Das World Gold Council sah die Goldnachfrage Chinas in 2013 bei 1.066 Tonnen. Nun kam die Wahrheit ans Licht. Rund 2.000 Tonnen Gold ging an die chinesischen Verbraucher.

Wie das LBMA-Magazin (Magazin der London Bullion Market Association) jetzt veröffentlichte, rückte Xu Luode, Vorsitzender der Shanghai Gold Exchange mit der Wahrheit heraus. 2.000 Tonnen Goldnachfrage sind fast das Doppelte von dem was bisher vermutet wurde! Das sind immerhin fast 60 Prozent der deutschen Bundesbank Goldbestände und rund 65 Prozent der für 2014 erwarteten gesamten Goldminenproduktion und trotzdem nur zirka 1,4 Gramm Gold pro chinesischer Nase.

Bisher hielt sich das Reich der Mitte immer sehr bedeckt, was seine Goldimporte anging. Doch nun liegen die Daten vor. Importiert wurden 1.540 Tonnen Gold. Selbst produziert hat China 430 Tonnen Gold, macht zusammen rund 2.000 Tonnen Gold in 2013. Und diese wurden von den Verbrauchern in China verkonsumiert. Käufer waren besonders Frauen mittleren Alters.

Damit ist klar, dass die Goldimporte nun andere Wege als über Hongkong finden, nämlich über Shanghai und Peking. Übrigens verkündete Luode die Zahlen bereits im Juni auf dem LBMA-Forum in Singapur. Seine Rede wurde jetzt übersetzt, dennoch verwundert es, dass kaum einer der Zuhörer bei den veröffentlichten Zahlen hellhörig wurde. Und das auf einem eigentlich sehr beachtetem Goldforum. Die hohe Goldnachfrage Chinas sollte weitergehen und den Goldpreis stützen.