Biogeochemische Explorationserfolge: In Lappland wächst Gold auf Bäumen
Goldexploration einmal anders: Einem Forschungsteam um die finnische Mikrobiologin Kaisa Lehosmaa von der Universität Oulu gelang 2025 nicht weniger als ein Durchbruch für die "biogeochemische Exploration" – die Suche nach Erzvorkommen mithilfe von Pflanzenproben.
Die Forscher begaben sich in die tiefen Wälder Lapplands und entnahmen Fichtennadeln. Unter dem Elektronenmikroskop dann der Beweis für die Vermutung: In den Nadeln fanden sich Spuren des Edelmetalls. Offenbar sind in den Nadeln lebende Bakterien dafür verantwortlich, dass sich Gold in Nanopartikeln in den lebenden Bäumen ansammelt.
In Lappland lagert hochgradiges Gold
Ob Goldexplorer künftig Fichtennadeln untersuchen, um Rückschlüsse auf Goldvorkommen unter der Oberfläche zu ziehen, ist ungewiss. Sicher ist dagegen, dass Lappland hochgradige Goldvorkommen beherbergt. Den Beweis dafür lieferte zuletzt wieder der Goldexplorer Firefox Gold CA31816R8369 A419WJ durch mehrere Bohrergebnisse aus den vergangenen Wochen. Das Unternehmen sucht auf dem Projekt Mustajärvi in Lappland nach dem begehrten Edelmetall.
Anfang September meldete das Unternehmen einen 4 Meter langen Abschnitt mit 1,64 Gramm Gold pro Tonne. Innerhalb dieses Abschnitts ergab 1 Meter 124 Gramm pro Tonne. Mitte September folgten die nächsten Resultate, darunter 7 Meter mit 11,36 Gramm Gold inklusive eines 1 Meter langen Abschnitts mit 57,9 Gramm. Zwei Tage später folgte die nächste Charge an Bohrkernen. Unter den Resultaten: 21 Meter mit 4,13 Gramm Gold pro Tonne, darunter 1 Meter mit 21,6 Gramm.
Agnico Eagle kauft im Greenstone-Gürtel dreifach zu
Dass diese Resultate keine Ausnahmeerscheinung für Finnland bzw. Lappland sind, zeigt ein Blick auf jüngste Bohrergebnisse anderer Explorer im Land. Endomines FI4000508023 A3D3XJ etwa meldete Ende Juli für das Projekt Ukkolanvaara (UKKO) in Ostfinnland eine Erweiterung des Streichens der Lagerstätte auf 650 Meter. Bohrungen ergaben unter anderem 44,85 Meter mit 2,27 Gramm Gold pro Tonne und 19,40 Meter mit 4,33 Gramm.
Nordic Resources meldete für das Kopsa-Projekt im Goldgürtel von Mittel-Ostbottnien (MOBG) in Zentralfinnland hochgradige Bohrergebnisse, darunter 71 Meter mit 2,9 Gramm Gold pro Tonne. Neben Erweiterungen der mineralisierten Zonen wurden im Sommer auch erfolgreiche Step-Out-Bohrungen gemeldet, darunter 34 Meter mit 0,92 Gramm Gold pro Tonne.
Agnico Eagle CA0084741085 860325 stärkte das eigene Engagement in Greenstone-Gürtel in Zentral-Lappland im April durch drei Transaktionen. Übernommen wurde unter anderem Aurion Resources mitsamt dem Kaaresselkä Goldprojekt. Für dieses waren im Januar 2026 noch 5 Meter mit 10,93 Gramm Gold pro Tonne gemeldet worden. Übernommen wurde auch Rupert Resources, das für das Projekt Ikkari 2025 noch 8 Meter mit 45,7 Gramm Gold pro Tonne gemeldet hatte.
Firefox Gold CEO Carl Löfberg ist mit dem Verlauf des Bohrprogramms bei Mustajärvi mehr als zufrieden. Die Bohrungen schließen zum einen weiterhin Lücken zwischen den beiden Hauptzonen des Projekts (Ost und Nordost) und erweitern deren Grenzen. Auch die Zentralzone konnte signifikant erweitert werden.
Firefox Gold erweitert bestehende und entdeckt neue mineralisierte Zonen
Doch auch ganz neue Zonen mit aussichtsreicher Mineralisierung werden entdeckt. Anfang 2027 steht die erste Mineralressourcenschätzung auf dem Plan. Deshalb wird mit einem zweiten Bohrgerät unter Hochdruck gearbeitet. "Das zweite Bohrgerät ermöglicht die Untersuchung einer breiteren Palette von Zielgebieten auf dem gesamten Gelände", sagt Löfberg.
Eines von mehreren durch die Geologen des Explorers priorisierten Zielgebiete, die im Hinblick auf zukünftiges Ressourcenwachstum in Mustajärvi erstmals durch Bohrungen untersucht werden, ist Lammas. Lammas ist eine neu entdeckte, hochgradige Goldmineralisierungszone knapp einen Kilometer östlich der Hauptscherzone des Projekts. Eine Entdeckungsbohrung durchteufte mehrere goldmineralisierte Abschnitte, darunter die genannten 21 Meter mit 4,13 Gramm pro Tonne.
"Die Ergebnisse dieser Bohrung zeigen, welch großes Potenzial für weitere Entdeckungen und Erweiterungen im Mustajärvi-Scherzonensystem schlummert. Hier in Lammas stehen die Arbeiten noch ganz am Anfang, aber diese Struktur scheint sich über eine beträchtliche Distanz fortzusetzen", sagt Löfberg. Der CEO begründet seine hohen Erwartungen mit der Geologie vor Ort. Bei Mustajärvi liegt ein orogenes Goldsystem vor. Goldlagerstätten dieses Typs entstehen während Gebirgsbildungsprozessen tief in der Erdkruste, wo heiße, mineralreiche Fluide entlang von tektonischen Schwächezonen aufsteigen. Gold lagert sich selten in nur einer einzelnen Ader ab. Stattdessen bildet sich ein ganzes Netzwerk aus parallelen Verzweigungen oder Versatzzonen.
"Wir haben die Struktur nun in Streichrichtung in beide Richtungen von der Entdeckungsbohrung aus durch Bohrungen untersucht. Geophysikalische und geochemische Analysen deuten darauf hin, dass sie sich über die Autobahn hinweg auf unseren nördlichen Block und schließlich auf das mehr als einen Kilometer entfernte Gelände von Agnico Eagle Mines erstrecken könnte", erläutert Löfberg.
In den kommenden Wochen sollen die Bohrungen fortgesetzt werden. Zudem wartet das Unternehmen noch auf zwei weitere Bohrergebnisse aus der Zone Lammas und weitere Resultate von Bohrungen an verschiedenen Zielen innerhalb des Projekts. Weitere positive Resultate und eine potenziell darauf folgende erfolgreiche MRE können dem Aktienkurs des Explorers schnell aus der seit Ende 2023 laufenden Konsolidierungsphase wieder nach oben herausbringen.