Erstellt im Auftrag von QMines Limited

Australiens Goldexplorer steigern Ausgaben kräftig – Steuerpläne in der Kritik

Australiens Goldexplorer steigern Ausgaben kräftig – Steuerpläne in der Kritik QMines Ltd.

Der australische Goldexplorer QMines AU0000141533 A2QSAM arbeitet beim Mount Chalmers Projekt im Osten Queenslands mit Hochdruck auf eine endgültige Machbarkeitsstudie hin. Anfang Juni wurden wichtige Fortschritte in mehreren Arbeitsbereichen gemeldet. Der Abschluss der Studie soll bis Jahresende erfolgen.

Umweltgenehmigungen, Bergbaustudien, geotechnische Arbeiten, metallurgische Testarbeiten, Verfahrenstechnik und Stakeholder-Engagement werden parallel vorangetrieben. Dazu wurden sieben externe Dienstleister beauftragt.

QMines bei Mount Chalmers: Machbarkeitsstudie bis Jahresende

Die Geologen konnten ein aktualisiertes geologisches Modell für das Projekt fertigstellen und erste metallurgische und mineralogische Programme abschließen. Die Mineralogie dient dazu, das künftig abgebaute Erz mikroskopisch genau zu untersuchen und die Größe von Gold- und Silberpartikeln zu bestimmen. Davon hängt ab, wie fein das Gestein später gemahlen werden muss – und welches Equipment dafür benötigt wird.

Mit metallurgischen Tests ermitteln die Geologen das optimale Trennverfahren, mit dem die wertvollen Metalle vom Rest des Gesteins separiert werden. Die beiden entscheidenden Erkenntnisse: Recovery Rate und Anlagendesign. Die Recovery Rate bestimmt, wie viel Prozent des im Boden befindlichen Metalls tatsächlich gewonnen werden können – ein maßgeblicher Faktor für spätere Umsätze. Das notwendige Anlagendesign bestimmt, welche Brecher, Mühlen und Flotationszellen gebaut werden müssen und wie viel Energie und Chemikalien verbraucht werden.

Australien erlebt einen regelrechten Goldrausch, der bereits in wenigen Jahren zu einer deutlichen Zunahme der Goldproduktion führen wird. GlobalData schätzt, dass die australische Goldproduktion bis 2030 jährlich 13,2 Millionen Unzen erreichen wird – nach 10,2 Millionen Unzen im Jahr 2025, das den fünften jährlichen Rückgang in Folge markierte.

Australiens Goldexplorer steigern Ausgaben um 53,4 %

Auch jüngste Daten zu den Explorationsausgaben bestätigen den Aufwärtstrend in Australiens Goldsektor. Laut Statistikamt (Australian Bureau of Statistics, ABS) sind die Ausgaben für die Mineralexploration in Down Under im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,1 % gestiegen. Dies ist vor allem auf den Anstieg der Ausgaben für Gold um 53,4 % und Silber um 29.9 % zurückzuführen.

Die Daten des ABS zeigen außerdem einen Anstieg der gebohrten Meter um 27,6 % im Vergleich zum Vorjahr, hauptsächlich aufgrund von Bohrungen in bestehenden Lagerstätten, die um 34,4 % zunahmen. Bohrungen auf Greenfield-Projekten legten um lediglich 4,7 % zu. Warren Pearce, Geschäftsführer des Bergbauverbands AMEC kommentiert dazu: "Diese Ergebnisse zeigen die Begeisterung und die Dynamik, mit der die Mineralexploration zu Beginn des Jahres 2026 in vollem Gange ist. Angesichts der starken Rohstoffpreise und der weltweiten Nachfrage nach unseren Ressourcen ist es großartig zu sehen, dass sich zahlreiche Unternehmen vor Ort begeben, um Bohrungen durchzuführen."

Mit unserem kostenlosen Newsletter bleiben Sie stets zu interessanten Rohstoffthemen und Minenfirmen auf dem neuesten Stand. Verpassen Sie keine Marktkommentare und Hintergrundberichte zu spannenden Metallen mehr.

Mit dem Absenden bestätigen Sie, dass Sie unseren Disclaimer / AGB, unsere Datenschutzerklärung und Informationsvertragsbedingungen gelesen haben und akzeptieren.
Sie haben es fast geschafft!

Öffnen Sie Ihr Email Programm (eventuell den Spam Ordner prüfen) und klicken Sie in der Email mit dem Betreff: "Miningscout: Bitte Anmeldung bestätigen" auf den Bestätigungslink.

