Nach Schätzungen der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) stehen bei 45 Asiatischen Ländern enorme Investitionen an, um unter anderem Brücken, Straßen, Eisenbahnstrecken und Kraftwerke zu bauen. Dies sei notwendig, um die hohen Wachstumsraten beizubehalten, so die ADB.

Es wird geschätzt, dass jährlich die fast unglaubliche Summe von 1,7 Billionen Dollar benötigt wird, um die Infrastruktur der Länder zu erneuern oder zu verbessern.

Asien ist schon heute der bei weitem größte und wichtigste Importeur von Rohstoffen. Daran sollte sich in den nächsten Jahren nichts ändern.

Im Gegenteil, die bevorstehenden Maßnahmen dürften zu einer weiterhin hohen Rohstoffnachfrage vor allem für Eisenerz führen. Die Preissteigerungen könnten somit andauern. Hauptanbieter sind bis jetzt Vale (Brasilien), Rio Tinto (London) und BHP Billiton (Australien).

Allerdings dürfte ein Wiederbeleben der Minen nicht ganz so einfach sein. Denn die chinesische Regierung hat die Umwelt- und Sicherheitsmaßnahmen für Minen deutlich verschärft.

Dennoch gehen Experten davon aus, dass es zur baldigen Förderung von Eisenerz in Asien kommen dürfte, falls sich der Preis für das Erz weiterhin auf einem Niveau von über 80,- USD pro Tonne halten sollte. Aktuell befindet sich auf einem Level von 88,5 USD pro Tonne.

Wir gehen kurzfristig nicht davon aus, dass sich die Wettbewerbssituation für nicht Asiatische Eisenerzanbieter deutlich verschlechtern wird. Allerdings glauben wir, dass sich Unternehmen wie die genannten Vale, Rio Tinto oder BHP in Zukunft auf neue Konkurrenten einstellen müssen.

Dem Preis für Eisenerz sollte dies allerdings nicht sonderlich schaden, zu groß ist die erwartete zukünftige Nachfrage.

Eisenerz Chart in Dollar

Eisenerzpreis auf 3 Jahre – Quelle: Finanzen.net