Das renommierte Institut BMI Research hat einen Bericht über die Entwicklung des Zinkpreises veröffentlicht. Zink findet sich hauptsächlich in gebundenen Erzen vor allem in den Regionen USA, China, Australien, Peru, Indien, Mexiko und Kanada. Verwendet wird der Rohstoff vor allem als Korrosionsschutz für Stahl und Eisenteile und ist somit wichtiges Element in der Bauindustrie.

Die Analysten von BMI gehen davon aus, dass der Zinkpreis nächstes Jahr leicht ansteigen sollte. Das Institut erwartet für 2017 Zinkpreise von 2 700 USD pro Tonne und für 2018 2 900 USD pro Tonne. Aktuell liegt der Preis bei 2760 USD pro Tonne.

Das Zinkangebot

BMI Research glaubt, dass die weltweite Zinkproduktion mittelfristig nur schwach wachsen dürfte. Geringere Bergwerkaktivitäten sollten die Gewinnmargen von Schmelzhütten reduzieren. Längerfristig dürfte der Zinkoutput aber wieder ansteigen; vor allem aufgrund neuer Projekte und relativ stabilen Preisen.

Für 2017 erwartet BMI eine Zinkproduktion von 14 Mio. Tonnen und 15 Mio. Tonnen in 2021, dies entspricht einer annualisierten Wachstumsrate von 1,9%.

Vor allem in China sollte das Wachstum in den nächsten Jahren weniger stark als in den Vorjahren sein. Regulierende Maßnahmen der chinesischen Regierung dürften zu einer weiteren Konsolidierung des Rohstoffsektors führen. Mehrere umweltschädliche Minen könnten geschlossen werden.

BMI schätzt, dass die chinesische Zinkproduktion auf 6,3 Mio. Tonnen in 2017 und 7,0 Mio. Tonnen in 2021 steigen sollte; ein jährliches Wachstum von 2,3%.

Allerdings dürfte China der Hauptproduzent von veredeltem Zink bleiben. 2017 wird China für zirka 44,8% der globalen Produktion verantwortlich sein. Bis 2021 sollte der Marktanteil auf 46,5% ansteigen.

Das größte Wachstum wird allerdings aus Indien erwartet. Hier rechnet BMI Research bis 2021 mit einem jährlichen Wachstum von 6,8%.

Die Zinknachfrage

BMI erwartet, dass die weltweite Nachfrage nach veredeltem Zink zwischen 2017 und 2021 um jährlich 1,7% ansteigen sollte. Hauptgrund ist eine weltweite verhaltene Nachfrage nach Stahl. In den letzten Jahren war die Nachfrage nach veredeltem Zink noch jährlich um 2,2% angestiegen.

In China sollte die Nachfrage allerdings vor allem aufgrund von weiteren Investitionen im Baugewerbe robust bleiben. Für 2017 rechnet BMI hier mit einem Wachstum von 2,5%. China dürfte somit der größte Zinkkonsument bleiben.. BMI erwartet eine Nachfrage von 6,7 Mio. Tonnen für 2017 und 7 Mio. Tonnen für 2021.

Indiens Zinknachfrage sollte am stärksten wachsen. BMI geht bis 2021 von einem jährlichen Wachstum von 4,8% aus. Auch hier ist ein sehr robustes Baugewerbe Grund für die hohe Zinknachfrage.