Die Übernahmeaktivitäten im Minenbereich sollten auch 2019 andauern. Angeführt dürften diese vom Hauptrohstoffkonsumenten China werden. Ein jahrelanger Rückgang der Explorationsausgaben hat dazu geführt, dass die Industrie dringend neues Geld und Investitionen benötigt, um wachsen zu können. Dies teilten verschiedenste Delegierte auf einer Konferenz in China mit.

Kanada als das Bergbau-Powerhouse erlebte 2018 das beste dritte Quartal seit sieben Jahren. Hauptverantwortlich dafür sind die 6,5 Mrd. USD Übernahmen von Randgold durch Barrick Gold Corp. und der 1,43 USD Mrd. Kauf der chinesischen Firma Zijin Mining von Nevsun Resources.

„Wir glauben, dass dieses und nächstes Jahr Jahre der Konsolidierung sein werden“ sagte Keith Spence, Präsident des kanadischen Unternehmens Global Mining Capital Corp. während der China Bergbau Konferenz in Tianjin.

Spence, dessen Firma gemeinsam mit chinesischen Unternehmen in Minenprojekte investiert, erklärte Reuters, dass er seit drei bis vier Jahren dazu aufgefordert hat, Bergbau-Firmen zu akquirieren. Die Kaufpreise seien zu diesem Zeitpunkt sehr niedrig gewesen. Aber er hatte keine Erfolg. „Nun sind die Preise hoch und die Chinesen haben jetzt ein großes Interesse“, sagte er.

Wenn niemand bereit ist Reserven aufzubauen, dann sei eine M&A Runde oder eine Konsolidierung der beste Weg, um neue Investitionen zu starten. Früher sprachen Leute über das globale Ölfördermaximum, nun würden sie beginnen, über Goldfördermaximum und Kupferfördermaximum zu sprechen; so Spence.

Chinese Investoren seien laut vieler Experten und Analysten stark an Unternehmen interessiert, die sich auf Batterie-Metalle wie Lithium und Kobalt konzentrieren.

Ken Su, ein Experte bei Price Waterhouse Cooper sagte, dass aktuell vermehrt Kunden über Gold, Lithium und Kupfer Projekte beraten werden wollen. Generell erwartet PWC eine große Welle von Investitionen in Bergbau.

So stimmte Chinas Tianqi Lithium im Mai 2018 zu, einen 24 prozentigen Anteil des chilenischen Lithium Unternehmens SQM zu erwerben. Der Preis soll bei 4,1 Mrd. USD liegen. Allerdings müssen die chilenischen Behörden dem Vertrag immer noch zustimmen.

Chinesische Unternehmen sind nun vermehrt auch daran interessiert, in Projekte zu investieren, welche erst in einer frühen Phase der Exploration sind.

Trevar Hart, weltweit verantwortlich für Bergbau bei KPMG sagt, dass Bergbau-Unternehmen jahrelang ihre Vermögenswerte optimiert hätten. Die Schulden wurden seit mehr als einer Dekade reduziert.

Dies hätte alles sehr viel Sinn gemacht. Aber nun hat es den Effekt, dass die Bergbau-Industrie neue Investitionen braucht, um in Zukunft wachsen zu können.

Chinesische Unternehmen sollten auch 2019 in Bezug auf Übernahmen sehr aktiv bleiben und hier Vorreiter sein.

 

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