Explorationssektor im Aufwind: Finanzierungen nahe Rekordniveau
Die hohen Metallpreise schlagen auf die Explorationsaktivität durch. Der S&P Global Market Intelligence Pipeline Activity Index (PAI) stieg im Oktober gegenüber dem Vormonat um 21 % auf 135 Punkte, nach 112 Punkten im September. Wie S&P Global Analystin Kathreen Piquero in einem Bericht Anfang Dezember mitteilte, stach Gold in einem insgesamt starken Metallsektor heraus. "Der Gold-PAI legte um 24 % von 154 auf 190 Punkte zu, während der PAI für Basismetalle und andere Metalle um 19 % von 77 auf 92 Punkte stieg."
Explorationsfinanzierung steigt im Jahresvergleich um 123 %
Ein Blick auf die einzelnen Kennzahlen des Indexes lohnt sich. So zeigt sich der signifikante Zugewinn an Dynamik vor allem im Finanzierungsvolumen von kleinen und mittelgroßen Explorern. Dieses Volumen lag im Oktober dem Bericht zufolge bei 3,593 Mrd. USD. Dies entspricht einem Anstieg um 123 % gegenüber dem Vorjahresmonat und einem Anstieg um 77 % gegenüber dem Vormonat. "Dies ist der zweithöchste Wert seit Beginn unserer Aufzeichnungen im Januar 2014 und liegt nur knapp unter dem Höchststand von 3,69 Milliarden US-Dollar vom März 2021", betont Piquero.
Dem Bericht zufolge zeigen die detaillierten Finanzierungsdaten, "dass der Anstieg im Oktober breiter gefächert war und nicht nur durch wenige große Finanzierungen bedingt wurde". Die Anzahl der Transaktionen erreichte einen Rekordwert und stieg um 70 % von 250 im September auf 424. Bedeutende Finanzierungen – Transaktionen mit einem Wert von über 2 Mio. USD – stiegen von 117 im September auf 205. Es gab 16 Transaktionen mit einem Wert von über 50 Mio. USD, gegenüber 10 im September.
Der hohe Goldpreis wirkt sich sichtbar auf Investitionsentscheidungen aus. So legten die Finanzierungen im Goldsektor im Oktober den zweiten Monat in Folge zu – um 44 % auf 1,75 Mrd. USD und damit den höchsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Januar 2014. Die Gesamtzahl der Transaktionen im Goldsektor erhöhte sich von 101 auf 183, während sich die Anzahl der bedeutenden Transaktionen von 52 auf 102 nahezu verdoppelte. Acht Transaktionen hatten einen Wert von über 50 Mio. USD, gegenüber sieben im September.
Gold sticht hervor, doch es läuft auch bei den anderen Metallen rund
Doch auch bei anderen Metallen läuft es rund. Im Bereich der Basis- und sonstigen Metalle wurden im Oktober 1,12 Mrd. USD eingeworben, was einem Zuwachs um 114 % gegenüber dem Vormonat und dem höchsten Stand seit September 2021 entspricht. "Obwohl die Preise für Silber und Nickel rückläufig waren, wurde dieser Rückgang durch einen Anstieg der Kupferbestände um 540 Mio. USD kompensiert, unterstützt durch zusätzliche Zuwächse bei Zink und Kobalt", heißt es im Bericht von S&P Global.
Die Zahl der signifikanten Bohrergebnisse lag im Oktober bei 137 und damit um 3 Ergebnisse niedriger als ein Jahr zuvor und um 18 Ergebnisse niedriger als im September.
Diese Zahlen bilden die Aktivität jedoch nur teilweise ab. Insgesamt wurden im Oktober 4.037 Bohrungen in 231 Projekten von rund 218 Betreibern gemeldet und damit sichtbar weniger als im September mit 5.307 Bohrungen bzw. 275 Projekten. Die bisherigen Jahreswerte liegen jedoch weiterhin über dem Wert für den gleichen Zeitraum im Jahr 2024.
Es gab vier initiale Ressourcenankündigungen – zwei für Goldvorkommen und zwei für Kupferprojekte – und damit eine mehr als jeweils im September 2025 und im Oktober 2024. Sieben positive Projektmeilensteine flossen in den Index ein – drei mehr als ein Jahr zuvor.

