Die Anzahl der Elektrofahrzeuge weltweit sollte sich bis Ende 2020 mehr als verdreifachen. Letztes Jahr waren davon 3,7 Mio. registriert. Am Ende der Dekade sollten es in etwa 13 Mio. sein; so eine neue Studie der International Energy Agency (IEA).

Laut der Agentur mit Hauptsitz in Paris ist allein 2017 die Zahl der Elektrofahrzeuge (reine Elektro-betrieben, Hybride und Brennstoffzellenfahrzeuge) um 57% gestiegen. China war für 40% des Wachstums verantwortlich.Die IEA rechnet damit, dass bis 2030 die jährlichen Wachstumsraten 24% betragen sollten. Hierfür seien allerdings Anreize von Seiten der Staaten notwendig.

Batterien sind immer noch der größte Kostenfaktor und machen daher Elektrofahrzeuge teuer. So-mit sei es notwendig, dass Rabatte, Steuervergünstigungen bzw. -befreiungen und andere Anreize geschaffen werden.

Konsequenterweise glauben die Experten der IEA, dass auch in Zukunft noch genügend Benzin-betriebene Fahrzeuge gekauft werden. Man rechnet mit 2 Mrd. Automobilen bis 2040. Die Analysten sehen vor allem China und Europa als größte Abnehmer. Hier wurden bereits von Seiten der Politik gewisse Maßnahmen getroffen, den Kauf von Elektromobilen zu unterstützen.

In China zum Beispiel können einfach Kredite aufgenommen werden. Zudem werden Elektrofahr-zeuge subventioniert. Und auch in Europa sollten neue Emissionsstandards und eine höhere Benzinsteuer, für ein Wachs-tum bei E-Mobilen sorgen.

Die Party für gewisse Metalle geht weiter

Das starke Wachstum sollte positiv für Lithium, Kobalt und Kupferproduzenten sein. Diese Metalle werden für die Produktion von wiederaufladbaren Batterien benötigt.

Laut IEA sollte hier die Nachfrage um das Zehnfache steigen; dies trotz der Tatsache, dass in vielen Produktionsländern Korruption und weiterhin schlechte Arbeitsbedingungen herrschen. Die IEA nennt vor allem die Demokratische Republik Kongo. Das afrikanische Land produziert weltweit am meisten Kobalt.

Kupfer weiter gefragt

Kupfer sollte weiterhin vom Trend hin zu Elektrofahrzeugen profitieren. Die Internationale Kupfer Assoziation glaubt, dass in den nächsten zehn Jahren mehr als 40 Millionen Aufladestationen benö-tigt werden. Hierfür braucht man bis 2027 zusätzlich 100 000 Tonnen Kupfer pro Jahr.

Mindestens 3 Millionen dieser Stationen sollten bis 2030 in China gebaut werden. Und auch für den Automobilbau selbst wird viel Kupfer benötigt. Ein normales Benzin-betriebenes Fahrzeug braucht 20 Kg an Kupfer. Ein hybrides Fahrzeug braucht ungefähr 40 Kg und ein reines Elektrofahrzeug 80 Kg.

Daher glauben Experten, dass in den nächsten 10 Jahren zwischen 3 und 5 Mio. Tonnen Kupfer produziert werden muss. Das Angebotsdefizit von Kupfer könnte 2021 und 2022 mehr als 900 000 Tonnen betragen. Grund hierfür sei auch das sinkende Angebot von Kupfer.

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