Erstellt im Auftrag von Argentina Metals

Argentiniens Bergbauexporte steigen um 75 % - und Kupfer kommt erst noch

Argentiniens Bergbauexporte steigen um 75 % - und Kupfer kommt erst noch picture alliance / Zoonar / Galyna Andrushko

Der Kupferexplorer Argentina Metals CA04022C1095 A42CJA konnte Anfang August Vollzug melden: Das Bergbauministerium der Provinz Mendoza gab grünes Licht für eine Erweiterung des Liegenschaftsportfolios um vier Projekte mit einer Gesamtfläche von fast 20.000 Hektar. Bezahlt wird mit einem Paket aus gut 800.000 USD Cash und einem Paket eigener Aktien.

Argentina Metals – seit Juni an der TSX Venture und der Frankfurter Börse und seit Juli zusätzlich am US-amerikanischen OTCQB Markt handelbar – setzt voll auf die Provinz Mendoza. Der dortige Malargüe District nahe der Grenze zu Chile gilt als einer der aussichtsreichen Kupfer-Gold-Korridore des Landes. Knapp 150.000 Hektar und 26 Projekte umfasst das Portfolio mittlerweile, bei einem Projekt wurden bereits Oberflächenproben mit hohen Kupferkonzentrationen entnommen.

Geologie wie in Chile, aber kaum Produktion

Das Geschäftsmodell von Argentina Metals basiert auf einer seltenen Konstellation, in der ertragreiche Geologie auf eine unterdurchschnittliche Explorations- und Bergbauhistorie trifft. Argentinien teilt sich diesen Teil der Anden mit Chile. Während Chile der größte Kupferproduzent der Welt ist, existiert in Argentinien praktisch keine Förderung des begehrten Industriemetalls.

"Dreißig Jahre lang verhinderten politische und rechtliche Hindernisse faktisch die Aufnahme des Bergbaus in Mendoza", erläutert der Explorer gegenüber Investoren im Hinblick auf die zurückliegenden, bleiernen Dekaden des Peronismus.  Um hinzuzufügen: "Diese Ära geht nun zu Ende."

Tatsächlich ist unter der Regentschaft des Präsidenten Javier Milei eine bemerkenswerte Aufbruchstimmung im argentinischen Bergbau zu beobachten. Die Bergbauexporte des Landes erreichten in den ersten sechs Monaten des Jahres 4,742 Mrd. USD. Dies entspricht einem Anstieg von 74,4 % gegenüber dem Vorjahr und stellt einen neuen Rekord für ein erstes Kalenderhalbjahr dar. Die Leistung zwischen Januar und Juni lag zudem 154,7 % über dem Durchschnitt des gleichen Zeitraums zwischen 2010 und 2025.

Laut einem Bericht der Nationalen Direktion für Bergbauförderung und -ökonomie im argentinischen Wirtschaftsministerium, der sich auf Zolldaten stützt, stand der Sektor im ersten Halbjahr für 9,7 % der gesamten Exporte des Landes.

Argentinische Bergbauexporte: Kupfer spielt noch keine Rolle

Der Löwenanteil der Bergbauexporte entfällt auf Gold, Silber und Lithium. Doch der Kupfersektor verzeichnet ebenfalls eine starke Aktivität, die sich nach den im Bergbau notwendigen Vorlaufzeiten künftig in höheren Produktionsdaten widerspiegeln wird.

Michael Meding, Managing Director von McEwen Copper, sagte in einem Interview mit La Nación, dass Argentinien bis 2040 bis zu 15 % des globalen Versorgungsdefizits durch seine fünf wichtigsten Projekte – Taca Taca, Los Azules, El Pachon, MARA und Vicuna – abdecken könnte. Zusammen könnten diese Projekte bis 2035 jährlich 1,5 Millionen Tonnen Kupfer produzieren, mit Potenzial für zukünftige Erweiterungen. Mit dieser Kapazität könnte Argentinien zu den fünf größten Kupferproduzenten der Welt gehören.

