Erstellt im Auftrag von Arctic Minerals AB

Nationale Sicherheit: Nordische Länder zünden Rohstoff-Turbo gegen China

Nationale Sicherheit: Nordische Länder zünden Rohstoff-Turbo gegen China Arctic Minerals

Der Metallexplorer Arctic Minerals SE0024172779 A411LJ startete im Juni ein Genehmigungsprogramm für das Kupfer-Silber-Projekt Hennes Bay in Schweden. Damit will das Unternehmen der Einreichung eines Antrags auf eine Abbaugenehmigung bei der schwedischen Bergbauaufsichtsbehörde einen Schritt näherkommen. PEA, Ressourcenerweiterung und regionale Exploration laufen parallel weiter.

Arctic Minerals arbeitet an Genehmigung für Kupfer-Silber-Projekt

Auf dem Plan stehen nun umfangreiche Umweltstudien, die als Grundlage für eine Umweltverträglichkeitsprüfung zur Unterstützung des Antrags dienen sollen; die Einreichung ist für Ende 2027 geplant.

Im April hatte das Unternehmen ein Bohrprogramm gestartet, im Mai waren Ergebnisse historischer metallurgischer Testarbeiten und mineralogischer Untersuchungen vorgelegt worden. Arctic Minerals CEO Peter George sieht in dem begonnenen Genehmigungsprogramm "einen wichtigen Schritt zur Sicherung der für den Baubeginn des Hennes-Bay-Projekts erforderlichen Lizenzen."

Diese Lizenzen könnten nun etwas unkomplizierter erteilt werden als bislang gedacht. Die schwedische Regierung erklärte in dieser Woche den Abbau kritischer Metalle und Seltenerdmetalle zu einem nationalen Sicherheitsinteresse. Eine neue Abbaustrategie sei notwendig, um der Abhängigkeit von China entgegenzuwirken.

Die Volksrepublik dominiert sowohl den Abbau als auch die Verarbeitung von Seltenen Erden, die für die Erzeugung sauberer Energie, die Verteidigung und die Produktion von Elektrofahrzeugen unerlässlich sind. Pekings Exportkontrollen haben sich zu einem mächtigen geopolitischen und tarifären Druckmittel entwickelt.

Schweden reagiert auf systemisches Risiko

Ebba Busch, Wirtschaftsministerin und stellvertretende Premierministerin, sieht darin ein "systemisches Risiko" und betonte, dass die Einstufung des Bergbaus als nationales Sicherheitsinteresse die Planung und Genehmigung von Projekten beschleunigen und so die Attraktivität für Investoren erhöhen könnte.

Die neue Strategie soll unter anderem die Zuweisung von Land für Bergbauprojekte durch den Staat vereinfachen. Busch zufolge prüft die Regierung zudem die Möglichkeit, eine staatliche Investmentgesellschaft für den schwedischen Bergbausektor zu gründen.

Die jüngste Entscheidung in Stockholm dürfte den in den nordischen Ländern längst begonnenen Aufschwung im Bergbausektor weiter stützen. Schweden, Norwegen und Finnland verfügen über bedeutende Rohstoffvorkommen und konnten bei deren Erschließung in den letzten Monaten beachtliche Erfolge vorweisen.

Das Keliber Lithiumprojekt in der Region Zentral-Ostbotnien in Westfinnland gilt fortschrittlichstes integriertes Lithiumprojekt mit einer geplanten Produktion von Lithiumhydroxid-Monohydrat (LiOH) in Batteriequalität von rund 15.000 Tonnen pro Jahr über einen Zeitraum von mehr als 18 Jahren. Das zu rund 80 % im Besitz von Sibanye Stillwater ZAE000259701 A2PWVQ befindliche Projekt soll den gesamten Produktionsprozess von der Mine bis zum Markt abdecken. Keliber wurde von der EU als strategisches Projekt im Sinne des Critical Raw Materials Act (CRMA) eingestuft.

