Goldfieber und Bonanza-Grade: Australiens Edelmetallsektor auf Expansionskurs

Goldfieber und Bonanza-Grade: Australiens Edelmetallsektor auf Expansionskurs QMines Ltd.

Der australische Explorer QMines AU0000141533 A2QSAM meldete im März für sein Mount Mackenzie Projekt in Zentral-Queensland einen Goldfund. Die Resultate der Diamantbohrung MMDD010 erreichten dabei "Bonanza-Grade", eine Beschreibung für außergewöhnlich hohe Goldgehalte. Dabei überzeugten sowohl die Spitzenwerte von 108,0 Gramm Gold und 61,9 Gramm Silber pro Tonne über 1 Meter als auch eine breitere hochgradige Zone von 16 Metern mit 19,35 Gramm Gold und 27,8 Gramm Silber pro Tonne.

QMines mit Bonanza-Bohrung bei Mount Mackenzie

Die Bohrung wurde durch die Geologen des Explorers nicht zufällig platziert. Erklärtes Ziel war, den vermuteten Brekziengang der Ader 355 mittels Diamantkernbohrung zu untersuchen und die geologische Sicherheit im Vergleich zu früheren offenen Lochschlagbohrungen zu verbessern.

QMines Explorationsleiter Tom Bartschi erläuterte: "MMDD010 hat bestätigt, dass die Ader 355 eine echte, hochgradige Gold- und silberhaltige Brekzienzone enthält und nicht nur ein schmales, sichtbares Goldvorkommen. Das Ergebnis zeigt zwei Bereiche mit besonders hohen Gehalten innerhalb einer durchgehenden, 16 Meter mächtigen mineralisierten Zone (…)." Die Analyseergebnisse der verbleibenden Bohrungen stehen noch aus.

Nicht nur bei QMines herrscht Goldsucherfieber. Australiens Goldsektor erlebt derzeit eine ausgeprägte Expansionsphase. Dies belegen auch die jüngsten Angaben des australischen Statistikbüros zu den Goldexplorationsausgaben. Diese legten im vierten Quartal 2025 um 8,8 % gegenüber dem Vorquartal zu und erreichten mit 469,3 Mio. AUD den höchsten Wert seit Beginn der Zeitreihe im vierten Quartal 2017.

Australiens Goldproduzenten überzeugen mit Zahlen

Weitere Belege liefern Zahlen von Goldproduzenten. Greatland Resources AU0000397705 A419ZS etwa wies für das erste Quartal 2026 eine Goldproduktion von 82.723 Unzen und einen Absatz von 97.800 Unzen aus und erzielte einen Cashflow von 260 Mio. USD. Der Anstieg des Cashbestands von 948 Mio. USD auf 1,208 Mrd. USD entspricht einem Quartalsplus von 27,4 %.

Das Unternehmen ist im Hinblick auf die weitere Entwicklung des Goldmarktes optimistisch eingestellt. "Greatland profitiert uneingeschränkt von möglichen Kursanstiegen des Goldpreises, während Gold-Put-Optionen einen teilweisen Schutz vor Kursverlusten bieten", hieß es in der Mitteilung zur Vorlage der Zahlen. Hedging mit Handbremse also. Greatland konnte auch einen deutlichen Zuwachs bei den Ressourcen vermelden: Die Ressource der Mine Telfer etwa legte um 150 % auf 8 Mio. Unzen zu.

Ein weiteres Exempel für den australischen Goldboom ist Evolution Mining AU000000EVN4 A1JNWA. Das Unternehmen präsentierte auf der BMO Metals & Mining Conference im Februar einen Expansionsplan mit mehreren Projekten, der darauf abzielt, Produktion und Rendite bis weit in die 2030er Jahre hinein zu steigern. CEO Lawrie Conway konnte ein starkes Ergebnis vermelden: Einen Rekord-Cashflow von 608 Mio. USD und ein bereinigtes EBITDA) von 1,04 Mrd. USD für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2025/26, was einer Marge von 57 % entspricht.

Auf Wachstum stehen die Zeichen auch bei New Murchison Gold AU0000365348 A40VYR. Das Unternehmen hat im vergangenen Jahr die Crown Prince Goldmine in Betrieb genommen. Diese soll in den ersten 30 Monaten des Tagebaus voraussichtlich 140.000 Unzen Gold produzieren. Unterhalb der Tagebaumine werden Bohrungen durchgeführt, um mögliche unterirdische Erweiterungen zu prüfen und die Minenlebensdauer zu verlängern.

Das vierte Quartal 2025 war das erste volle Produktionsquartal, für das Zahlen vorliegen. In diesem Zeitraum konnte das Unternehmen 184.746 Tonnen Trockenerz mit einem durchschnittlichen Goldgehalt von 4,0 g/t verkaufen, was 22.766 Unzen Gold entspricht. Starker Cashflow erhöhte den Cashbestand zum Jahresultimo auf 92 Mio. AUD.

"Der australische Goldsektor verzeichnet eine aggressive Expansion mit 11 neuen Minen und 19 in der Entwicklung, angetrieben durch die Nachfrage nach sicheren Anlagen", konstatiert Analyst Daniel O´Connor von dem eigentlich auf andere Rohstoffe spezialisierten Dienst Rare Earth Exchanges aus Salt Lake City.

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Belege für großes kohärentes Goldsystem

QMines skizziert für Mount Mackenzie daher auch bereits die nächsten Schritte. Ebenso wichtig wie die Ergebnisse der Bohrung sind laut dem Unternehmen dafür neu aufbereitete IP-Daten, die zeigten, dass die erbohrte Bonanza-Grad-Ader Teil eines deutlich größeren und kohärenteren hydrothermalen Systems sei als bisher angenommen. Zusammen unterstützen die vermeldeten Ergebnisse die weitere Evaluierung des gesamten Projekts und untermauern die geologischen Belege für ein großes und organisiertes hydrothermales System im Projektgebiet.

Die QMines Aktie hat im vergangenen Jahr um gut 25 % zugelegt, notiert aber noch weit unter ihren Allzeithochs. Das an der Börse mit aktuell knapp 19 Mio. EUR bewertete Unternehmen konnte bislang nur wenig von der Hausse am Goldmarkt im Allgemeinen und der Goldgräberstimmung in Down Under im Speziellen profitieren. Dies könnte sich bei anhaltenden Explorationserfolgen jedoch rasch ändern: In einem für Goldexplorer zunehmend günstigen Umfeld wäre dann eine Neubewertung durch den Markt denkbar.