Dazu trägt vor allem das Großinvestitionsförderprogramm RIGI bei – ein Programm zur Anwerbung von Infrastruktur- und exportorientierten Projekten im Wert von mindestens 200 Mio. USD durch Steuer-, Zoll- und Devisenvergünstigungen für 30 Jahre. Mehrere Bergbauunternehmen haben im Rahmen des RIGI bereits Genehmigungen für ihre Projekte erhalten, darunter McEwen Minings US58039P3055 A3DMEX Kupferprojekt Los Azules, Rio Tintos GB0007188757 852147 Lithiumprojekt Rincon, das Kupferprojekt San Jorge und Vicuña. Weitere Projekte werden derzeit geprüft.

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Mehrere Großprojekte auf dem Weg zum Minenbau

Los Azules steht kurz vor einer Investitionsentscheidung. Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2025 skizzierte eine durchschnittliche Produktion von 205.000 Tonnen Kupferkathoden pro Jahr während der ersten fünf Jahre, bei Cash-Kosten von 1,71 USD pro Pfund (lb) über eine anfängliche Minenlaufzeit von 22 Jahren.

Zuletzt kündigte Challenger Gold an, 232 Mio. USD in den Ausbau der ersten Phase der Goldmine Hualilan in San Juan zu investieren. Insgesamt stehen Investitionen von mehr als 600 Mio. USD im Raum. Eine PFS attestiert dem Projekt eine Minenlaufzeit von 14 Jahren und eine durchschnittliche Jahresproduktion von rund 135.000 Unzen Goldäquivalent.

Der Aufschwung des Bergbaus erstreckt sich längst auch auf begleitende Infrastruktur. Der argentinische Energieerzeuger Genneia erklärte Bergbauprojekte zuletzt ausdrücklich zum Teil seiner Pläne. So laufen Gespräche zur Stromversorgung des Vicuna-Projekts.

An Kapital für den Ausbau von Stromerzeugungs- und Transportkapazitäten auch in entlegene Gebiete des Landes mangelt es offenbar nicht. Gustavo Castagnino, Leiter der Unternehmenskommunikation von Genneia, sagte dazu: "Bei Infrastrukturprojekten besteht kein Zweifel daran, dass Finanzierungen verfügbar sind. Wir schlagen sogar eine Finanzierungsstruktur vor, bei der die Sicherheit im Wesentlichen die zukünftige Nachfrage von Bergbauunternehmen ist – nichts weiter."

Chile-Argentinien-Abkommen könnte weiteres Wachstum bringen

Von politischer Ebene erhält der Sektor weiter Rückenwind. Argentinien und Chile führten im Juli Gespräche über die Wiederinkraftsetzung eines Bergbauabkommens. Der chilenische Bergbauminister Daniel Mas schätzt, dass dieses Abkommen Investitionen in Höhe von mehr als 20,7 Mrd. USD freisetzen und dem Markt jährlich 540.000 Tonnen Kupfer bereitstellen könnte. Die Gespräche sollen Ende August fortgesetzt werden.

Argentina Metals will ein geologisch aussichtsreiches Portfolio in einer aufstrebenden Region errichten – und ist zuversichtlich, mit den jüngsten Akquisitionen einen wesentlichen Schritt in diese Richtung abgeschlossen zu haben.

CEO Raymond D. Harari sagt: "Wir sind bestens aufgestellt, um uns auf unsere erste Feldsaison im argentinischen Sommer vorzubereiten, die im vierten Quartal beginnt. Unser erstes Explorationsprogramm konzentriert sich auf die systematische Weiterentwicklung und Priorisierung von Zielen in unserem Portfolio."

Die Aktie des Explorers hat sich in den letzten Wochen seitwärts bewegt, die Bewertung fällt derweil noch moderat aus. Erste Erfolge des Feldprogramms und eine Fortsetzung des argentinischen Kupfer-Aufschwungs könnten jedoch rasch zu einer Neubewertung führen.