Bohroffensive in Arizona: Gunnison Copper verdreifacht Kapazitäten bis September
Gunnison Copper Corp. CA4028801088 A40TP4 schaltet in seinem diesjährigen Bohrprogramm einen Gang höher. Die metallurgischen Bohrungen am Hauptprojekt Gunnison im US-Bundesstaat Arizona sind abgeschlossen – die Bohrkerne wurden an unabhängige Labore geschickt, um die optimale Aufbereitungsmethode für das Kupfererz zu bestimmen. Parallel haben die Bohrarbeiten am Satellitenprojekt Strong & Harris begonnen. Derzeit sind zwei Bohranlagen aktiv, ab September sollen sechs gleichzeitig laufen.
Das Gesamtprogramm ist ambitioniert: bis zu 120 Bohrlöcher mit rund 42.000 Metern Gesamtlänge bei einem Investment von mehr als 15 Mio. USD. Bislang wurden 7 der geplanten 28 metallurgischen Bohrlöcher fertiggestellt. Die eigentliche Ressourcenexpansion – 84 Bohrlöcher über weitere 32.000 Meter – steht noch aus. Um den Hochlauf auf sechs Bohranlagen stemmen zu können, baut Gunnison derzeit ein neues Kernlager- und Dokumentationszentrum auf dem Projektgelände, das ebenfalls im September fertiggestellt sein soll.
Zink und Silber als neue Erlösquelle
Eine wichtige Ergänzung im Testprogramm sind 63 Flotationstests. Dabei wird untersucht, ob sich aus bestimmten Kupfererzen neben Kupfer auch Zink und Silber wirtschaftlich gewinnen lassen. Das Satellitenprojekt Strong & Harris enthält laut Unternehmensangaben rund 856 Millionen Pfund Zink und 9,0 Millionen Unzen Silber, die bislang nicht in der Wirtschaftlichkeitsrechnung berücksichtigt sind. Wenn die Tests positiv ausfallen, sollte das die Projektökonomie erheblich verbessern.
Gunnison-Projekt: 5 Mrd. Pfund Kupfer mit Kapitalwert von 2 Mrd. USD
Das Hauptprojekt Gunnison verfügt über eine gemessene und angezeigte Ressource von mehr als 846 Millionen Tonnen mit einem Kupfergehalt von 0,33 Prozent – insgesamt rund 5,19 Milliarden Pfund Kupfer. Eine im März 2026 abgeschlossene Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA) weist einen Kapitalwert von 2 Mrd. USD bei einem Diskontsatz von 8 Prozent aus, bei einer internen Rendite von 23 Prozent und einer Amortisationsdauer von 3,9 Jahren. Das Satellitenprojekt Strong & Harris, rund drei Kilometer von den bestehenden Aufbereitungsanlagen entfernt, bringt weitere rund 740 Millionen Pfund Kupfer mit.
Kupfer bleibt knapp – Gunnison bleibt top aufgestellt
Erste vorläufige Ergebnisse erwartet Gunnison im vierten Quartal 2026, vollständige Auswertungen für Mitte 2027. Diese Daten werden zeigen, ob das Ressourcenpotenzial des Distrikts noch über die bereits bekannten 5,19 Milliarden Pfund Kupfer hinausgeht – und ob Zink und Silber tatsächlich als zusätzliche Erlösquellen erschlossen werden können. Beides ist in der bestehenden PEA nicht eingepreist.
Rückendeckung kommt auch von Rio Tinto: Dessen Beteiligungsgesellschaft Nuton LLC finanziert die Johnson Camp Mine vollständig, die bereits heute bis zu 25 Millionen Pfund Kupferkathoden pro Jahr produziert. Dass einer der weltgrößten Bergbaukonzerne hier Kapital einsetzt, ist ein starkes Qualitätssignal für das Gesamtprojekt.
Die strukturelle Ausgangslage für Kupfer ist so günstig wie selten: Der Rohstoff ist unverzichtbar für Elektromobilität, Stromnetze und erneuerbare Energien, während neue große Projekte in politisch stabilen Regionen weltweit knapp bleiben. Arizona gehört zu den etabliertesten Bergbaustandorten der USA. Gunnison bringt hier eine bereits wirtschaftlich aussichtsreiche Ressource mit – und könnte diese durch das laufende Bohrprogramm noch deutlich nach oben steigern.