Q2 Metals meldet bislang stärkstes Bohrloch auf dem Cisco-Lithiumprojekt
Drei breite Abschnitte in einem Bohrloch
Die ersten Analyseergebnisse aus dem Sommerprogramm 2026 liefern Q2 Metals Corp. CA74739G1072 A3D4CR neue Daten für die Weiterentwicklung des Cisco-Lithiumprojekts in Québec. Bohrloch CS26-093 durchschnitt drei getrennte mineralisierte Abschnitte mit 60,8 Metern bei 1,24 % Lithiumoxid, 213,8 Metern bei 1,93 % sowie 403,7 Metern bei 1,57 % Lithiumoxid.
Nach Angaben des Unternehmens enthält kein zuvor auf Cisco niedergebrachtes Bohrloch eine größere Gesamtlänge mineralisierten Pegmatits. Die drei Abschnitte summieren sich auf rund 678 Meter innerhalb des insgesamt 802,7 Meter langen Bohrlochs.
Die angegebenen Längen beziehen sich auf die Strecke entlang des Bohrkerns. Sie entsprechen nicht automatisch der wahren Mächtigkeit der mineralisierten Körper. Q2 Metals weist darauf hin, dass das geologische Modell der Pegmatitzonen mit weiteren Bohrungen verfeinert wird.
Der oberste Abschnitt beginnt bereits bei einer Bohrlochtiefe von 17,7 Metern. Nach Berechnung des Unternehmens liegt er vertikal etwa 14 Meter unter der Oberfläche und nahe der Aufschlusszone CO20. Da dieser Bereich teilweise von Vegetation und Lockermaterial bedeckt ist, können die Bohrdaten dort Informationen liefern, die an der Oberfläche nicht unmittelbar erkennbar sind.
Mineralisierung reicht über die bisherige Grubenhülle hinaus
Bohrloch 93 war als Infill-Bohrung geplant. Solche Bohrungen schließen Lücken zwischen bereits bekannten Datenpunkten und sollen die geologische Sicherheit einer Ressourcenschätzung erhöhen. Q2 Metals will damit Teile der bislang vermuteten Mineralressource in die höher abgesicherte Kategorie "angezeigt" überführen.
Zugleich erweitert das Ergebnis den Kenntnisstand im westlichen Teil der Lagerstätte. Von dem 403,7 Meter langen Abschnitt mit 1,57 % Lithiumoxid liegen nach Unternehmensangaben rund 170 Meter außerhalb der konzeptionellen Grubenhülle, die der Ressourcenschätzung vom April zugrunde lag.
Eine Lage außerhalb dieser Hülle bedeutet noch nicht, dass das Material später wirtschaftlich abgebaut werden kann. Der Abschnitt kann jedoch die Grundlage für eine Erweiterung oder Anpassung des geologischen Modells schaffen. Q2 Metals plant, die Ergebnisse des Sommer- und Herbstprogramms in eine aktualisierte Ressourcenschätzung aufzunehmen.
Das zweite gemeldete Bohrloch CS26-091 lieferte einen deutlich kleineren Abschnitt von 7,1 Metern mit 0,53 % Lithiumoxid. Es sollte eine früher entdeckte Zone in geringerer Tiefe überprüfen. Das Ergebnis dient dem Unternehmen vor allem zur weiteren Interpretation der geologischen Strukturen in diesem Gebiet.
Bestehende Ressource erhält zusätzliche Daten
Die aktuelle, nach dem kanadischen Standard NI 43-101 erstellte Schätzung weist für Cisco insgesamt rund 295 Mio. Tonnen mit durchschnittlich 1,36 % Lithiumoxid als vermutete Mineralressource aus. Davon entfallen rund 270 Mio. Tonnen mit 1,36 % auf eine Tagebauabgrenzung und weitere 24 Mio. Tonnen mit 1,34 % auf eine untertägige Abgrenzung. Rundungsbedingt weicht die Summe der Einzelwerte vom ausgewiesenen Gesamtwert ab.
Die Schätzung trägt den Wirksamkeitsstichtag 20. April 2026 und wurde vom unabhängigen Beratungsunternehmen BBA erstellt. Sie berücksichtigte 75 Bohrlöcher mit zusammen 33.343 Metern. Vermutete Mineralressourcen besitzen eine geringere geologische Sicherheit als angezeigte oder gemessene Ressourcen. Sie sind zudem keine Mineralreserven und belegen für sich genommen keine wirtschaftliche Gewinnbarkeit.
Genau hier setzt das laufende Programm an. Im Sommer wurden bislang 22 Bohrlöcher mit insgesamt 9.552 Metern abgeschlossen. Vier Bohrgeräte arbeiten derzeit im Bereich der Hauptlagerstätte. Sobald weitere Geräte verfügbar sind, sollen auch Erweiterungsbohrungen außerhalb dieses Gebiets beginnen.
Parallel führt Q2 Metals Boden- und Geschiebemergelproben, Kartierungen, Prospektionsarbeiten und Oberflächenkanalproben auf dem insgesamt 41.253 Hektar großen Projektgebiet durch. Die regionalen Arbeiten sollen zusätzliche Ziele außerhalb der bekannten Lagerstätte identifizieren.
Ressourcenschätzung und PEA als nächste Etappen
Die neue Bohrung kann sich in zweifacher Hinsicht auf die Projektplanung auswirken. Die Infill-Daten sollen eine Höherstufung von Ressourcenteilen unterstützen. Der Abschnitt außerhalb der bisherigen Grubenhülle könnte außerdem zur räumlichen Erweiterung des Modells beitragen.
Die tatsächliche Wirkung wird sich erst mit der aktualisierten Ressourcenschätzung bestimmen lassen. Anschließend soll eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie, eine sogenannte Preliminary Economic Assessment oder PEA, erstmals mögliche Abbaukonzepte, Produktionsannahmen, Kosten und Wirtschaftlichkeit des Cisco-Projekts zusammenführen.
In den kommenden Wochen und Monaten erwartet das Unternehmen weitere Analysen aus dem laufenden Bohrprogramm. Danach folgen die Ergebnisse der regionalen Probenahmen, die aktualisierte Ressourcenschätzung und die für 2027 vorgesehene PEA.