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Bergbauprojekte in Finnland und Norwegen melden Fortschritte

Exploration fördert im ohnehin rohstoffreichen Finnland weitere Bodenschätze zutage. Im Mai meldete Endomines FI4000508023 A3D3XJ eine bedeutende Goldentdeckung in Ukkolanvaara nahe der finnisch-russischen Grenze.

"Die Ergebnisse und geologischen Beobachtungen vermitteln ein umfassendes Bild einer flach liegenden, mächtigen und goldreichen Lagerstätte. Die erzielten Ergebnisse sind branchenführend und sowohl entlang der Karelian Gold Line als auch in ganz Finnland außergewöhnlich", hieß es in einem Bericht im Juni. Gebohrt worden waren unter anderem zwei etwa 50 Meter lange Abschnitte mit rund 2 Gramm Gold pro Tonne.

Auch in Norwegen wurden Fortschritte gemacht. Blue Moon Metals CA09570Q5095 A413T9 meldete für das Kupfer-Silber-Gold-Projekts Nussir in der Gemeinde Hammerfest im Juni die Vergabe eines Engineering-, Beschaffungs- und Bauvertrags (EPC) für die Aufbereitungsanlage des Projekts, die Genehmigung des Abfallwirtschaftsplans durch die norwegische Umweltbehörde sowie die Genehmigung des aktualisierten Minenbetriebsplans durch die norwegische Bergbehörde. Die geschätzte durchschnittliche Jahresproduktion über die geplante Lebensdauer von 13 Jahren beträgt 19.000 t Kupferäquivalent, einschließlich durchschnittlich 3.600 Unzen Gold und 546.000 Unzen Silber.

Fen und Per Geijer: Nordeuropas XXL-Lagerstätten

Rare Earths Norway hatte im März mitgeteilt, dass die Mineralressourcen auf dem Fen-Projekt in der Gemeinde Nome im Süden Norwegens dem größten Seltene-Erden-Vorkommen Kontinentaleuropas, seit der letzten Schätzung vor zwei Jahren um 81 % gestiegen sind. Die revidierte Schätzung beziffert die angezeigten und abgeleiteten Ressourcen von Fen auf 15,9 Millionen Tonnen, gegenüber den im Jahr 2024 berechneten 8,8 Millionen Tonnen.

Damit ist Fen noch um einiges größer als die schwedische Lagerstätte Per Geijer in der Nähe der bestehenden Kiruna-Mine von LKAB. Diese beherbergt 1,2 Milliarden Tonnen Mineralvorkommen, davon 2,2 Millionen Tonnen Seltenerdoxide.

Die Entwicklungen verdeutlichen, dass die Nordischen Länder dabei sind, ihre Möglichkeiten in der Rohstoffproduktion weitreichender zu nutzen als bisher. Arctic Minerals ist für einen strukturellen Aufschwung des Bergbaus in Europas Norden denkbar gut aufgestellt. Das Unternehmen exploriert neben den Projekten Hennes Bay und Swan Lake in Schweden auch Kuusi im finnischen Lappland und Bidjovagge in Norwegen.

"Die von uns eingeleiteten Umweltprüfungen sind gründlich, zielgerichtet und entsprechen allen geltenden schwedischen Standards und internationalen Best Practices. Schweden verfügt über ein strenges Genehmigungsverfahren für Bergbauprojekte, und unser Ansatz berücksichtigt die Erfahrungen aus vergleichbaren Projekten in der Region", hatte CEO Peter George im Juni gesagt.

Die Einstufung des Bergbaus zum nationalen Sicherheitsinteresse dürfte die Chance auf eine Genehmigung erhöhen. Fortschritte im Genehmigungsprozess könnten auch dem Aktienkurs neuen Schub verleihen, der seit dem Hoch im Januar mehr als zwei Drittel eingebüßt hat und sich nahe der 2025 mehrfach getesteten Tiefs befindet.