Chile ist weltweit der größte Kupferproduzent. Nun ist die Regierung bemüht auch in anderen Rohstoff-Bereichen, Marktanteile zu gewinnen. Ziel ist es, auch außerhalb des Kupfersektors Investoren anzuziehen. Man will so unabhängiger von dem roten Metall werden und künftig attraktive Zukunftsrohstoffe wie Lithium fördern.

Kürzlich hat in Kanada die chilenisch nationale Minen-Gesellschaft ENAMI fast ein dutzend Neu- und Brachflächen präsentiert, welche sich alle in unterschiedlichen Entwicklungsstufen der Förderung befinden. In Kanada warb man um strategische Partner, um die Produktion voranzutreiben.

Aurora Williams, Chiles Bergbau Ministerin, sagte dazu in einem Interview, es sei eines von Chiles Hauptzielen, ausländisches Kapital in die Maricunga und Pedernales Salzwüsten zu bringen. Beide befinden sich in der nördlichen Region von Atacama und gehören zum Staatsunternehmen Codelco.

Zudem habe die Regierung festgestellt, dass 61% des Staatsgebietes nicht nur reich an Rohstoffen ist, sondern ebenso das Potential zur Lizenzierung hat. Das Wachstumspotential sei dementsprechend groß.

Chile könnte somit in den nächsten Jahren ein noch wichtigerer Produzent von Lithium werden. Aktuell ist die Nation bereits zweitgrößter Produzent des weißen Metalls, das zu einem essentiellen Teil für wiederaufladbare Batterien eingesetzt wird.

Chile besitzt mehr als die Hälfte der weltweit förderbaren Reserven des Metalls, so das Institut US Geographical Survey. Zudem ist das Land der kostengünstigste Produzent; dies aufgrund eines hocheffizienten Prozesses.

Welche Auswirkungen, diese Entwicklung auf den Lithiumpreis haben wird, ist noch nicht absehbar. Das Angebot sollte sich durch das verstärkte Engagement in Chile erhöhen. Aber ebenso steigt die Lithium Nachfrage überproportional.

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