Galan Lithium (ASX: GLN; WKN: A2N4CD; ISIN: AU0000021461) eröffnet die Woche mit guten Nachrichten: Der potenzielle Wert des Flaggschiffprojekts „Hombre Muerto West” in Argentinien steigt. So hat die positive Überprüfung eines neuen, stufenweise ausgelegten Modells für die Verdunstungsbecken zur Lithium-Gewinnung aus Sole positive Auswirkungen auf das Investitionskosten (CAPEX)-Profil. Außerdem konnten einige wichtige Meilensteine abgeschlossen werden, die Grundlagen für eine Machbarkeitsstudie („feasibility study“, FS) darstellen. Auch für das Lithium-Projekt „Candelas“ ist die Optimierung eines ähnlichen Sole-Modells in Arbeit.

Galans Flaggschiffprojekt „Hombre Muerto West“ im sogenannten südamerikanischen „Lithium-Dreieck“, im Westen des argentinischen Hombre-Muerto-Salar, setzt sich aktuell aus sieben Konzessionen zusammen. Eine Erstressourcenschätzung aus dem Frühjahr vergangenen Jahres bezifferte für die beiden größten Konzessionen zunächst eine Größenordnung von 1,1 Millionen Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent. Zwischenzeitlich wurde die Ressource auf 2,3 Millionen Tonnen erhöht. Hinzu kommt Explorationspotential für die bisher noch nicht in der Schätzung enthaltenen Konzessionen. Produziert wird Lithium aus Sole mittels Verdunstung – ein Prozess, der optimiert werden soll.

Stufenweise Verdunstung

Das Projektteam für „Hombre Muerto West“ hatte einen vorläufigen Entwurf für Verdunstungsbecken bei vollständiger Nutzung der Grundstücksfläche vorgelegt, aus dem sich eine mögliche Jahresproduktion von bis zu 25.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent ergibt. Damit wäre der Beleg für die Robustheit des Verdampfungsdesigns erbracht, mit dem ein hochwertiges Solekonzentrat erzeugt werden kann. Auch zu diesem Verfahren wurden zwei weitere Verdunstungstests erfolgreich abgeschlossen. Das Ergebnis: Lithium-Gehalte von mehr als sechs Prozent im Konzentrat.

Robust und risikoarm: Geschäftsleitung begrüßt Ergebnisse

Juan Pablo Vargas de la Vega, der Hauptgeschäftsführer von Galan Lithium äußerte, das Unternehmen stärke und erweitere die Flexibilität von „Hombre Muerto West“ im Hinblick auf einen baldigen Produktionsbeginn. Man habe die Existenz eines hochwertigen Produkts bestätigt und verbessere  weiterhin die Verdunstungsmethoden. Man sei, so Vargas de la Vega weiter, zuversichtlich das Projekt in den kommenden Machbarkeitsstudien auf die genannte Kapazität von jährlichen Produktionsmengen von 25.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent zu steigern. Das Team suche weiterhin nach Wachstumslösungen und wolle das „Hombre Muerto West“-Projekt mit dem Einsatz bewährter Technologien robust und risikoarm machen.

Meilensteine für die Machbarkeitsstudie

Alle Aktivitäten aus dem zweiten Quartal 2021 waren pünktlich und im Rahmen des Budgets vom internen Team von Galan und den relevanten Beratern abgeliefert worden. Dazu gehört auch die Überprüfung eines überarbeiteten Bohrprograms durch die WSP Group, einem kanadischen Anbieter von Ingenieur- und Beratungsleistungen. Die WSP Group verfügt über ausgezeichnete Expertise hinsichtlich Lithium-Sole-Lagerstätten in Argentinien und Chile. Entsprechende Vertragsgespräche wurden aufgenommen, das Bohrprogramm soll eingeleitet werden, sobald machbar.

Größere Fläche, mehrere Phasen: Das Beckendesign

Galan Lithium hatte Vorarbeiten zur Aktualisierung des Designs der Verdunstungsbeckenanlage durchgeführt. Damit sollte eine Kapazität von 25.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent jährlich angestrebt werden. Dieses Design wurde nun von einem spezialisierten Berater vollendet, der bereits ähnliche Verdunstungsteiche entworfen hat, welche  in Argentinien erfolgreich in Betrieb sind. Die endgültige Produktionsrate soll in den nächsten Phasen der Machbarkeitsstudie verifiziert werden.

Das neue Design sieht eine Gesamtfläche von sieben Millionen Quadratmetern vor (zuvor: 5,5 Millionen  Quadratmeter). Durch diesen neuen Entwurf wird es Galan möglich, das Projekt in zwei Phasen zu entwickeln.  Ein solcher stufenweiser Ansatz würde das Capex-Profil verbessern und mehr Flexibilität durch geringere Investitionskosten in der Startphase bieten. Demnach könnte während der Initialphase zunächst das günstigste Terrain genutzt werden, um den Voraus-Kapital-Anteil in USD pro Tonne LCE jährlich zu minimieren. In Stufe zwei würden dann Geländeteile mit einer höheren Steigung genutzt.

