Langsam aber sicher schrillen bei einigen jungen Bergbaukonzernen, die sich im Explorationsstadium befinden, die Alarmglocken. Schon seit längerem erwarten viele Börsenexperten fast schon ein Massensterben unter den kleinen Companys. Der Grund: Die Finanzierungsströme am Markt sind schon seit einiger Zeit nahezu völlig versiegt und für Explorations-Gesellschaften ist es schwer, an Gelder zu kommen. Wer nicht gerade überzeugend gute Projekte vorweisen kann, hat bei Investoren in Sachen Kapitalakquise derzeit keine Chancen.

Dass sich der Trend kurzfristig bessert, ist angesichts der Risikoaversion bei vielen Rohstoffinvestoren kaum denkbar. Und so geht vielen kleineren Unternehmen das Geld aus. Zahlen, die Jeff Desjardins von Tickerscores.com veröffentlicht hat, illustrieren das Problem sehr gut – ein Problem, das nicht überraschend kommt, sondern auf das wir immer wieder aufmerksam gemacht haben.

Schlechte Liquiditätslage bei vielen Explorationsunternehmen

Desjardins hat die Liquiditätsbilanzen von Explorationsunternehmen in Ontario und Nevada untersucht, zwei klassischen und lange etablierten Rohstoffregionen Nordamerikas. Sein alarmierendes Fazit: In Ontario hatten vier von fünf Unternehmen in den Erstquartalsbilanzen nicht mal mehr 0,4 Millionen Dollar Cash zur Verfügung. Die Top 3 kommen auf eine durchschnittliche Liquidität von 2,2 Millionen Dollar, können damit noch einigermaßen in Ruhe arbeiten. Das gilt für die anderen 19 Unternehmen nicht – die kommen im Schnitt gerade einmal auf 0,15 Millionen Dollar Cash. Im Klartext: Ausgaben für Explorationsarbeiten und damit wertsteigernde Aktivitäten sind bei diesen Gesellschaften völlig unmöglich, ohne dass neue Gelder hereinkommen. Doch diese Quellen, siehe oben, sind ausgetrocknet.

Tickerscore

Nicht viel anders ist die Situation in Nevada: Dort haben die Top-Companys unter den 16 Explorationsunternehmen im Schnitt 2,6 Millionen Dollar Cash zur Verfügung. Von Sorgen ist man hier also einigermaßen weit entfernt. Die ärmsten unter den 16 haben allerdings nicht einmal sechsstellige Cashsummen. Auch für diese Gesellschaften gibt es damit wohl keine Zukunft, wenn nicht ein kleines Finanzierungswunder geschieht. Für diese US-amerikanischen wie kanadischen Juniors gilt: Es droht mindestens das Delisting, weil die Gesellschaft die Kosten nicht mehr tragen kann, oder sogar die Pleite.

Was zählt im Rohstoffsektor derzeit? Qualität, Qualität, Qualität!

Eine interessante Beobachtung bei der Liquiditätsentwicklung der kleinen Rohstoff-Juniors ist die Statistik, wofür die Gesellschaften ihr Geld ausgeben. Es fällt auf, dass vor allem bei den „armen“ Unternehmen prozentual ein deutlich erhöhter Wert für administrative Aufgaben, Managementgehälter und ähnliche Dinge, die keine Werte für den Aktionär schaffen, ausgegeben werden. Hier muss man sich als Investor im Einzelfall schon die Frage stellen, was eigentlich die Ziele der Manager solcher Unternehmen sind.

Die Finger von diesen beiden Regionen zu lassen, ist für Investoren allerdings auch nicht der richtige Weg. Qualitätsprojekte wie das Railroad-Pinion-Projekt von Gold Standard Ventures (NYSE: GSV; ISIN: CA3807381049) ziehen weiterhin Investoren an und sollten auch bei Rohstoffanlegern auf dem Schirm bleiben. Was derzeit zählt im Sektor, ist die tatsächliche Qualität des Projektes und der Unternehmen, nicht das, was von manchen Managern mit wohlklingenden Worten versprochen wird. Hier können sie noch einmal ein paar Tipps vom Experten nachlesen, worauf man bei Rohstoff-Juniors achten sollte.