Die Gesellschaft

Galan Lithium wurde, noch unter dem Namen Dempsey Minerals Ltd., im Jahr 2011 gegründet. Mit 25. Juni 2018 wurde die 2017 gegründete Gesellschaft Blue Sky Lithium Pty Ltd. mit allen Rechten an der Hauptliegenschaft im „Hombre Muerto“-Becken übernommen. Ab diesem Datum fungiert Blue Sky Lithium als 100%ige Tochter von Dempsey Minerals. Dempsey Minerals wurde am 10. August 2018 in Galan Lithium Ltd. umbenannt und ab diesem Datum an der australischen Börse unter dem Kürzel GLN gelistet.

Die Projekte

Galan Lithium besitzt zwar in Australien ein Hartgesteinprojekt für Lithium in attraktiver Lage, sowie Konzessionen für ein türkisches Ölprojekt, fokussiert sich jedoch auf das argentinische Lithium-Brine-Projekt Candelas, das auch am weitesten fortgeschritten ist.

Lithiumprojekt Candelas

Lage

In der hoch produktiven Salzseeebene des Hombre-Muerto-Beckens besitzt Galan Lithium rd. 25.000 ha. Der potentiell lithiumhaltige Anteil beträgt rd. 7.800 ha. In diesem Becken werden die weltweit höchsten Lithiumgehalte angetroffen. Dadurch sind auch Hochkaräter wie Galaxy Resources, Livent Corporation und POSCO in unmittelbarer Nachbarschaft zu Galan Lithium tätig.

Das gesamte Projektareal des Unternehmens umfasst 6 Konzesionsgebiete. Das Hauptprojekt Candelas, sowie im Westen mit Catalina, PataPila, Rana de Sal und Catalina & Deceo 5 weitere aussichtsreiche Teilprojekte.

Candelas wird forciert, da es hochgradige Lithiumvorkommen mit extrem niedriger Verunreinigung beherbergt und somit für einen raschen Wertzuwachs für das Unternehmen dienen kann.

Abb1: Projektlagen und Umfeld, Quelle: Galan Lithium

Candelas umfasst eine Fläche von rd. 15km x rd. 3,5km und liegt unmittelbar an die Topliegenschaft von Galaxy Resources angrenzend. Dies ist deshalb von Bedeutung, da Galaxy Resources, das auf geologisch vergleichbarem Terrain arbeitet, die hohen Lithiumgehalte ebenfalls bereits nachgewiesen und somit die Qualität der Region bestätigt hat.

Projektstatus

Bereits bei Probenanalysen und Bohrungen wurden Lithiumgehalte von bis zu 1.000 mg je Liter gemessen, was zu den weltweit höchsten Werten zählt.

Seit September 2019 besitzt Galan Lithium für dieses Projekt eine erste und sehr konservative Ressourcenschätzung, die die Qualität des Projektes eindrucksvoll bestätigt.

Abb2: Erstressource von Candelas, Quelle: Galan Lithium

Diese Erstressource wurde jedoch ohne einen Cut-off-Gehalt ermittelt. Schränkt man die Wirtschaftlichkeit auf einen Cut-off-Gehalt von 500 mg je Liter ein, so zeigt sich die wahre Qualität. Mit dieser qualitativen Einschränkung besitzt Galan Lithium nun folgende Ressource:

Abb3: verbesserte Ressourcenqualität, Quelle: Galan Lithium

Mit den ausgewiesenen 672 mg Lithium je Liter befindet sich diese Ressource auf Augenhöhe mit den Ressourcen der Nachbarn. Auch die Dicke der mineralisierten Schichten ist beachtlich. Sie betragen Bereiche von 25 Meter bis 258 Meter. Die Qualität des Projektes wird zusätzlich durch den mit nur rd. 2,7 mg je Liter betragenden Verunreinigungsgrad, ebenfalls zu den weltweiten Bestwerten zählend, dokumentiert.

Nächste Schritte

Das Management plant nun weitere Bohrungen um die Ressource anheben und eventuell noch verbessern zu können, aber auch um das geologische Modell vor Ort besser verstehen zu können. Parallel dazu werden hydrogeologische Untersuchungen stattfinden sowie Untersuchungen zu unterschiedlichen Prozesstechnologien. All diese Maßnahmen dienen als Basis für die geplante Erstellung einer Vorwirtschaftlichkeitsstudie, die gegen Jahresende oder im ersten Quartal 2020 erwartet wird.

Für die kommenden Quartale stellt Galan Lithium folgenden vorläufigen Zeitplan zur Verfügung, der auch die anderen Teilprojekte umfasst:

Abb4: Zeitplanung, Quelle: Galan Lithium

In dieser Zeitplanung ist auch die Errichtung einer Pilotanlage ersichtlich, die das Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2020 zu errichten gedenkt. Davor werden jedoch neben der klassischen Produktionsmethode durch Trocknung auch alternative Gewinnungsmethoden untersucht. Weitere Meilensteine sind aus heutiger Sicht noch nicht absehbar.

