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Goldnachfrage auf Rekordniveau – Anleger und Notenbanken dominieren den Markt

Goldnachfrage auf Rekordniveau – Anleger und Notenbanken dominieren den Markt Plane Volumes / Unsplash

Die weltweite Goldnachfrage hat im ersten Quartal 2026 ein neues Rekordniveau erreicht. Der World Gold Council beziffert die Gesamtnachfrage einschließlich außerbörslicher Geschäfte auf 1.231 Tonnen – ein Anstieg von 2 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Noch deutlicher fällt das Plus beim Gegenwert aus: Getrieben vom hohen Preisniveau sprang er um 74 % auf 193 Mrd. USD.

Anleger und Zentralbanken treiben die Nachfrage

Das Wachstum kam vor allem von der Anlageseite. Die Nachfrage nach Barren und Münzen erreichte 474 Tonnen – der zweithöchste Quartalswert seit Beginn der Erhebung. Goldgedeckte, börsengehandelte Fonds verzeichneten Zuflüsse von 62 Tonnen, Zentralbanken kauften netto 244 Tonnen hinzu.

Damit verschiebt sich das Gewicht innerhalb des Marktes spürbar. Während Anlagekäufe an Bedeutung gewinnen, gerät die klassische Konsumnachfrage unter Druck. Für den Schmucksektor weist der World Gold Council im ersten Quartal nur noch 335 Tonnen aus – ein Rückgang von 23 % gegenüber dem Vorjahr, der vor allem das hohe Preisniveau widerspiegelt.

Der durchschnittliche LBMA-Nachmittagspreis lag im Quartal bei 4.873 USD je Unze und damit so hoch wie nie zuvor. Im Januar erreichte Gold mit 5.405 USD je Unze einen Spitzenwert, gab im weiteren Verlauf wieder nach, schloss das Quartal aber dennoch mit einem Plus von 6 % ab.

Explorationsgesellschaften beschleunigen ihr Tempo

Das starke Preisumfeld setzt auch bei Explorations- und Erschließungsgesellschaften Energie frei. Drei Unternehmen, die zuletzt mit konkreten Fortschritten auf sich aufmerksam gemacht haben, stehen beispielhaft für die auflebende Projektaktivität im Sektor.

Dryden Gold CA26245V1013 A3E1GE aus Vancouver arbeitet im Dryden-Distrikt in Ontario an einem wachsenden Projektportfolio. Beim Projekt Hyndman beschrieb das Unternehmen zuletzt einen zwölf Kilometer langen Anomaliekorridor, bei Gold Rock wurden Anfang April neue hochgradige Zonen bekannt gegeben. Ende April meldete Dryden Gold zudem eine aufgestockte Eigenkapitalfinanzierung unter Beteiligung von Centerra Gold Inc. CA1520061021 A0B6E5 und Alamos Gold Inc. CA0115321089 A14Y6H – ein Signal, das Vertrauen etablierter Produzenten in das Projekt unterstreicht.

Barton Gold AU0000153215 A3DJY0 aus Adelaide ist in Südaustralien bereits einen Schritt weiter. Das Unternehmen entwickelt die Projekte Challenger und Tunkillia, verfügt über Ressourcen von 2,25 Mio. Unzen Gold und 3,1 Mio. Unzen Silber und betreibt die einzige Gold-Aufbereitungsanlage der Region – ein strategischer Vorteil, der Barton Gold von reinen Explorationsgesellschaften abhebt. Zuletzt standen Erweiterungsbohrungen bei Tunkillia im Mittelpunkt sowie erste Ergebnisse vom Challenger-Projekt, wo einzelne Abschnitte Gehalte von bis zu 170 Gramm Gold je Tonne erreichten.

Lodestar Metals CA54020J2002 A41MZL, ebenfalls aus Vancouver, konzentriert sich auf das Kernprojekt Gold Run im US-Bundesstaat Nevada. Im März erhielt das Unternehmen die endgültige Bohrgenehmigung der zuständigen US-Bundesbehörde und definierte neue geophysikalische Bohrziele. Anfang April startete das erste Bohrprogramm auf Gold Run, Mitte April ergänzte der Erwerb eines historischen Bergbaupatents innerhalb des Projektgebiets das Landpaket des Unternehmens.

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Ein Rekord mit struktureller Botschaft

Für den weiteren Jahresverlauf erwartet der World Gold Council, dass geopolitische Risiken und makroökonomische Unsicherheiten den Markt weiter stützen. Das spricht für anhaltende Zentralbankkäufe, fortgesetzte ETF-Zuflüsse und eine robuste Nachfrage nach Barren und Münzen. Auf der Angebotsseite rechnet der Verband mit leicht steigender Minenproduktion und nur moderat zunehmendem Recycling – während der Preisdruck die Schmucknachfrage weiter belasten dürfte.

Der Rekord im ersten Quartal ist damit mehr als eine starke Zahl. Er markiert eine strukturelle Verschiebung: Anleger und Notenbanken prägen den Goldmarkt heute stärker als je zuvor, während Explorationsgesellschaften das günstige Preisumfeld nutzen, um ihre Projekte mit neuem Schwung voranzutreiben.