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US-Finanzierung lenkt den Blick auf Argentiniens Rohstoffe

US-Finanzierung lenkt den Blick auf Argentiniens Rohstoffe picture alliance / Construction Photography/Photosh / Oliver Llaneza Hesse

Die USA wollen ihr finanzielles Engagement im argentinischen Rohstoff- und Energiesektor deutlich ausbauen. Nach einem Reuters vorliegenden Dokument plant die US-amerikanische Export-Import-Bank Finanzierungen von bis zu 7 Mrd. USD für Projekte in den Bereichen kritische Mineralien und Energie. Das Paket soll diese Woche im Umfeld der UN-Generalversammlung in New York vorgestellt werden. Unternehmen in Argentinien könnten damit unter anderem Kredite für den Erwerb von Ausrüstung amerikanischer Hersteller erhalten.

Die genannten Milliardenbeträge bilden einen möglichen Finanzierungsrahmen, welche Bergbauvorhaben letztlich Finanzierungen erhalten, steht noch nicht fest. Die geplante Größenordnung verweist jedoch bereits auf die wachsende Bedeutung von Argentiniens Rohstoffbasis für staatlich flankierte internationale Kapitalströme.

Kupfer soll neuer Exportpfeiler werden

Argentinien ist bislang vor allem als Lithiumstandort bekannt. Bei Kupfer stellt sich die Ausgangslage derzeit noch anders dar. Trotz der geologischen Fortsetzung der kupferreichen Anden auf argentinischer Seite spielt das Land im Gegensatz zu Chile in der weltweiten Minenproduktion bislang nur eine geringe Rolle.

Nach den Vorstellungen der argentinischen Bergbauverwaltung soll sich das allerdings grundlegend ändern. Argentiniens Bergbaustaatssekretär Luis Lucero äußerte im Mai gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, das Land könne innerhalb von zehn Jahren eine jährliche Kupferproduktion von rund 1,64 Mio. Tonnen erreichen. Die damit verbundenen Kupferexporte bezifferte er als Projektion auf Basis damaliger Preise auf etwa 20,6 Mrd. USD jährlich.

Parallel hat die Regierung mit dem Régimen de Incentivo para Grandes Inversiones, kurz RIGI, einen Rahmen für große Investitionsprojekte geschaffen. Der Beitrittszeitraum dafür wurde 2026 um ein Jahr verlängert. Den Status genehmigter und in Prüfung befindlicher Projekte veröffentlicht die Regierung inzwischen über eine eigene Plattform.

Auch Mendoza ist inzwischen Teil dieser Entwicklung. Im Mai genehmigte das argentinische Wirtschaftsministerium die Aufnahme des Kupfer-Gold-Projekts PSJ Cobre Mendocino in das RIGI. Projektträgerin ist Minera San Jorge S.A. Vorgesehen ist dort unter anderem eine Aufbereitungsanlage mit einer Kapazität von rund 10 Mio. Tonnen Erz pro Jahr. In Mendoza werden damit große Entwicklungsprojekte und neue Explorationsvorhaben parallel vorangetrieben.

Mendoza öffnet einen lange wenig explorierten Kupfergürtel

Einer der Schwerpunkte liegt im Westen des Departamento Malargüe. Die Provinz hat dort mit dem Malargüe Distrito Minero Occidental ein großräumiges Explorationsgebiet organisiert und Umweltprüfungen für zahlreiche Einzelprojekte gebündelt. Die zuständigen Behörden bearbeiten inzwischen mehrere Generationen von Explorationsvorhaben innerhalb des Distrikts.

In diesem Gebiet konzentriert sich auch Argentina Metals CA04022C1095 A42CJA. Das kanadische Explorationsunternehmen hält nach aktuellem Stand 146.728 Hektar in 26 Projektgebieten in Mendoza. Die Bergbaurechte an diesen Projekten hält das Unternehmen nach eigenen Angaben zu 100 Prozent. Private Lizenzabgaben, darunter Abgaben auf den Netto-Schmelzerlös (NSR), Rückbeteiligungsrechte oder Verpflichtungen zum Anteilserwerb durch vereinbarte Investitions- oder Explorationsleistungen (Earn-in), bestehen demnach nicht. Ausgenommen sind die gegenüber der Provinz Mendoza fälligen Förderabgaben.

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Las Estrellas: Aus Oberflächenarbeiten werden konkrete Ziele

Am weitesten fortgeschritten ist innerhalb des Portfolios derzeit Las Estrellas. Argentina Metals führt das Kupfer-Gold-Silber-Projekt inzwischen in der Phase der Zieldefinition. Eine erste Geländekampagne im Dezember 2025 umfasste Gesteins- und Bachsedimentproben. In einzelnen dieser Oberflächenproben wurden bis zu 9.978 ppm Kupfer gemessen. Die vier höchsten Kupferwerte konzentrierten sich im nördlichen Teil des Projektgebiets.

Ergänzend wurde Anfang 2026 eine bodengestützte Magnetik durchgeführt. Dabei werden vom Boden aus kleine Abweichungen im Erdmagnetfeld gemessen, die Rückschlüsse auf unterschiedliche Gesteinskörper und geologische Strukturen im Untergrund erlauben. Nach Interpretation des Unternehmens zeigen die Daten mehrere magnetische Anomalien und intrusive Körper in unterschiedlichen Tiefen. Daraus wurden priorisierte Zielbereiche abgeleitet, die sowohl für porphyrische Kupfersysteme als auch für andere Kupfer-Gold-Mineralisierungsmodelle relevant sein könnten. Eine Mineralressource für Las Estrellas ist bislang noch nicht definiert.

Für die nächste Explorationsstufe kann Argentina Metals damit Geologie, Oberflächengeochemie und Magnetik gemeinsam zur Auswahl der nächsten Arbeitsgebiete nutzen, anstatt ausschließlich einzelnen geochemischen Auffälligkeiten zu folgen.

Die Arbeiten beschränken sich allerdings nicht auf Las Estrellas. In den vergangenen Monaten wurden weitere Flächenübertragungen abgeschlossen. Anfang August teilte Argentina Metals mit, dass die Bergbaudirektion der Provinz Mendoza die Übertragung der Projekte Angellica, Roma, Veneto und Belluno mit zusammen 19.151 Hektar an die argentinische Tochtergesellschaft Argentina Metals S.A.S. genehmigt hat. Argentina Metals kündigte an, in der im vierten Quartal 2026 beginnenden Feldsaison Ziele im gesamten Portfolio systematisch weiterzuentwickeln und zu priorisieren.

Für Argentina Metals zählt vor allem, dass sich das bergbauliche Umfeld in Mendoza verändert. Mit PSJ Cobre Mendocino schreitet ein großes Kupferprojekt voran, während im Malargüe Distrito Minero Occidental weitere Explorationsvorhaben genehmigt oder geprüft werden. Sollte das angekündigte US-Finanzierungspaket wie geplant umgesetzt werden, käme auf nationaler Ebene zusätzliches Kapital für Rohstoff- und Energieprojekte hinzu. Das 26 Projekte umfassende Portfolio des Unternehmens liegt in einer Provinz, in der Exploration und Projektentwicklung wieder deutlich an Aktivität gewinnen.

Für Argentina Metals wird die kommende Feldsaison zum nächsten wichtigen Prüfstein. Sie soll zeigen, welche der bislang identifizierten Strukturen den Schritt von geologischen und geophysikalischen Anomalien zu hinreichend definierten Bohrzielen schaffen.