Fortschritte auf weiteren Projektteilen

Auch die westlichen Projektteile zeigen aussichtsreiche Ansätze. So wurden am Projektteil Pata Pila bei einer Probenbohrung Gehalte von mehr als 900mg  Lithium je Liter gemessen. Der Verunreinigungsgrad liegt mit unter 2mg je Liter im absoluten Spitzenbereich.

Vorläufige Auswertungen einer Bohrung auf Rana de Sal ergaben ebenfalls Gehalte von mehr als 1.000 mg Lithium je Liter. Aufgrund der hohen Lithiumkonzentration wird für die betreffenden Teilprojekte eine erste Ressourcenbestätigung vorbereitet, die im optimalen Fall bereits im ersten Quartal 2020 vorliegen soll.

In nur rd. 8 Monaten hat das Unternehmen ab der ersten Bohrung nicht nur eine Erstressource auf dem Hauptprojekt Candela erstellen können, sondern auch wesentliche Wertansätze auf den anderen Teilprojekten erarbeitet.

Sonstige Projekte

Mit dem Ölprojekt in der Türkei und einem Lithiumprojekt in Australien besitzt Galan Lithium zwei potentielle Zukunftsprojekte im Frühstadium, die jedoch dem argentinischen Klasseprojekt Candela untergeordnet sind und daher hier nur der Vollständigkeit erwähnt werden.

Greenbushes South

Das Projekt umfasst ein rd. 43 km² großes Areal mit lithiumhaltigen Pegmatitvorkommen im Süden von Westaustralien. Dass hier ein werthaltiges Depot liegen könnte, wird durch die in der Nähe (15km) befindliche Greenbushes Mine von Talison Lithium (Weltklassedepot über 119,4Mt mit 2,24% Li2O) angenommen, da die geologischen Voraussetzungen sehr ähnlich scheinen. Erkundungsbohrungen und erste Feldarbeiten sind geplant, wenn die dafür zuständigen Genehmigungen eingelangt sind.

Alasehir Ölprojekt

Im zentralen Bereich der Türkei gelegen überprüft Galan Lithium aktuell sein Engagement in diesem Projekt. 4 erfolgreiche Förderbohrungen wurden zwar bereits in den Jahren 1998 bis 2001 angelegt. 2 weitere zwischen 2003 und 2013, wonach bei Probeförderungen über 7 Tage rd. 1.000 Barrel Öl gefördert wurde. Aber auch dieses Projekt wird aktuell nicht konsequent verfolgt.

Management

Juan Pablo Vargas de la Vega – Vorstand

Ein chilenisch-australischer Minenprofi mit mehr als 15 Jahre Erfahrung im Bergbau. Er ist nicht nur Lithiumspazialist für Australien, sondern sammelte auch Erfahrungen bei einer privaten Kupferfirma in Chile und hat bei namhaften Unternehmen wie BHP, Rio Tinto und Codelco gearbeitet.

Daniel Jimenez – Aufsichtsratsmitglied

Als Industrieingenieur hat Mr. Jimenez 28 Jahre lang für den Lithium-Weltmarktführer Sociedad Química y Minera de Chile (NYSE:SQM) gearbeitet. In seiner letzten Position war er als Vizepräsident für den Absatz von Lithium und industriellen Chemikalien tätig, wo er die Handelsstrategie und Marketing für SQM’s Industrieprodukte entwarf und für einen geschätzten Umsatz von über $900 Mio. USD in 2018 verantwortlich war.

Jinyu (Raymond) Liu – Mineningenieur

Jinyu Liu kombiniert seine Erfahrungen als Bergbauingenieur mit einem kommerziellen Hintergrund, den er bei einer Investmentfirma in HongKong gebildet hat. Neben Galan Lithium ist er auch noch Direktor bei Okapi Resources.

Unterstützt wird die Mannschaft von den Direktoren Nathan Bruce McMahon, Mike Robins, Christopher William Chalwell und Terry Gardiner.

Fazit

Mit der Übernahme von Blue Sky Lithium und dem Klasseprojekt Candelas hat das Management einen zukunftsweisenden Schritt gesetzt. Innerhalb von 8 Monaten eine Erstressource und somit einen werthaltigen Nachweis der Projektqualität zu erlangen zeigt von vorbildlicher Managementqualität. Ebenfalls dafür spricht auch, trotz aussichtsreicher weiterer Projekte, die volle Konzentration auf das Hauptprojekt.

Die bisherige Entwicklung des Projektes Candelas zeigt, dass das Management auf das richtige Pferd gesetzt hat. Es muss nun beweisen, dass auch die weiteren Meilensteine so zügig wie bisher erreicht werden. Dafür werden die vorhandenen Mittel nicht ausreichen, womit – wie bei Explorer üblich – spätestens nach dem Jahresbeginn 2020 weitere Kapitalmaßnahmen zu erwarten sind. Jedoch scheint das Unternehmen in der Lage zu sein, durch weitere Bohrungen die Ressourcenbasis und damit den Unternehmenswert zu erhöhen, was künftige Kapitalrunden erleichtern sollte.

Das vom Management bisher geleistete wie auch das hochwertige Projekt deuten aus heutiger Sicht auf eine geordnete und prosperierende Unternehmenszukunft hin.