Galan verfügt darüber hinaus über weitere denkbare Areale, die als weitere Verdunstungsbecken oder Halit-Speicher genutzt werden können, beispielsweise im Westen bei der Konzession „Rana del Sal“.

Labor-Verzögerungen durch COVID-19

Die Testarbeiten für Lithiumcarbonat, die in Antofagasta in Chile durchgeführt werden, hatten sich im vergangenen Quartal etwas verzögert, da das betreffende Labor pandemiebedingt für einige Wochen geschlossen war. Die Wiederaufnahme schränkte das Ausmaß extern durchgeführter Arbeiten ein.

Galan musste daher auf andere Laboreinrichtungen ausweichen, um alle Phasen der Testarbeiten abzudecken. Es brauchte zusätzliche Zeit, um die Implementierung der für die Versuche benötigten Geräte auszuführen. Diese Schwierigkeiten sind jedoch indes behoben, der Abschluss der Versuche sollte in den nächsten Wochen erfolgen.

Verdunstungstests: Alternativmethode bestätigt Qualität

Auch Testarbeiten zur Verdunstung wurden in Antofagasta fortgesetzt. Bei zwei neuen Versuchen war im Chlorid-Konzentrat ein Gehalt von mehr als sechs Prozent Lithium erreicht worden, dies bei nur geringen Verunreinigungen.

Die beiden Versuche folgen jeweils einem unterschiedlichen Aufbau. Der erste wiederholte den Prozess, der bereits in den ersten Arbeiten im März dieses Jahres zur Anwendung gekommen war. Der andere Test verwendete einen modifizierten Verfahrensreagenzweg, bestätigte dabei aber ebenfalls das Sechs-Prozent-Ergebnis. Bedeutsam ist, dass dieser zweite Test den Nachweis erbracht hat, dass die Kosten für Reagenzien gesenkt werden könnten – das schlägt sich in günstigeren Betriebskosten nieder.

Galan Lithium setzt die Arbeiten an der Verdampfung fort, um die beste Lösung für die Pilotierung vor Ort und für die  Machbarkeitsstudie (FS) zu ermitteln

Vorbereitung der Machbarkeitsstudie

Auch das Partnerunternehmen Ad-Infinitum (ein Engineering-Unternehmen aus Antofagasta, das sich auf Prozesse und Operationen im Bereich der Elektrolytchemie spezialisiert hat), kommt mit den Planungen der Pilot-Verdunstungsbeckenanlage vor Ort gut voran. Prozessflussdiagramm und Ausrüstungsliste sind komplettiert, die mechanische und bauliche Konstruktion weit vorangeschritten. Der geplante Bau der Becken wird nun mit örtlichen Auftragnehmern ausgehandelt.

Weiterhin hat Galan die Analyse zur Auswahl der bevorzugten Prozessdesigns für die kommenden Machbarkeitsstudien vorangetrieben. Dabei handelt es sich um den nächsten kritischen Meilenstein. Der muss abgeschlossen sein, bevor Interessensbekundungen für den großen Ingenieurauftrag für „Hombre Muerto West“ eingeholt werden können.

Bei „Candelas“ geht’s weiter

 Ermutigt durch die positiven Resultate für „Hombre Muerto West“ hat Galan nun auch für das zweite Lithium-Sole-Projekt „Candelas“ die Optimierung der Solekonzentrat-Modellierung eingeleitet.

„Candelas“ ist ein etwa fünfzehn  Kilometer langer und zwischen drei und fünf Kilometer breiter Kanal, für den durch geophysikalische Untersuchungen und Bohrungen bereits hohes Potential nachgewiesen und im Jahr 2019 eine Erstressource von 685.000 Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent geschätzt worden war.

Durch Umkehrosmose kann „Candelas“ außerdem eine beträchtliche Menge Verarbeitungswasser bereitstellen – eine umweltfreundliche Option, da dadurch das Frischwasser des Flusses Los Patos nicht benötigt würde.

Über Galan Lithium Ltd.

Galan Lithium Ldt. aus Perth ist ein an der ASX notiertes Explorationsunternehmen, das schwerpunktmäßig im Salar „Hombre Muerto“ Lithium-in-Sole-Vorkommen untersucht. Diese Salzebene beherbergt in Argentinien die höchsten und saubersten Lithium-Gehalte. Prominente Mitbewerber vor Ort sind „El Fenix“ (Livent Corporation), „Sal de Vida“ (POSCO) und die Projekte von Galaxy Resources. Des Weiteren ist Galan Lithium im Rahmen eines Joint Venture mit Lithium Australia NL zu 80 Prozent am Hartgestein-Lithium-Projekt „Greenbushes South“ in Western Australia beteiligt.

Umfangreiche Informationen zu Galan Lithium, entnehmen Sie bitte unserem Research Report.