Die Analysten der HSBC zeigen sich zwar weiterhin bullish für die Metalle der Platingruppe, nehmen aber ihre Preisprognosen zurück. Nach Ansicht der Experten ist vor allem Platin nach dem Rückgang der vergangenen Monate überverkauft und wird insbesondere von der Schwäche des Goldpreises und dem starken US-Dollar belastet.

Die Prognose für den Platinpreis sinkt für 2014 so um 6% auf 1.410 USD pro Unze, während die HSBC für 2015 nun nur noch 1.505 USD pro Unze erwartet statt wie zuvor 1.700 USD. Bei Palladium gehen die Analysten für 2014 weiterhin von einem Durchschnittspreis von 825 USD pro Unze aus, senken aber die Prognose für das kommende Jahr von 900 auf 855 USD pro Unze.

Die HSBC führt den Abverkauf im September auf makroökonomische Faktoren wie einen allgemeinen Preisrückgang bei den Edelmetallen, einen stärkeren US-Dollar und Sorgen um die Industrienachfrage Chinas zurück. Trotz dieser negativen Faktoren, bleiben die Experten aber positiv gestimmt und gehen davon aus, dass die Preise vom aktuellen Niveau aus eine Rallye hinlegen werden.

Die Bank begründet ihre positive Einstellung zu Platin damit, dass die Endnutzer der Industrie den niedrigen Preis des Edelmetalls als attraktiv empfinden dürften. Zudem zeige sich der weltweite Automobilmarkt, die größte Nachfragequelle, widerstandsfähig, so die Analysten.

Die HSBC wies zudem auf einen erwarteten Anstieg der Schmucknachfrage in China hin und glaubt, dass die Auswirkungen des fünfmonatigen Streiks in Südafrika – von wo ein Großteil der Platinproduktion stammt – erst noch zu spüren sein werden.

Die Analysten erwarten 2014 bei Platin ein Angebotsdefizit von 1,804 Mio. Unzen, das 2015 dann immer noch bei 897.000 Unzen liegen soll. Bei Palladium erwartet die HSBC 2014 das niedrigste Angebot in diesem Jahrhundert. Man geht dieses Jahr von einem Angebotsdefizit von 1,79 Mio. Unzen aus, gefolgt von 1,016 Mio. Unzen 2015.

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