Newmont profitiert im ersten Quartal von hohen Goldpreisen

Newmont profitiert im ersten Quartal von hohen Goldpreisen bigstockphoto

Newmont Corp. US6516391066 853823 ist mit deutlich stärkeren Zahlen als erwartet in das Jahr 2026 gestartet. Der weltgrößte Goldproduzent erzielte im ersten Quartal einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,90 USD nach 1,25 USD im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 46 % auf 7,31 Mrd. USD. Laut Barron’s lag der Konzern damit klar über den Erwartungen der Analysten; das Magazin berief sich dabei auf den Datenanbieter FactSet.

Besonders stark fiel das Goldgeschäft aus. Die Erlöse aus Goldverkäufen erzielten  6,04 Mrd. USD, der durchschnittlich realisierte Goldpreis lag bei 4.900 USD je Unze. Newmont selbst spricht zudem von Rekordwerten beim Quartalsgewinn und beim freiem Cashflow. Das unterstreicht, wie direkt der Konzern derzeit vom hohen Goldpreis profitiert.

Der Goldpreis bleibt für Newmont der entscheidende Hebel

Die Zahlen wirken nicht nur wegen des Gewinnsprungs stark. Entscheidend ist, dass Newmont den Rückenwind des Marktes operativ in konkrete Ergebnisse übersetzt. Im ersten Quartal produzierte der Konzern nach eigenen Angaben 1,3 Mio. zurechenbare Unzen Gold, dazu 9 Mio. Unzen Silber und 30.000 Tonnen Kupfer. Gleichzeitig sanken die All-in Sustaining Costs (AISC) auf Beiprodukt-Basis – also die nachhaltigen Gesamtkosten je Unze unter Einrechnung von Nebenproduktgutschriften – auf 1.029 USD.

Für das Gesamtjahr hält das Unternehmen an seiner Prognose fest. Newmont erwartet weiterhin rund 5,3 Mio. zurechenbare Unzen Gold, davon mehr als 3,9 Mio. Unzen aus den eigenen  Minen. Für Infrastruktur, laufende Projekte und Minenentwicklung sind 1,95 Mrd. USD vorgesehen. Hinzu kommen 1,4 Mrd. USD für kurzfristig rentable Vorhaben, darunter zwei Projekte in Australien.

Anleger zeigen sich zuversichtlicher

An der Börse wurden die Zahlen zunächst positiv aufgenommen. Nach Vorlage der Quartalszahlen zog die Aktie an, und bis zum Handelsschluss am 24. April notierte Newmont bei 120,70 USD. Das entsprach einem Tagesplus von 8,68 % und lag klar über dem Niveau, auf dem das Papier vor der Zahlenvorlage gehandelt worden war. Damit hat sich die freundliche erste Reaktion zunächst eher bestätigt als relativiert.

Das ist bemerkenswert, weil das Umfeld für Goldminen zuletzt alles andere als ruhig war. Barron’s hatte bereits darauf verwiesen, dass Gold und Goldaktien seit Ende Februar zwischen geopolitischer Unsicherheit, Zinsdebatten und schwankender Risikobereitschaft der Anleger hin- und hergerissen sind. Umso wichtiger ist für Newmont, dass das Unternehmen nicht nur von hohen Preisen profitiert, sondern zugleich die eigene Jahresplanung bestätigt.

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Der Vergleich mit Freeport macht den Unterschied sichtbar

Wie robust das Quartal von Newmont ausgefallen ist, zeigt auch der Blick auf andere große Bergbauwerte. Während Newmont nach den Zahlen zulegen konnte, stand Freeport-McMoRan, Inc. (ISIN: US35671D8570,  WKN: 896476) aufgrund schwächerer Gold- und Kupferverkäufe sowie operative Belastungen in Indonesien. zuletzt deutlich stärker unter Druck.

Newmont hat nicht nur ein starkes Einzelquartal vorgelegt, sondern den Markt zugleich daran erinnert, wie groß der operative Hebel des Konzerns in einer Phase hoher Goldpreise ist. Für die kommenden Monate wird damit vor allem wichtig, ob sich dieser Mix aus Preisstärke, Produktionsdisziplin und hohem Cashflow fortsetzt.