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Steigende Preise, wachsender Absatz: Lithiummarkt zieht wieder an

Steigende Preise, wachsender Absatz: Lithiummarkt zieht wieder an picture alliance/dpa / Lucas Aguayo

Lithium ist wieder im Aufwärtstrend: Der chilenische Lithiumproduzent SQM US8336351056 895007 hat im zweiten Quartal 2026 deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 660 Mio. USD, während Analysten im Durchschnitt mit 553,9 Mio. USD gerechnet hatten. Gegenüber dem Vorjahresquartal sprang der Gewinn um mehr als 600 %. Auch beim Umsatz übertraf SQM mit 2,47 Mrd. USD die Markterwartungen von 2,29 Mrd. USD.

Getragen wurde die Ergebnisverbesserung vor allem von höheren Lithiumpreisen und kräftig gestiegenen Absatzmengen. Nach einer längeren Schwächephase, die von Überangebot und einem zunächst schwächeren Wachstum der Elektroautonachfrage geprägt war, zogen sowohl Preise als auch Absatz wieder an. Der Verkauf von Lithiumcarbonat-Äquivalent legte im Quartal laut Reuters um 59 % zu. SQM-Chef Ricardo Ramos verwies zugleich auf eine stärker als erwartete Marktnachfrage, die die höheren Preise im zweiten Quartal gestützt habe.

Lithium-Nachfrage ist zurück

Schon im Mai hatte SQM seine Prognose für das Wachstum der Lithium-Verkaufsmengen 2026 von rund zehn auf etwa 15 % angehoben. Parallel dazu hat sich auch der Wert der chilenischen Lithiumexporte kräftig erholt: Im ersten Halbjahr 2026 lag er nahezu dreimal so hoch wie ein Jahr zuvor.

Dabei kommt der Nachfrageimpuls inzwischen nicht mehr allein aus dem Elektroautomarkt. SQM hatte bereits nach dem ersten Quartal auf das schnelle Wachstum stationärer Batteriespeicher hingewiesen. Für 2026 hielt man eine weltweite Lithiumnachfrage von mehr als 1,9 Mio. Tonnen Lithiumcarbonat-Äquivalent für möglich.

Noch vor nicht allzu langer Zeit dominierte die Frage, wie lange bestehende Überkapazitäten auf den Lithiumpreis drücken würden. Nun zeigt SQM als großer Produzent, dass sich höhere Verkaufsmengen und steigende Preise wieder gleichzeitig einstellen können. Damit gewinnt auch die Frage an Gewicht, welche neuen Vorkommen in den kommenden Jahren in entwickelt und an die potenziell weiter wachsende Nachfrage angepasst werden können.

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Q2 Metals treibt kanadisches Lithiumprojekt voran

Zu diesen Projekten zählt auch das Cisco-Lithiumprojekt von Q2 Metals CA74739G1072 A3D4CR in der Region Eeyou Istchee James Bay im kanadischen Québec. Während SQM bereits mit vorhandener Produktion auf aktuelle Preis- und Nachfragebewegungen reagieren kann, befindet sich Cisco in der Phase der technischen und wirtschaftlichen Weiterentwicklung.

Mit der im April veröffentlichten Ressourcenschätzung hat Cisco einen wesentlichen Entwicklungsschritt erreicht. Die abgeleitete Ressource umfasst 295 Mio. Tonnen mit durchschnittlich 1,36 % Li₂O und schafft damit erstmals eine definierte geologische Grundlage für die weitere Projektbewertung. Hinzu kommt die Lage rund 6,5 km vom ganzjährig befahrbaren Billy-Diamond-Highway entfernt, über den Verbindungen zur Bahninfrastruktur in Matagami bestehen. Die Aussichten, dass sich aus der Ressource ein wirtschaftlich tragfähiges Projekt entwickeln lässt, stehen gut und sollen nun die nächsten Studien klären.

Für diese Arbeiten verfügt Q2 Metals inzwischen über eine deutlich gestärkte finanzielle Basis. Ende Mai schloss das Unternehmen eine Bought-Deal-Finanzierung über rund 70 Mio. CAD ab. Parallel läuft bei Cisco ein rund 20.000 Meter umfassendes Sommerbohrprogramm, das unter anderem Teile der bisherigen abgeleiteten Ressource besser abgrenzen und in Richtung einer höher eingestuften Ressourcenkategorie weiterentwickeln soll.

Als nächster zentraler Entwicklungsschritt wird eine Studie zur vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung (PEA) vorbereitet. Sie soll auf der Ressourcenschätzung vom April aufbauen und erstmals technische und wirtschaftliche Eckdaten für eine mögliche Projektentwicklung zusammenführen.

Die stärkere Nachfrage und die verbesserten Absatzbedingungen bei SQM treffen damit auf eine Phase, in der Q2 Metals die Grundlage von Cisco deutlich konkreter ausarbeitet. Für das Projekt wird nun vor allem die PEA entscheidend sein: Sie soll robuste Hinweise darauf liefern, wie sich die bislang definierte Ressource besser wirtschaftlich einordnen lässt.