Das erste Halbjahr 2017 ist verstrichen. Anlässlich dieser Landmarke veröffentlichte der Branchendienst Mining.com nun eine aktualisierte und detaillierte Aufstellung der 50 weltweit wichtigsten Bergbauunternehmen. Dabei zeigt sich: Das Jahr steckte bisher voller Überraschungen und innerhalb der letzten Monate kam es innerhalb der Bestenliste zu interessanten Positionswechseln.

Dem neuen Listing nach verlangsamte sich nach dem erfolgreichen Jahr 2016 die Erholung des Bergbausektors in diesem Jahr wieder dramatisch. In einigen Fällen hat sich das Los der Konzerne sogar gänzlich gewendet.

Zum Ende des ersten Halbjahres waren die 50 größten börsennotierten Unternehmen der Welt zusammen 768 Milliarden USD wert. Dazu kamen fast 12 Milliarden USD zur Marktkapitalisierung des Sektors zum Ende Juni. Allein die Top 10 der Branche sorgten für mehr als die Hälfte der Umsätze. Der Großteil dieser Gewinne wurde bereits im vergangenen Jahr generiert: die Top 50 haben annähernd 100 Milliarden USD gemeinsame Werte hinzugefügt.

Top 50 mining companies reshuffle as Chinese, lithium firms climb rankings

Quelle: Mining.com

Abgebremste Höhenflüge

Einige Goldkonzerne sind zum gegebenen Zeitpunkt in die roten Zahlen geraten, vor allem Shandong Gold in China, Goldcorp (WKN: 890493; ISIN: CA3809564097) aus Kanada und die russische Polyus Gold, der weltweit achtgrößte Goldkonzern. Auch einige der Höhenflieger aus dem vergangen Jahr mussten wieder unsanft landen, darunter die australische Fortescue Metals Group (WKN: 121862; ISIN: AU000000FMG4), die mit dem fallenden Preis für Eisenerz abstieg und die kanadische Teck Ressources (WKN: 858265; ISIN: CA8787422044), die vom eingebrochenen Kokskohlenpreis mitgerissen wurde.

Auch russische Firmen waren vom Pech verfolgt: Die Top 5 Unternehmen des Landes haben im vergangenen Jahr 9,5 Millionen USD verloren, nachdem die fallenden Nickel-Preise die Aussichten von Norilskzunichte machten und die Kali-Preise sich zu Ungunsten von Uralkali immer noch nicht erholt haben. Prozentual gesehen sind der US-amerikanische Konzern Mosaic und Uralkali im ersten Halbjahr 2017 am stärksten gefallen, und die kanadische Potash Corp (WKN: 878149; ISIN: CA73755L1076) (nach der Fusion mit Agrium als Nutrien gelistet) konnte nur knapp zweistellige Rückgänge vermeiden.

Asien holt auf

Im Gegensatz zu amerikanischen und europäischen Mittelständlern sind drei von sieben chinesischen Firmen die großen Gewinner in der Hitliste der Top-Verdiener. Tianqi Lithium reitet weiterhin auf der Erfolgswelle der Batteriemetalle und hat einen etwa 75%igen Wertsprung vollführt. China Molybdenum und Yanzhou Coal haben ebenfalls derzeit eine Glückssträhne: Die Wertsteigerung beider Unternehmen führt sie jetzt zu Akquisemaßnahmen außerhalb des heimischen Terrains.

Weiter bemerkenswerte Änderungen im Ranking gehen von der indischen Vedanta aus, die im Rennen um die Zink-Preise nun den breit gefächerten Großkonzern Anglo American (WKN: A0MUKL; ISIN: GB00B1XZS820) überholt und auf Platz zwölf landet. Ma'aden aus Saudi-Arabien steigt ebenfalls in der Rangliste auf und steht nun auf Platz 10. Tanqui Lithium, erst seit vergangenem Jahr in den Top 50 dabei, besetzt nun die 32. Position der wichtigsten Bergbauunternehmen und holt dabei mit der chilenischen SQM (WKN: 895007; ISIN: US8336351056) einen weiteren Lithium-Favoriten ein.

In Warteposition

Auf der Anschlussliste zu den Top 50 befinden sich der weltweit wichtigste Uran-Förderer Cameco (WKN: 882017; ISIN: CA13321L1085) aus Kanada mit einem Marktwert von 3,7 Milliarden USD, die mit 3,1 Millionen USD nur geringfügig nachstehende Londoner KAZ Minerals (WKN: A0HFWR; ISIN: GB00B0HZPV38) sowie Buenaventura aus Peru mit 3,1 Milliarden USD. Ivanhoe Mines, im Geschäft mit Platin und Kupfer, hat binnen Jahresfrist seinen Wert nahezu vervierfacht und liegt nun bei 2,4 Milliarden USD. Iluka Resources (WKN: 859133; ISIN: AU000000ILU1) aus Perth befindet sich ebenfalls in der Aufholjagd, nachdem ein Wertsprung von 20% in der Marktkapitalisierung erzielt wurde. Der aktuelle Wert von 2,8 Milliarden USD würde die Firma zum einzigen Mineralsandförderer (mit etwas Eisenerz in der Beiproduktion) innerhalb der Top 50 machen.

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