Im Lithium-Business liefern sich Bergbaufirmen aufregende Rennen um verfügbare Ressourcen. Kein Wunder: Das weißgrau-silbrige Alkalimetall ist ein unverzichtbarer Bestandteil für Energiespeicherzellen und wird in zunehmendem Maße nicht nur von der Elektromobilitätsbranche nachgefragt. Galan Lithium (ASX: GLN; WKN: A2N4CD; ISIN: AU0000021461) aus Perth kann nur einen weiteren Erfolg verbuchen: Wie das Unternehmen am Dienstag meldete, ist die Ressource seines  argentinischen Projektes „Hombre Muerto West“ auf zwei Millionen Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent angestiegen. Galan hat damit den südkoreanischen Mitbewerber und Projektnachbarn POSCO überholt und hält nun die drittgrößte Lithium-Lagerstätte im argentinischen Salzbecken.

In einer Unternehmensmitteilung berichtete Galan Lithium über eine überarbeitete gemeldete Schätzung der Mineralressourcen für das Lithium-Soleprojekt „Hombre Muerto West“ in der Salztonebene (Salar) „Hombre Muerto“ in Nordargentinien. Die Ressourcenschätzung wurde vom Bergbauberatungsunternehmen SRK Consulting durchgeführt. Das nahm auch Bohrlochdaten einschließlich Gesamtporosität und spezifischer Ausbeute sowie lithologische Protokolle unter die Lupe.

Enormer Ressourcenanstieg durch „Del Condor“

Galan exploriert im Hombre-Muerto-West-Projekt derzeit sechs Konzessionsgebiete mit einer geschätzten Gesamtdimension von 7,5 Kilometern Streichenlänge, bis 2,5 Kilometern Breite und bis 718 Metern Tiefe. Die Galan-Liegenschaften Catalina und Pucara sind aktuell noch nicht in der Ressource eingerechnet. Stattdessen wurden die vier wichtigsten Hombre-Muerto-West-Konzessionen, das neu erworbene Del Condor, Deceo III, Pata Pila und Rana de Sal kombiniert.

SRK hatte die Hombre-Muerto-West-Ressource auf der Grundlage der Übernahme der Del Condor-Konzession von Portofino Resources Inc. und einer Überprüfung der in den Ressourcenberechnungen verwendeten spezifischen Ertragswerte aktualisiert. Die neuen Untersuchungsergebnisse belegen, dass die Lithium-Ressource nun mehr als zwei Millionen Tonnen beträgt. Exakt beziffert handelt es sich um Weltklasse-Lithiumcarbonat-Äquivalent (LCE) von 2,3 Millionen Tonnen bei 946 Milligramm Lithium pro Liter Sole. Die zuvor für das Projekt angegebene Ressource wuchs damit insgesamt um 65 Prozent, das sind 895.000 Tonnen LCE.

Koreanische Mitbewerber abgehängt

Damit verfügt Galan nun über eine Gesamtressource von 3 Millionen Tonnen Lithium-Äquivalent mit im Schnitt 858 Milligramm Lithium pro Liter – das ist die drittgrößte öffentlich bestätigte Ressource im sogenannten „Lithiumdreieck“ zwischen Nordargentinien, Bolivien und Chile. Das Projekt ist somit gehaltvoller als das benachbarte „Sal De Vida“-Projekt des südkoreanischen Mischkonzerns POSCO.

Galan-Geschäftsführer Juan Pablo Vargas de la Vega bezeichnete dies als „großartigen Meilenstein“. „Davon haben wir nicht einmal geträumt, als wir Ende letzten Jahres mit dem Bohren begannen“, so Vargas de la Vega wörtlich. „Der Anstieg von 1,4 auf 2,3 Millionen Tonnen bei Hombre Muerto West ist ein enormer Schritt für das wirtschaftliche und technische Potenzial des Projekts“

Die vorläufige wirtschaftliche Bewertung und eine Sondierungsstudie sollen bis Jahresende vorliegen.

Neuer Projektfokus im Salar

Im Mai hatte Galan aufgezeigt, dass aus der 25.000 Hektar großen Lagerstätte Candelas am Los Patos-Kanal eine hohe und relativ reine Lithium-Rückgewinnung bei geringer Umweltbelastung möglich ist. Der Fokus des Unternehmens verschob sich allerdings, nachdem sich zeigte, dass Hombre Muerto West höhergradige Werte bot. Im August dieses Jahres hatte Galan daher beschlossen, dass Hombre Muerto West- das in Argentinien fortan priorisierte Projekt werden solle.