Liebe Leserinnen und Leser,

noch viel absurder als die derzeitige Geldpolitik der USA ist jene der Euro-Zone. EZB-Chef Mario Draghi druckt monatlich 80 Mrd. Euro aus heißer Luft und hat die Strafzinsen auf minus 0,4 Prozent gesenkt. Das aktuelle Programm soll im März 2017 auslaufen. Sie und ich wissen aber ganz genau, dass es dazu nicht kommen wird, sondern dass „Strafzins“-Mario immer mehr Geld drucken und die Strafzinsen noch viel weiter nach unten drücken wird.

Was würde denn passieren, wenn Draghi das Programm tatsächlich zurückfahren und auslaufen lassen sollte? Dann würden die Kurse für italienische, spanische und französische Anleihen kollabieren. Dabei hat Italien 2,2 Billionen Euro, Frankreich 2,2 Billionen und Spanien 1,1 Billionen Euro Schulden. Wegen des immer gigantischeren Gelddruckens der EZB waren die Zinsen für italienische Anleihen aber zwischenzeitlich auf Rekordtiefs von 1,04 Prozent gesunken, ehe sie etwas gestiegen sind.

Früher hat Italien häufig Zinsen von zehn Prozent und mehr gezahlt. Wie dramatisch die Lage für Italien, Frankreich und Spanien wäre, habe ich in dem Beitrag „So pleite wären Italien, Spanien und Frankreich ohne das Gelddrucken der EZB“ in einem Beitrag für Finanzen100 aufgezeigt. Ich gehe davon aus, dass die EZB bei der Sitzung am 8. September ankündigen wird, dass das aktuelle Programm so geändert wird, dass weniger Anleihen von Deutschland und Frankreich gekauft und stattdessen vielmehr Papiere der Peripheriestaaten Italien und Spanien gekauft werden.

So wird die dortige Schuldensause am Leben gehalten. Zudem könnte Draghi schon bald ankündigen, dass das Programm auf 100 Mrd. Euro pro Monat aufgestockt wird und die Strafzinsen noch weiter in den negativen Bereich gedrückt werden. Damit würden nicht nur die Zinsen in der Euro-Zone auf neue Rekordtiefs gedrückt werden. Gleichzeitig würden damit auch die Zinsen in den USA mit nach unten gezogen werden, was dem Goldpreis beflügeln sollte.

Mein Rat an meine Leser:

Lassen Sie sich von den täglichen Kursbewegungen von Gold an der Börse nicht verunsichern. Die weltweite Geldschwemme wird immer größer werden. Dabei drucken die weltweiten Notenbanken schon jetzt insgesamt rund 200 Mrd. Dollar pro Monat. In einem Umfeld, in dem jede der führenden Notenbanken der Welt mit aller Macht versucht, die eigene Währung möglichst stark abzuwerten, ist Gold ein hervorragendes Investment und dürfte in den nächsten Jahren deutlich steigen. Meine Empfehlung bleibt daher die gleiche wie seit dem Start des Gold-Briefs: Stocken Sie Ihre Goldbestände weiter auf. Genau das tun wir auch. Aufgrund der Korrektur der letzten Zeit kaufen wir für unser eigenes Musterdepot eine Unze Gold.

Die obenstehende Kolumne ist ein Auszug aus dem Gold-Brief. Geschrieben von Gold-Experte Egmond Haidt, werden die Leser alle 2 Wochen kostenlos über die Entwicklungen bei Gold informiert! Kein Abo, keine Weitergabe der Daten!