Erstellt im Auftrag von Zodiac Gold

Liberia macht Ernst: Mit US-Hilfe zum Top-Bergbaustandort?

Liberia macht Ernst: Mit US-Hilfe zum Top-Bergbaustandort? bigstockphoto

Der Goldexplorer Zodiac Gold CA98980T1049 A3EKSC konnte im Oktober den bisher breitesten und hochgradigsten Grabenabschnitt im Zielgebiet Feh Feh auf dem Todi Goldprojekt in Liberia vermelden. 34 Meter mit 0,71 Gramm Gold pro Tonne, darunter 18 Meter mit 1,18 Gramm, lieferten einen weiteren Beweis für die mineralisierte Kontinuität entlang des Streichens.

Das Unternehmen meldete zudem eine deutliche Ausweitung der Goldvorkommen entlang des Monterra-Trends, einem weiteren Ziel bei Todi. Neue geochemische Bodenanalysen haben die Goldanomalie im Boden von Lewis North um 1,2 km auf etwa 3 km ausgedehnt und gleichzeitig Lewis South erweitert sowie zusätzliche Anomaliezonen jenseits des zuvor definierten Monterra-Trends identifiziert.

Zodiac Gold sieht Hinweise auf größeres mineralisiertes System

"Aus Explorationssicht ist dies genau das, was wir uns erhofft haben: Mehrere unabhängige Datensätze – Bodengeochemie, Schürfgrabenfunde und handwerkliche Aufschlüsse – weisen auf ein größeres, zusammenhängendes mineralisiertes System hin und liefern uns eine wachsende Anzahl vielversprechender Bohrziele", sagt CEO David Kol.

Zodiac Gold hat sich bewusst für Liberia als (einzigen) Standort entschieden. Das Land bietet neben einer reichhaltigen und stark unterexplorierten Geologie stabile politische Rahmenbedingungen. Seit 2003 ist der Staat an der Atlantikküste eine stabile Demokratie mit geordneten Machtwechseln. Die Regierung ist bergbaufreundlich eingestellt, Gesetze basieren auf australischen Vorbildern.

Im Januar konnte das Land einen Meilenstein bei der Entwicklung des heimischen Industrie- und Bergbausektors vermelden. Die Regierung verlängerte die Laufzeit des bestehenden Mineralienabkommens mit dem Stahlkonzern ArcelorMittal LU159875768 A2DRTZ bis 2050.

ArcelorMittal nimmt in Tokadeh im Osten des Landes nahe der Grenzen zur Elfenbeinküste und zu Guinea eine hochmoderne Eisenerzaufbereitungsanlage in Betrieb, die das Kernstück eines 1,8 Mrd. USD schweren Expansionsprojekts bildet und die Gesamtinvestitionen des Konzerns im Land auf 3,5 Mrd. USD erhöht.

ArcelorMittal investiert Milliarden in Liberia

Im Rahmen dieser Vereinbarung zahlt das luxemburgische Unternehmen 200 Mio. USD an die Regierung und sichert sich im Gegenzug erweiterte Abbaugebiete sowie garantierten Zugang zu Schienenkapazitäten.   Gleichzeitig fließt das Kapital in den Ausbau der Infrastruktur, darunter zwei Kraftwerke, die Modernisierung und Erweiterung des Hafens von Buchanan sowie die Eisenbahnstrecke zwischen Tokadeh und Buchanan.

Die Ziele des Konzerns im Land sind ambitioniert: Bis 2026 soll die jährliche Erzlieferung von derzeit 5 Millionen auf 20 Millionen Tonnen hochwertigeres Erz steigen; weitere Steigerungen werden im Rahmen von Machbarkeitsstudien bereits geprüft.

Auch der M&A Bereich zeigt Aktivität. Im Januar übernahm das in der Elfenbeinküste ansässige Unternehmen Mansa Resources mit Pasofino Gold das Dugbe-Goldprojekt im Süden des Landes. Die dortigen Lagerstätten Tuzon und Dugbe F verfügen über eine Ressource von 3,3 Mio. Unzen Gold in den Kategorien gemessen und angezeigt, weiteres Explorationspotenzial gilt aus ausgemacht. Pasofino plante den Beginn der Bauphase im Jahr 2028.

Im Oktober vereinbarte Liberias größter Goldproduzent, die Bea Mountain Mining Corp., die mehrheitliche Übernahme des Nimba-Goldprojekts von der in London börsennotierten Hamak Strategy VGG4256S1048. Hamak schichtet Ressourcen zugunsten des Akoko-Goldprojekts in Ghana um.

