bar- und Explorationsausgaben von zusammen 3.500.000 CAD als Gegenleistung für 70 Prozent der Grundstücksfläche. Von diesen Projektkosten kommen 1.000.000 CAD bar Skyharbour und Dixie Gold zu, 2.500.000 CAD sind für die Explorationskosten in dieser Zeit bestimmt.

Skyharbour und Dixie hatten sich darauf geeinigt, die Frist für die noch ausstehenden Verpflichtungen bis zum 31. März 2021 zu verlängern um die den Erwerb der 70 Prozent Beteiligung abzuschließen. Dies beinhaltet einen kleinen Teil der verbleibenden Explorationsausgaben für das Projekt sowie eine abschließende Barzahlung von 400.000 CAD. Als Gegenleistung für die Verlängerung hatte Azincourt 5.000.000 Stammaktien an Skyharbour und Dixie ausgegeben.

Über Skyharbour Resources

Skyharbour hat sich auf die Fahnen geschrieben, Shareholder Value durch neue Mineralentdeckungen, langfristige strategische Partnerschaften und die Förderung von Explorationsprojekten in geopolitisch günstigen Gerichtsbarkeiten zu generieren. Der Explorer hält ein umfangreiches Portfolio von Uran- und Thorium-Explorationsprojekten im kanadischen Athabasca-Becken und ist gut damit aufgestellt, mit sechs bereits bohrfertigen Projekten von der Grundlagenverbesserung am Uranmarkt zu profitieren.

Flaggschiff von Skyharbour ist das bereits weit fortgeschrittene „Moore Uranium Project“, an dem eine 100-prozentige Beteiligung von Denison Mines erworben wurde; dieses Unternehmen ist wiederum zugleich ein wichtiger Anteilseigner an Skyharbour. Eine hochgradige Uranmineralisierung in der sogenannten „Maverick-Zone“ mit bis zu 6 Prozent Triuranoctoxid über 5,9 Meter, inklusive 20,8 Prozent über 1,5 Meter in 265 Metern Tiefe ist nachgewiesen. Das Moore-Projekt ist etwa 15 Kilometer vom „Wheeler River“-Projekt (Denison) und 39 Kilometer vom „McArthur River Project“ (Cameco) entfernt.

Weiterhin hält Skyharbour 100 Prozent am „South Falcon Uranium-Project“ am Ostrand des Athabasca-Beckens. Dessen abgeleitete Ressource umfasst gemäß National Instrument NI 43-1017,0 Millionen Pfund Triuranoctoxid mit 0,03 Prozent und 5,3 Millionen Pfund Thoriumdioxid mit 0,023 Prozent. Erst kürzlich hatte Skyharbour mit Pitchblende Energy aus Australien (einem Unternehmen, das von Valor Resources übernommen wird), eine Absichtserklärung für sein benachbartes Projekt „North Falcon“ unterzeichnet, wonach Pitchblende 80 Prozent des Projektes durch Explorationsausgaben von 3.500.000 CAD und insgesamt 425.000 in bar erwerben kann.