Fügen Sie info@miningscout.de als Kontakt in Ihrem Email-Programm hinzu, damit unser Newsletter nicht aus Versehen als Spam markiert wird.

Änderungen bei der Kapitalertragsteuer befürchtet

Der Verband kritisiert allerdings auch eine bevorstehende Steueränderung. Bislang galt für Privatpersonen ein 50 %-iger Abzug von der Kapitalertragssteuer, wenn Vermögenswerte länger als ein Jar gehalten wurden. Dieser pauschale Rabatt wird künftig durch eine Indexierung ersetzt, die Einstandswerte an die Inflation anpasst. Vorgesehen sind außerdem eine Mindeststeuer in Höhe von 30 % und das Ende der Steuerfreiheit für Altbestände, die vor dem 20. September 1985 gekauft wurden.

AMEC setzt sich für eine Ausnahme von den Änderungen der Kapitalertragsteuer für Investoren in die Mineralexploration ein, da "kleinere Unternehmen auf Privatanleger angewiesen sind, um zu überleben", wie Pearce Ende Mai äußerte.  Westgold Resources CEO Wayne Bramwell sagte Ende Mai auf dem Financial Review Mining Summit in Perth: "Diejenigen, die risikoreiche Explorationsprojekte durchführen, werden von der Kapitalertragssteuer erheblich betroffen sein, da nun vor allem Kleinanleger und kleine Fondsmanager eine andere Sichtweise auf die Rendite dieses Kapitals haben werden."

Matthew Holcz, Vorstandsvorsitzender des Eisenerzgeschäfts von Rio Tinto, sagte auf derselben Veranstaltung: "Für die Zukunft ist es unerlässlich, dass Australien sich in Bezug auf politische Positionen, sei es in der Besteuerung oder in der Regulierung der Arbeitsbeziehungen, so positioniert, dass es ein wirklich wettbewerbsfähiger Standort bleibt."  Noch ist nicht sicher, dass die Gesetzentwürfe (Treasury Laws Amendment Bill 2026 und Income Tax Rates Amendment Bill 2026) wie geplant zum 01. Juli 2027 umgesetzt werden. Die Konsultationen zur Behandlung von Kapitalgewinnen kleiner Unternehmen und Start-ups laufen noch.

QMines ist bis zur Machbarkeitsstudie finanziert

In einem PWC-Bericht heißt es dazu, dass "die steuerlichen und liquiditätsbezogenen Folgen aktueller und geplanter Investitionen" bereits vor dem Stichtag geprüft werden müssten. Das sieht auch Pearce so, der von einem dunklen Schatten spricht, der sich allmählich auf die Entscheidungsfindung auswirke. "Die nächste Phase der Konsultationen mit der Regierung wird entscheidend sein, da wir (…) immer mehr über die bereits spürbaren Auswirkungen hören." Dazu gehörten z.B. auf Eis gelegte Börsengänge oder unterbrochene Bohrprogramme.

Für QMines dürften sich die Folgen der möglichen steuerlichen Änderungen in Grenzen halten. Das Unternehmen scheint bis zum Abschluss der DFS vollständig durchfinanziert. Dies erlaubt, die Entwicklungsaktivitäten zu beschleunigen und die Dynamik aufrechtzuerhalten, die für eine hochwertige Machbarkeitsstudie bis zum Jahresende erforderlich sind. Zur guten Finanzierungsposition hat unter anderem das 15 Mio. AUD schwere strategische Investment des QIC Critical Minerals and Battery Technology Fund im Mai beigetragen.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für Mount Chalmers könnten ebenso wie weitere Explorationserfolge beim Projekt Mackenzie den Aktienkurs stützen, der sich aktuell in der unteren Hälfte der seit einem Jahr bestehenden Range befindet. Zusätzliches Kurspotenzial liefert eine neue strukturelle Interpretation, die Woods Shaft, Mount Chalmers und die Lagerstätte Botos als Teil eines rund vier Kilometer langen, bislang kaum erbohrten Mineralisierungskorridors beschreibt – ein größeres Bohrprogramm zur Überprüfung dieses Modells befindet sich bereits in der Finalisierung. Gemessen an den Fortschritten und Potenzialen des Portfolios und der soliden Finanzierung scheint die aktuelle Bewertung von gut 26 Mio. EUR daher noch jede Menge Luft nach oben zu haben.