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Erste große Bergbaukonferenz steht bevor

Die Regierung sieht im Bergbau eine zentrale Säule der liberianischen Volkswirtschaft – und wirbt aktiv um neue Investoren. So wird Ende Oktober 2026 in Harbel die Liberia International Mining and Energy Conference and Expo (LIMEC) als erste internationale Branchenveranstaltung des Landes eröffnet. Teilnehmer erhalten direkten Zugang zu Regierungsbeamten, Regulierungsbehörden.

Die Konferenz findet vor dem Hintergrund zunehmender internationaler Aufmerksamkeit für Liberias Rohstoffsektor statt. Die Organisatoren schätzen, dass laufende Projekte und geplante Investitionen mehr als 3 Mrd. USD an neuen Investitionen anziehen könnten. Die Veranstalter weisen zudem darauf hin, dass geologische Studien, die im Jahr 2025 abgeschlossen wurden, Lithium-, Kobalt-, Mangan-, Neodym- und Uranvorkommen in mehreren Teilen des Landes identifiziert haben.

Weitere Pläne wurden während einer Bürgerversammlung der Regierung am 9. Oktober 2026 in Tubmanburg im Bezirk Bomi bekannt. So prüft Liberia Möglichkeiten zum Aufbau inländischer Mineralverarbeitungsanlagen, darunter eine geplante Goldraffinerie und Verarbeitungsprojekte für Gold und Blei aus dem Grand Kru County. Auch die Gründung eines staatlichen Bergbauunternehmens wird diskutiert.

Der Minister für Bergbau und Energie, R. Matenokay Tingban, erläuterte, die Regierung stehe bei der groben Erkundung der inländischen Rohstoffvorkommen noch am Anfang. So wüsste die Unternehmen oft mehr über die Mineralvorkommen des Landes als die Regierung. Er lud Investoren ein, detaillierte geologische Untersuchungen zu finanzieren.

"Deshalb haben wir bereits im Rahmen der UN-Generalversammlung Milliardäre eingeladen, in unser Land zu kommen und eine detaillierte allgemeine Untersuchung durchzuführen, um die benötigten geowissenschaftlichen Daten zu generieren", sagte er.

Liberia nähert sich Washington an

Liberias Politik näherte sich zuletzt deutlich den USA an. Derzeit laufen Verhandlungen über einen zweiten Millennium Challenge Corporation (MCC)-Vertrag. Die MCC ist eine US-Regierungsorganisation, die ärmere Länder unter bestimmten Voraussetzungen unterstützt. In diesem Zusammenhang steht auch eine Überarbeitung des Bergbaugesetzes an. Der erste MCC-Vertrag im Wert von rund 257 Mio. USD unterstützte Investitionen in den liberianischen Elektrizitätssektor und die Instandhaltung von Straßen. Zudem wurden in diesem und im vergangenen Jahr direkte Vereinbarungen mit der US-Regierung in den Bereichen Migration und Gesundheit getroffen.

Im Rahmen der UN-Versammlung und seines Aufenthalts in den USA traf Präsident Boakai mehrere US-Vertreter, darunter die Senatorin Angela Alsobrooks (Maryland) und den Kongressabgeordneten Gregory Meeks. Wichtige Themen waren Handel, Energie und  Sicherheit.

Ende September wurde Kristin Gilmore zur Leiterin der Botschaft in Monrovia ernannt. Sie traf am 14. Oktober 2026 Präsident Boakai. Beide Seiten betonten den Wunsch, die Partnerschaft zu vertiefen – besonders bei Investitionen, Handel und Sicherheit. Gilmore sprach explizit davon, US-Firmen nach Liberia zu holen.

Eine weitere Annäherung an Washington erscheint plausibel: Die USA versuchen, durch Abkommen Zugang zu kritischen Rohstoffen zu erhalten und setzen dabei auch auf afrikanische Länder. In Liberia spielen chinesische Unternehmen noch eine weitaus kleinere Rolle als etwa in der DR Kongo oder in Simbabwe, zudem sind mögliche Transportwege vergleichsweise kurz und fernab geopolitisch problematischer Gegenden.

Zodiac Gold ist vom Potenzial bei Todi überzeugt. Zwei Bohranlagen sind bei Lewis im Eeinsatz, erste Bohrungen bei Feh Feh sind für die kommenden Wochen geplant, Feldteams optimieren Bohrziele. "Die sich ausdehnende geochemische Struktur generiert zusätzliche Zielgebiete, während die Bohrungen die bereits definierten vielversprechendsten Zonen testen", erläutern die Geologen in einem Bericht ihre Vorgehensweise.

Die Aktie des Unternehmens notiert seit rund einem halben Jahr in einer seitwärts gerichteten Konsolidierungsphase. Verfestigen sich die Ergebnisse aus den Grabenproben zunehmend durch starke Bohrergebnisse, ist angesichts des gewaltigen geologischen Potenzials von Todi ein Ausbruch über frühere Hochs hinaus denkbar.