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Vom Reaktor zur Mine: Der Uranmarkt braucht Nachschub

Vom Reaktor zur Mine: Der Uranmarkt braucht Nachschub Nicolas HIPPERT / Unsplash

Der Uranmarkt hält sich auf hohem Niveau. Zuletzt notierte der Referenzpreis bei rund 87,50 USD je Pfund. Binnen Jahresfrist legte der Preis bereits um über 19 % zu. Der zu Jahresbeginn sichtbare Aufwärtstrend hat sich damit bestätigt.

Der Ausbau der Kernkraft ist weltweit auf dem Vormarsch. Ende Juli führte China mit 37 Reaktoren im Bau die IAEA-Statistik an, Indien folgte mit acht. In Südkorea, der Türkei und Ägypten waren jeweils vier Reaktoren im Bau. Zugleich steigt der Strombedarf, während weltweit zahlreiche weitere Reaktoren gebaut oder geplant werden. Entsprechend richtet sich der Blick darauf, wie zusätzliche Uranmengen rechtzeitig verfügbar werden.

Kernkraftpläne erhöhen den Druck auf die Brennstoffkette

Die Größenordnung zeigt der aktuelle Ausblick des Branchenverbands World Nuclear Association. Für 2025 beziffert er den weltweiten Reaktorbedarf auf rund 68.920 Tonnen Uran. Das Referenzszenario orientiert sich an bestehenden Zielen von Regierungen und Versorgern. Unter diesen Annahmen steigt der Bedarf bis 2040 auf mehr als 150.000 Tonnen jährlich. Auf der Angebotsseite ist allerdings eine wichtige Unterscheidung nötig. 2024 deckte Uran aus Minen nach Angaben des Verbandes rund 90 % des jährlichen Reaktorbedarfs. Der Rest kam aus Lagerbeständen und anderen Sekundärquellen.

Daraus folgt nicht automatisch eine geologische Knappheit. Die Internationale Atomenergie-Organisation IAEA und die Kernenergieagentur der OECD (NEA) halten die bekannten Uranressourcen grundsätzlich für ausreichend. Selbst starkes Kernkraftwachstum sei damit bis 2050 und darüber hinaus grundsätzlich versorgbar. Entscheidend sind dafür jedoch rechtzeitige Investitionen in Exploration, neue Minen und Verarbeitung, weil neue Produktionszentren lange Vorlaufzeiten haben.

Diese Zeitachse verleiht frühphasigen Projekten damit zusätzliche Bedeutung. Exploration, Genehmigungen, Finanzierung, Bau und Inbetriebnahme lassen sich nicht innerhalb weniger Quartale nachholen. Steigt der Bedarf dauerhaft, müssen zusätzliche Lagerstätten bereits Jahre vor einer möglichen Produktion identifiziert und entwickelt werden.

Auch geopolitische Verschiebungen verändern die Brennstoffkette. In den USA gilt seit August 2024 ein Importverbot für bestimmte russische Uranprodukte. Befristete Ausnahmen sind längstens bis Anfang 2028 möglich. Im Januar 2026 vergab das US-Energieministerium zudem Aufträge über insgesamt 2,7 Mrd. USD zum Ausbau heimischer Urananreicherung.

Der Uranmarkt erhält so einen ungewöhnlich langfristigen Nachfragehorizont. Reaktoren werden über Jahrzehnte betrieben, ihre Brennstoffversorgung muss jedoch frühzeitig geplant und vertraglich abgesichert werden. Neben bereits etablierten Produzenten gewinnt deshalb auch die nächste Generation möglicher Uranprojekte mehr und mehr an Bedeutung.

Saskatchewan gewinnt bei neuen Uranprojekten an Gewicht

Eine der global etabliertesten Uranregionen liegt im Norden der kanadischen Provinz Saskatchewan. Dort liegt das Athabasca Basin, ein altes Sedimentbecken mit außergewöhnlich hochgradigen Uranlagerstätten.

Kanada stellte 2024 rund 24 % der globalen Uranförderung und war damit der zweitgrößte Produzent weltweit. Rund 14.300 Tonnen Uran kamen in diesem Jahr aus Minen in Saskatchewan. Die Provinz hat für die globale Versorgung damit bereits heute erhebliches Gewicht.

Dort positioniert sich auch der Mineralexplorer Purecore Metals CA7459371026 A42ABN. Ende Juli schloss das Unternehmen mit dem Uran-Projektentwickler Skyharbour Resources CA8308166096 A2AJ7J eine definitive Optionsvereinbarung für das Yurchison-Projekt ab. Purecore kann dabei zunächst 70 % und anschließend bis zu 100 % an dem Uranprojekt erwerben. Yurchison umfasst 22 Claims mit zusammen rund 35.000 Hektar im Athabasca Basin. Das Gebiet liegt etwa 75 Kilometer südlich des bedeutenden Uranstandorts Rabbit Lake. Der Highway 905 quert das Projektgebiet und erleichtert damit den Zugang für Explorationsarbeiten.

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Historische Uranfunde liefern konkrete Explorationsansätze

Geologisch kann sich Purecore dort auf umfangreiche Vorarbeiten stützen. Auf Yurchison fanden seit den 1960er-Jahren geophysikalische Arbeiten, Kartierungen, Probenahmen und Bohrungen statt. Ein großer Teil wurde vor dem Jahr 2000 durchgeführt. Historische Proben nahe alter Schürfstellen ergaben Gehalte zwischen 0,09 und 0,30 % Uranoxid (U3O8). Außerdem wurden dort erhöhte Molybdänwerte gemessen. Moderne luftgestützte elektromagnetische, magnetische und radiometrische Messungen folgten 2022 und 2023.

Die historischen Ergebnisse belegen Uranmineralisierungen an mehreren Fundstellen und liefern damit konkrete Ansatzpunkte für die nächste Entwicklungsphase. Zusammen mit den jüngeren geophysikalischen Daten bieten sie Purecore eine Grundlage, um Zielgebiete für weitere Arbeiten systematisch einzugrenzen. Ein hoher Uranpreis sollte das Finanzierungs- und Marktumfeld für Uranexplorer dabei verbessern.

Hoher Uranpreis steigert Projektrelevanz

Die aktuelle Marktphase kann vor allem die wirtschaftliche Ausgangslage für neue Projekte verbessern. Der künftige Uranbedarf selbst hängt dagegen von der Entwicklung der Reaktorflotte ab. Ein Referenzpreis oberhalb von 87 USD sollte die Rahmenbedingungen für Exploration und Projektentwicklung unterstützen.

Die Kernkraftpläne vieler Staaten benötigen zusätzliche Brennstoffmengen, sofern die angekündigten Kapazitäten tatsächlich gebaut und betrieben werden. Dafür müssen neue Lagerstätten rechtzeitig entdeckt, entwickelt und genehmigt werden. Das Yurchison-Projekt steht damit an der Schnittstelle zwischen heutiger Exploration und künftigem Bedarf. Purecore hat Zugang zu diesem großen Projekt in einer etablierten Uranregion und steht damit exemplarisch für eine breitere positive Entwicklung im Sektor.